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Sony ist bislang der einzige Anbieter von spiegellosen Kameras mit Sensoren im Kleinbildformat und auch das vollformattaugliche Objektivprogramm deckt mittlerweile alle Brennweitenbereiche bis 200mm ab; adaptiert auch darüber hinaus. Im Telezoombereich gibt es das sehr gute Sony FE 70-200 G OSS, aber nicht jeder möchte 1.349,00 Euro (UVP) für ein Telezoom ausgeben. Gebrauchte Alternativen gibt es im Umfeld der adaptierten Objektive viele, jedoch keine, die so unschlagbar günstig ist wie ein Minolta MD 70-210 F4 Schiebezoom, das ich euch heute im Detail vorstellen möchte.

Minolta MD 70-210 F4 an ILCE-7

Die Objektive

Das Minolta MD Zoom 70-210mm F4 ist ein komfortables Schiebezoom aus dem Jahr 1983. Es besteht optisch aus 12 Elementen in 9 Gruppen, hat einen Durchmesser von 72 mm und eine Länge von 153 mm ohne und 185 mm mit angesetztem E-Mount Adapter bei einem Gewicht von 635 Gramm.

Im Vergleich dazu wiegt das neue SEL FE 70-200 mm F4 G OSS von Sony 840 Gramm ohne Stativschelle bei 80 mm Durchmesser und einer Länge von 175 mm. Verfügt dafür aber über einen Ultraschall angetriebenen Autofokus und integrierte, optische Bildstabilisierung.

Die Brennweitenverlängerung per Schiebezoom am Minolta MD 70-210 F4 führt nicht zu einer Verlängerung des Objektivs – lediglich beim Fokussierung im Nahbereich verlängert sich das Objetiv um maximal 17 mm. Die Naheinstellgrenze liegt beim MD 70-210 bei 1,1 m und beim FE 70-200 bei 1 m; beide verfügen über eine Offenblende von 4. Abgesehen von AF und OSS soweit also kaum Unterschiede in den Zahlen.

Preislich liegen zwischen diesen beiden Objektiven jedoch Welten: Das MD 70-210 habe ich für 65,00 € zzgl. gebrauchtem Novoflex-Adapter und neuer Stativschelle (Gesamt: 215,00 €) erworben. Das FE 70-200 G OSS gab es für 1.349,00 €, was einem Faktor von 6,3 entspricht.

An der Sony Alpha 7

Wenn ich die Kombination aus Sony A7 (bei Amazon und eBay) und Minolta MD 70-210 F4 mit geschlossenen Augen in die Hand nehme, fühle ich mich an die Zeit des 35mm-Films erinnert, als ich das gleiche Objektiv an der Minolta XD-7 hatte. Das war vor ca. 20 Jahren und ich ärgere mich täglich darüber, welche MC- und MD-Optiken ich damals verkauft, ja fast verramscht habe. Aber alles Gute kommt wieder, ist man geneigt zu sagen.

Insgesamt vermittelt das Paar bei entsprechender, richtiger Kamerahaltung ein ausgewogenes Gefühl. Der breite, geriffelte Bereich für den Schiebezoom liegt gut in der Hand und vermittelt eine wertige Haptik sowie die nötige Griffigkeit, um Kamera und Objektiv in der Einstellung auf 210mm Brennweite auch mal alleine in der linken Hand ruhen zu lassen. Bei der Einstellung auf 70mm (Zoomschieber ganz vorne) zieht die Schwerkraft etwas mehr an der Kamera, was sich aber nicht unangenehm anfühlt. Lediglich beim Umgreifen vom Schiebezoom zum Blendenring, merkt man die Kopflastigkeit des Gesamtsystems, wenn die Kombination nur über den Handgriff der Sony Alpha 7 gehalten wird. Das ist aber mit dem Sony FE 70-200 mm F4 G OSS nicht anders und überhaupt gleichen sich beide Objektive hinsichtlich der Größe:

groessenvergleich_70-210_70-200_small

Abbildungsleistung

Betrachten wir als erstes das Minolta MD 70-210 mm F4 alleine. Die Testbilder mit den Brennweiten 70, 100, 150 und 210 mm bei Blende 4 habe ich gemacht, weil mir der Verkäufer das Objektiv vorab vor Bezahlung zur Begutachtung überlassen hat und ich mir ein sprichwörtliches Bild verschaffen wollte.

Insgesamt bin ich mit der Abbildungsleistung an der Sony Alpha 7 mehr als zufrieden, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein Objektiv für 65,00 € handelt. Tatsächlich ist mit ein wenig Korrektur bei Schärfe und Farbfehlern – wie Chromatischer Aberration – noch eine deutliche Verbesserung zu erzielen, wie exemplarisch durch nachfolgende Bilder bei 70 und 210 mm zu sehen ist.

Eine Schwäche hat das Objektiv: Ab 150mm bis 210 mm tritt im oberen rechten Bereich eine Unschärfe auf, die weder durch präzises, manuelles Fokussieren noch in der Nachbearbeitung korrigierbar ist. Wenn man das weiß und beim Fotografieren berücksichtigt, kann man damit sehr gut leben. Nachfolgend Ausschnitte aus der Bildmitte in der Größe 1.800 x 1.200 Pixel aus den RAWs ohne und mit Nachbearbeitung (Lightroom: Schärfe 60, Radius 0,9 und Chromatische Aberration entfernen) bei 70, 100, 150 und 210 mm und Offenblende F4:

70mm_mitte 70mm_mitte 100mm_mitte 100mm_mitte 150mm_mitte 150mm_mitte 210mm_mitte 210mm_mitte

Kommen wir aber zum direkten Vergleich des Minolta MD 70-210 mm F4 mit dem Sony FE 70-200 G OSS. Alle Bilder, auch die mit dem FE 70-200 G OSS, sind mit deaktivierter Objektivkorrektur und manuellem Fokus in RAW gemacht und ohne Veränderungen an Belichtung, Kontrast, Objektivkorrektur oder sonstigem 1:1 aus Lightroom exportiert. Beim FE 70-200 G OSS wurde zusätzlich noch der optische Stabilisator deaktiviert, um vergleichbare Ergebnisse zu erstellen. Nachfolgende Aufnahmen wurden ohne Nachschärfen per IrfanView-Batch auf 1.200 Pixel an der langen Kante verkleinert.

Farben, Kontraste und Schärfe

Das Minolta MD 70-210 mm F4 produziert bei gleicher Blende und gleicher Belichtungszeit (hier 1/640 Sekunde) etwas kräftiger Farben und Kontraste:

dsc00152_1200FE 70-200 @ 102mm, F5.6 dsc00155_1200MD 70-210 @ 100mm, F5.6

Die Schärfe lässt beim Minolta MD im oberen Bildteil etwas zu wünschen übrig:

vergleich_152_155_1Im Zentrum ist die Schärfe jedoch durchaus vergleichbar:

vergleich_152_155_2Im Gegenlicht hingegen gefällt mir die wärmere Farbgebung des Sony FE 70-200 G OSS besser; hier wirkt das Bild aus dem Minolta MD deutlich kühler:

dsc00210_1200FE 70-200 @ 200mm, F4 dsc00215_1200MD 70-210 @ 200mm, F4

Bokeh

Hinsichtlich der Abbildung der Unschärfe gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Mir gefällt das Bokeh des Minolta MD 70-210 bei Offenblende F4 ein klein wenig besser.

dsc00166_1200FE 70-200 @ 200mm, F4 dsc00164_1200MD 70-210 @ 200mm, F4

Verzeichnung

Die Verzeichnung bei 70mm ist bei beiden Objektiven gering bis nicht wahrnehmbar, was auch DXO Mark zumindest für das Sony FE 70-200 mm F4 G OSS bestätigt.

Copyright: DXO Mark – Straight grid as seen by camera, Sony FE 70-200mm F4 G OSS on Sony A7R @ 70mm

Hierzu die passenden Bilder von beiden Objektiven mit deaktivierter Objektivkompensation in der Kamera:

dsc00173_1200FE 70-200 @ 70mm, F4 dsc00172_1200MD 70-210 @ 70mm, F4

Abbildungsfehler bei Gegenlicht

Die beiden nachfolgenden Bilder bringen mich ein wenig in Erklärungsnot und lassen am Ende eine Frage offen: „Warum wird ein Bild mit gleichem Bildausschnitt von der Kamera mit einer ganzen Blende unterschiedlich belichtet?“. An der Bildnummer kann man erkennen, dass mir das bereits vor Ort nach der Aufnahme aufgefallen ist und ich versucht habe einen Fehler beim Fotografen oder in der Kameraeinstellung zu finden, aber alle Aufnahmen mit dieser Lichtsituation sind um eine Blende geringer belichtet – mit einer Ausnahme: In einem Bild ist mir eine Person ins Bild gelaufen, was die Belichtungszeit auf 1/3200 Sek. verlängert hat. Jemand eine Idee?

dsc00184_1200FE 70-200 @ 110mm, F8, 1/2000 Sek. dsc00191_1200MD 70-210 @ 100mm, F8, 1/4000 Sek.

Die beiden folgenden Bilder zeigen dieses Verhalten nicht, zeigen aber – wie auch schon die beiden vorherigen Bilder – die Neigung des Minolta MD 70-210 F4 zu einer leichten Vignettierung.

dsc00205_1200FE 70-200 @ 70mm, F4 dsc00206_1200MD 70-210 @ 70mm, F4

Im Detail betrachtet ist hier beim Minolta MD 70-210 F4 im Gegensatz zum Sony FE 70-200 G OSS (bei deaktivierter Objektivkompensation) das Auftreten von chromatischer Aberration erkennbar:

vergleich_205_206_1Mit zwei Klicks ist diese jedoch in Lightroom leicht zu entfernen; der JPG-Fotograf ist hier leider der Verlierer, denn er muss das Bild trotzdem noch nachbearbeiten:

vergleich_205_206_2

Mein Fazit

Weder die Sony Alpha 7 noch die Sony Alpha 6000 verfügen über eine Sensorstabilisierung, was den Fotografen mit der Kombination Sony A7 und Minolta MD 70-210 F4 gute 10 – 15 Jahre in der modernen Kameraentwicklung zurückwirft. An der Sony Alpha 7 II ist das wegen der integrierten Sensorstabilisierung etwas anders, jedoch erfordert ein Zoomobjektiv eine permanente Anpassung der Brennweite in den Einstellungsoptionen für die Stabilisierung – um eine optimale Stabilisierung zu erreichen, eher nicht praktikabel. Bleibt zu prüfen, ob z.B. die Einstellung 135mm ein Wert wäre, der für den gesamten Brennweitenbereich funktioniert.

Blendet man den elektronischen Sucher mal aus fühlt sich das Minolta MD 70-210 F4 an der Sony Alpha 7 an wie damals an der guten, alten Minolta XD-7. Wie auch schon früher sind Belichtungszeiten unter 1/200 Sekunde bei 200 mm Brennweite ohne Stativ eine Herausforderung, die aber durchaus zu bewältigen ist, denn hier greift die altbekannte Regel voll umfänglich, dass die Belichtungszeit den Kehrwert der Brennweite nicht überschreiten sollte. In solchen Situation spielt das FE 70-200 mm F4 G OSS mit aktivierter Stabilisierung selbst an der nicht stabilisierten Sony Alpha 7 Mark I sein können aus.

Mit dem Minolta MD 70-210 mm F4 den gleichen Bildausschnitt zu treffen ist mir nicht immer beim ersten Mal gelungen. Die am Schiebezoom aufgedruckten Brennweiten sind im Gegensatz zum Drehzoom am FE 70-200 G OSS eher Richtwerte. Was aber in der Praxis keine Relevanz hat, denn die Wahl der Brennweite erfolgt schließlich nicht über die Brennweiten-Skala am Objektiv, sondern über den Bildausschnitt im Sucher. Ebenso unbedeutend ist in der Praxis, dass die Belichtungsmessung an der Sony Alpha 7 mit angesetztem Minolta MD 70-210 mm F4 je nach Lichtsituation eine Tendenz zur Unterbelichtung bis zu einer Blende hat; der Grund dafür erschließt sich mir nicht.

Wer also auf Autofokus und optische Stabilisierung (außer an der Sony A7II (bei Amazon und eBay)) verzichten kann und nicht auf ein schnell fokussierendes Objektiv wie z.B. für Nachführ-Autofokus angewiesen ist, erhält mit dem Minolta MD 70-210 mm F4 ein optisch zufriedenstellendes und dabei unauffälliges Glas. Dabei ist der Schiebezoom mit kombiniertem Fokus durchaus als komfortabel zu bezeichnen. Natürlich fehlen Features wie Stabilisierung, Fokusbegrenzung (wofür auch) und Objektivkorrekturen bei diesem Objektiv, aber wenn man in RAW fotografiert gibt es nichts, was sich nicht z.B. in Lightroom korrigieren läßt (siehe chromatische Aberration).

Ein kleiner Wermutstropfen ist die fehlende Stativschelle, die sich jedoch über den Zubehörmarkt ergänzen lässt, wie z.B. über einen Objektivadapter MD auf NEX von Novoflex mit passender Stativschelle.

Download und Links

Weitere Bilder und Bildausschnitte mit dem Minolta MD 70-210 mm F4 an der Sony Alpha 7 und Sony A6000 (bei Amazon und eBay) gemacht findet ihr im Artikel Zuwachs beim Altglas: Minolta MD 70-210 F4.

Alle Bilder (JPG und RAW) aus diesem Beitrag findet ihr hinter diesem Link: Klick!

Getestete Produkte

About The Author

Jörg Haag ist Unternehmensberater und freiberuflicher Fotograf. 1967 in der Eifel geboren entdeckte er mit 22 Jahren die Fotografie und nutzte bis vor ca. 10 Jahren analoge Kameras von Minolta. Über digitale Kompaktkameras stieg er 2007 mit einer alpha 700 in die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras ein. Heute nutzt Jörg neben spiegellosen Systemkameras mit Kleinbildsensor auch wieder analoge Kameras im Kleinbild- und Mittelformat sowie Sony Cybershot-Kameras mit 1"-Sensor für seine fotografischen Arbeiten, wobei er den elektronischen Sucher der Sony-Kameras besonders schätzt.

17 Comments

  1. Sorry,
    das ist ein gut gemeinter, aber wenig aussagekräftiger Vergleich!
    – Die Testbilder sind zu klein, um die Aussagen nachvollziehen zu können
    – ZB bei den Bildern zu Farbe/Kontrast ist die Belichtung so deutlich unterschiedlich, dass die gemachten Aussagen sehr fragwürdig werden
    – wenn ein Objektiv oben Schwächen zeigt, an den anderen Rändern aber nicht, ist es vermutlich dezentriert, also für den Test ungeeignet
    – dass bei solchen Zooms die Leistung bei Offenblende nicht perfekt ist, zumal bei dem 30 Jahre alten, ist doch arg banal. Wer benutzt denn die, solange er nicht muss? Viel spannender als Blende 4 wären 5,6 und 8 gewesen.

    Ich nutze das Minolta gelegentlich an der NEX, aber am 16MP APS-C-Sensor zeigen sich schon die Grenzen seiner Auflösungsfähigkeit. Die A7 verzeiht hier natürlich mehr, aber schon an der A7r, noch mehr an künftigen höher auflösenden Modellen, dürfte dieses Zoom ziemlich am Ende sein.
    Der Vergleich erweckt ja irgendwie den Eindruck, als seien beide Objektive beinahe auf Augenhöhe, aber ich wage die Behauptung, dass sich das bei einer exakteren Versuchsanordnung nicht bestätigen würde. Das 70-210 galt schon „zu alten Zeiten“ nicht als Überflieger, die 35-105er, aber auch die 28-85er und 28-135er galten eher als besser. Ich persönlich mag das Prinzip des Schiebezooms mit Fokussierung auf dem gleichen Einstellring übrigens gar nicht, mir ist das zu unpräzise. Wenn das Objektiv zwei separate Drehringe hätte, wie etwa das 35-70, würde ich es weit öfter einsetzen.

    • Lieber Geissenpeter,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar – ich möchte gerne auf einige Deiner Kritikpunkte eingehen:

      Wenn Dir die Testbilder zu klein kannst Du Dir gerne die verlinkten Downloads auf Deinen Rechner laden und Dir die RAWs und JPGs genauer in vollständiger Größe anschauen und Dir im Detail ein Bild davon machen. Die Downloads sind genau für solche Fälle gedacht, der Artikel soll lediglich einen Überblick geben.

      Die Vergleiche beziehen sich tatsächlich nicht nur auf Offenblende F4, sondern es gibt auch Bilder im Beitrag die mit F5.6 und F8 gemacht sind und damit vielleicht auch für Dich spannend sind.

      Ich möchte mit diesem Vergleich auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass beide Objektive gänzlich auf Augenhöhe sind, wobei sie das stellenweise wirklich sind, wenn man mal von Autofokus und OSS absieht. Wer das von einem 30 Jahre alten Objektiv erwartet lebt in einer Traumwelt. Mein Wunsch war es zu zeigen, dass das Minolta 70-210 zufriedenstellende Bilder liefert, dabei wenig auffällig ist und (besonders mir) mit dem Schiebezoom Spaß macht, weil es (mich) an die Zeit der analogen Fotografie erinnert. Vielleicht hätte ich im Fazit hinzufügen sollen, dass man mit diesem Objektiv für unter 100 Euro eine ordentliche Bildqualität bekommt, etwas Nostalgie erleben kann und trotzdem kein Geld verschwendet – auch wenn man bereits ein FE 70-200 G sein eigen nennt.

      Noch ein Wort zur exakten Versuchsanordnung: Ich versuche in allen Vergleichen immer etwas aus der Praxis für die Praxis zu machen – Laborbedingungen findet man in der Welt draußen nicht. Ein Laborvergleich würde mich eher weniger interessieren, aber vielleicht bin ich da mit meiner Meinung in der Minderheit.

      Grüße,

      Jörg

  2. Mein 70-210 MD hat einen Durchmesser von 55mm. Habe ich etwas anderes oder Tippfehler deinerseits?

  3. Moin Jörg,

    mir hat der Vergleich gefallen da ich überlege mir ebenfalls das Minolta anzuschaffen. Und ich schätze „Feldvergleiche“ ebenfalls wesentlich mehr als Laborvergleiche. Da ich leider immer noch keinen Siemensstern habe muss ich meine Linsen auch an normalen Motiven testen.

    LG Fred

  4. Ich halte da mit meinem 30 Jahre alten SOLIGOR C/D Zoom-MACRO MC 4-5.6/60-300mm gegenüber dem MINOLTA gerne dagegen! Das SOLIGOR hat dazu im beiden Endbereichen sogar noch einen Vorteil!

  5. An das Schiebezoom und andere kann ich mich genau erinnern, als sie anno 1976/77 den Markt heimsuchten. Gut waren Tokina, Nikon, das MD habe ich selber getestet, es war kein Überflieger.Letztes jahr habe ich eins von einem Ausmister geschenkt bekommen….Marktwert ein Zehner! Gegen Festbrennweiten sind die Schieber außer Konkurrenz, für Kindergeburtstag mit Blitz geeignet, für Landschaft schon mal garnicht. Ein empfehlenswertes Zoom kommt von Soligor 4,5-5,6/ 60-300 Macro und natürlich die hochwertigen und damit teuren verschiedener Hersteller.

  6. Angesichts des Preis- und Altersunterschiedes sollte man hier nicht so negativ urteilen. Hat Leitz nicht dieses Objektiv übernommen?

  7. Das Minolta MD 4/70-210mm ist – im Gegensatz zu Vorgängermodellen wie dem MC 4.5/80-200mm oder dem MD 4.5/75-200mm – tatsächlich auch an 24MP FF ein recht brauchbares Zoom, v. a. im Bereich 70 … 135mm. Die gleiche Optik findet sich auch im Minolta AF 4/70-210mm; diesbezüglich kann man ergänzen, dass das zeitgleiche AF 2.8/80-200mm doch sichtbar mehr Details bringt. Obwohl ich ein alter Minolta-Freak bin, gefällt mir aber zB das Canon FD 4/80-200mm an den NEXen eher besser, u. a. wegen des Handlings (Zweiring-Zoom).

    • Hallo Stephan, schön von Dir zu lesen. Danke für Deinen Kommentar – ich teile Deine Meinung zum MD 4/70-210mm uneingeschränkt.
      Hast Du vielleicht eine Idee woher die im Beitrag beschriebene Unterbelichtung bei Gegenlicht kommt?
      Grüße, Jörg
      P.S.: Dein Buch zum alpha-System ist immer noch eine Referenz. Vielleicht kommt irgendwann etwas Vergleichbares von Dir zum E-Mount?!

  8. Dieses Objektiv ist identisch mit dem LEICA R 4/70-210. Ich verwende es seit langen an FT und auch an mFT. vor allem mit Zwischenringen im Makrobereich, weil es hervorragend manuell zu bedienen ist und einen wunderbaren Schmelz im Bild wiedergibt.
    LG,
    Joachim

  9. Nur noch ein Kommentar oder eine Frage zum IBIS der A7 II:

    Wie kommt der mit wechselnden Brennweiten klar, wo dieser doch bei manuellen Objektiven „händisch“ eingegeben werden muss? Nimmt man die Mitte des Zoombereichs oder eher das längere Ende? Wäre auch eine generelle Frage für Bodys mit Stabi.

  10. […] das Minolta MD 4/70-210. Ein astreines Telezoom, für rund 60 Euro bei Ebay regelrecht erramscht (hier ein Testbericht samt interessantem Vergleich mit dem aktuellen Sony FE 70-200 G OSS). Zwei Objektive, die neu von […]

  11. Hi,
    Eins mal vorweg. Das 70-210 eine unffällige Linse zu nennen ist Bullshit im Quadrat. Es hat das Sony total zerstört und warum das so ist erkläre ich jetzt mal.

    Und das liegt am Linsenaufnau.

    Wir sehen das Minolta ist immer Kontrastreicher und eine bessere Farbwiedergabe.

    Warum musste also beim schlechteren Sony Doppel so lange belichtet werden als beim besseren Minolta.

    Es liegt am Linsendesign. Das Sony hat 21 Elemente in 15 Gruppen während das Minolta gerade mal 12 Elemente in 6 Gruppen besitzt. Licht ist Elektromagnerismuss und Glas ist ein Widerstand. Wenn also das Licht doppelt soviel Widerstand passieren muss was glaubst passiert mit der Qualität des Lichtes und der Intensität. Es reflektiert an jedem zusätzlichen Glaselement und das mindert Kontraste und Farben.

    Das 70-210 Ist eine Bombe die ein Objektiv der Neuzeit total zerbomt hat. Naja diese Art von Optischer Qualität ist heute nicht mehr gefragt weil’s ja in den Ecken Soft ist. Dafür opfern wir Farben Microkontraste usw,usw.

    Ich werde weiter zu diesen Linsen Umsteigen. Weil sie einfach besser sind. Worum geht es denn in der Fotografie um Farben und Kontraste Bildlook. Ist heute mit den Linsenaufbau komplett wegkorrigiert worden. Festbrennweitrn mit 19 Elementen Tools mit über 20 Elementen. Warum sind alle Bilder So kontrastlos. Und das kann man im Post nicht Nachrichten weil’s nicht da ist.

    Aber was weiss ich schon?!?!?!

    • Hallo Christian,

      Danke für den Bullshit im Quadrat. Aus meiner Sicht ist das 70-210 deutlich unauffälliger als das Sony 70-200 G SSM. Zu Deinen Ausführungen hinsichtlich Linsenaufbau, Anzahl von Linsenelementen und deren Einfluss auf Lichtmenge, Farbe und Kontrast kann ich mangels Wissen aus diesem Fachbereich nicht sagen.
      Und auch weiß ich nicht so recht, was ich auf Zeilen wie „Das 70-210 Ist eine Bombe die ein Objektiv der Neuzeit total zerbomt hat.“ oder „Und das kann man im Post nicht Nachrichten weil’s nicht da ist.“ antworten soll. Vielleicht kannst Du letztere Sätze etwas präzisieren.

      Grüße,
      Jörg

  12. Hallo,

    auch wenn es etwas übertrieben klingt zu sagen es wurde zerbomt, so muss man einfach mal Preis/Leistung in betracht ziehen.

    Also ich hatte es eigentlich schon erklärt, aber ist wohl nicht angekommen.

    Also nehmen wir mal an wir haben eine Waffe und schießen durch eine Holzplanke. Dann können wir davon ausgehen, dass die Kugel relativ unversehrt die Planke durchbohren wird. Je mehr Planken ich nehme desto defomierter wird die Kugel am Ende sein.

    Licht passiert Glas, ein Teil geht durch ein Teil wird abgelenkt und ein Teil wird sich reflektieren. Das sieht man alleine schon daran, dass man sich im Glas betrachten kann.
    Dieses Licht tingelt nun unkontroliert durch das Objektiv. Und das spielchen beginnt von vorne. Je mehr Glaselemente in einem Objektiv zu finden sind desto mehr interne Reflektionen gibt es. Das verlängert Belichtungszeiten, wie du schon festgestellt hast. In der MD Linse „fehlen“ 10 Elemente. Das sind alle Elemente die man im Prinzip nicht braucht. Sie werden CAS, Schärfe und usw usw korrigeren. Aber wenn wir uns mal die Kontraste anschauen sind diese beim MD immer besser. Der Dom ist nicht Grau sondern SCHWARZ und das heisst VIEL MEHR Kontraste. Der Himmel ist blauer, also kommen auch mehr Fraben an. Und CAS klicke ich in LR weg. Ich verstehe das gejammere immer nicht CAS oh wie böse. Einfach ein Profil anliegen und man sieht keine mehr.

    Glas ist ein Widerstand. Das wird sich nicht ändern. Je mehr davon desto schlechter wird die Transmission. Das kennen eigentlich nur Filmer, der sogenante *T Wert, der die WIRKLICHE Lichtstärke bzw, das was wirklich am Sensor ankommt. Ich kann nur für Nikon sprechen. Aber mein 85 1.8D hat eine 1 2/3 Blende bessere Transmission, als mein 70-200. Sind ja auch 15 Linsen weniger drin.

    Das Problem ist, das die meisten das gar nicht mitbekommen, WEIL die Kamera in den Halbautomatiken das ja korrigiert und wer achtet schon auf die Exif Daten.

    Hier ist der Beweis das, dass alte MD keine Unauffällige Linse ist, sonder KLAR besser ist als der Glasüberfrachtete Glasschrott von Sony. Und dazu noch dezent billiger.

    • Christian,

      du sprichst zwar einige relevante Punkte an, aber deine Schlussfolgerungen sind stark vereinfacht bis falsch.

      Ja, mehr Linsenelemente bzw. längere Wege durchs Glas reduzieren die Transmission.
      Aber in aktuellen Objektiven renommierter Hersteller tingelt kein Licht unkontrolliert durch die Gegend.
      Moderne Beschichtungen sorgen dafür, dass die Reflektionen minimal gehalten werden und die Kontrastübertragung deutlich besser ist als bei Objektiven älteren Datums.

      Das optische Design und die Konstruktion ist immer ein Kompromiss zwischen der Eindämmung unterschiedlicher optischer Fehler, technischer Machbarkeit, Gewicht und Preis (um nur ein paar zu nennen).

      Mittlerweile werden Fehler wie Verzeichnung eher akzeptiert, da diese sich sehr einfach digital rausrechnen lässt.
      Was ich nicht verstehe: Warum ist für dich Chromatische Aberration kein Problem, weil sie sich „wegklicken“ lässt, aber Unterschiede in der Transmission ein Riesenproblem?

      Andreas

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