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Samsung Galaxy NX Android

Samsung Galaxy NX

Auf der photokina 2012 stellte Samsung die Galaxy Camera vor, eine Kompaktkamera mit Android-Betriebsystem. So war es nur eine Frage der Zeit bis zur ersten spiegellosen Systemkamera mit Android Betriebssystem.

Die jetzt vorgestellte Samsung Galaxy NX ist eine Synthese aus Bedienung und Riesendisplay der Galaxy Kamera mit dem Top-Modell der NX-Reihe:

  • 20,3 MP APS-C-CMOS-Sensor
  • Hybrid-Autofokus
  • Android 4.2-Betriebssystem
  • Touchbedienung über 4,8″ Display

Die Samsung Galaxy NX wird ab August 2013 für 1499 € erhältlich sein.

Samsung Galaxy NX im Vergleich mit ihren Eltern

Von vorne betrachtet hat sie den gleichen Formfaktor wie das bisherige Top-Modell NX20, ist aber deutlich größer geworden – alleine schon, um auf der Rückseite genügend Platz für das 4,8″ Display zu bieten.

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Beim Blick von oben wird klar, dass die Bedienung nahezu komplett auf konventionelle Elementen verzichtet: Neben Auslöser, Video- und Einschalt-Taste ist nur ein einziges Einstellrad vorhanden, dem sich wahrscheinlich unterschiedliche Funktionen zugeordnet werden können. Was noch auffällt: Einerseits scheint die Samsung NX Galaxy deutlich dünner zu sein, hat aber einen deutlich ausgeprägten Griff.

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Die Rückansicht macht klar, dass ohne Touchscreen bei dieser Kamera gar nix mehr geht – es gibt einfach keine anderen Bedienelemente mehr. Neben dem riesigen Display gibt es nur noch die Smartphone Buttons Home, Menü und Zurück.

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Jede Einstellung wird also in Zukunft über das Touch-Interface laufen. Wie gut dies gelöst ist, wird für dem Markterfolg dieser Kamera und des ganzen Ansatz entscheidend sein: Werden Fotografen bereit sein, auf die klassische und gelernte Bedienung zu verzichten?

Samsung Galaxy NX: Sensor & Autofokus

Wie die aktuelle Samsung NX Palette besitzt die Samsung Galaxy NX einen 20 MP CMOS Sensor. Die Engine wurde lt. Samsung weiter verbessert und hört jetzt auf den Namen „DRIMe IV“ – was er leistet, werden erst unabhängige Tests zeigen. Gleiches gilt für den AF: Wie die meisten Hersteller setzt auch Samsung auf Hybrid-Autofokus, bei dem Phasen- und Kontrast AF Hand in Hand arbeiten. Laut Samsung soll er auch „selbst rasante Sportszenen gestochen scharf festhalten“.

Apps & Connectivity (sorry for my Denglish…)

Bei den klassischen Faktoren „Bildqualität“ und „Autofokus“ wird sich Samsung sicher keine Blöße geben. Ob die Kamera ein Erfolg wird, wird von der Intuitivität der Touch-Bedienung und vor allem von den verfügbaren Apps abhängen.
In welche Richtung dies gehen kann, zeigt die Apps, die mit der Kamera ausgeliefert werden:

  • Durch die vorinstallierte App „Kamerastudio“ kann der Nutzer die benutzen Modi und andere Kamera-Apps individuell anpassen.
  • Ein „Smart Modus 2.0“ erlaubt z.B. Doppel- und Langzeitbelichtungen nach verschiedenen Standardprogrammen
  • Drama Shot“ fügt Bildstrecken zu einem Action Foto zusammen
  • Photo Suggest“ liefert Empfehlungen und Tipps, wo er an einem bestimmten Ort die schönsten Motive findet.

Knackpunkt wird sein, ob es für Entwickler interessant sein wird, eigene Funktionen zu programmieren und in die Bedienung der Kamera zu integrieren.

Ein Schwerpunkt wird sicher das Thema Connectivity sein – wie kann ich meine Bilder mit anderen teilen? Instagram oder etwas ähnliches (letztes Jahr für eine Milliarde Dollar an Facebook verkauft) ist da nur eine erste Idee…

Um zur Kamera zurückzukommen: Technisch hat die Samsung Galaxy NX dafür alles an Bord. Neben WLAN (wie schon die letzte Generation NX Kameras) kann sie auch mobil ins Netz gehen, sogar im rasanten LTE-Modus.

Und die anderen Hersteller?

Spannend wird, wie die anderen Hersteller reagieren, die bislang die kamerainterne Software und damit Features und Bedienung gegen Einfluss von außen abgeschottet haben. Einige wie Fuji verweigern sich bislang den Themen Connectivity und Apps, andere halten den Daumen auf alles, was als App auf ihren Modellen installiert werden kann. Und keiner hat im eigenen Konzern soviel Erfahrung mit Android und anderen Smartphone-Technologien, die für Kameras entscheidend sein werden, die auf diesen Trend setzen.

Ich bin mir sicher, dass dies der Start in eine neue Generation von Systemkameras ist. Genauso sicher bin ich, dass die Samsung NX Galaxy polarisieren wird, die einen werden die Möglichkeiten lieben, die anderen die Touchbedienung hassen.

Es bleibt spannend!

Herausragende Bildqualität, smarte Online-Features

Samsung stellt mit der GALAXY NX die weltweit erste Systemkamera mit 3G-/LTE-Anbindung und einfachster Bedienung vor

  • 20,3-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor
  • Blitzschneller Hybrid-Autofokus
  • Aktuelles Android 4.2-Betriebssystem

Schwalbach/Ts., 20. Juni 2013 – Kommunikation wird immer visueller und Fotos und Videos werden in unserem täglichen Leben immer wichtiger: Bilder miteinander zu teilen ist heute schon zentraler Bestandteil des Alltags vieler Menschen. Fotoenthusiasten, die ihre Individualität gerne durch tolle und hochwertige Fotos ausdrücken, finden in der Samsung GALAXY NX genau das richtige Produkt: Mit ihrem 20,3-Megapixel-APC-C- CMOS-Sensor bietet sie herausragende Bildqualität und innovative Netzwerkfeatures zum unmittelbaren Teilen von Fotos und Videos.

Menschen konsumieren jeden Tag unzählige Bilder: im Fernsehen, in Zeitschriften oder am Computer. „Bilder halten Momente fest: Sie machen sie erlebbar und transportieren Emotionen. Und sie bieten die Möglichkeit, die schönsten Augenblicke miteinander zu teilen. Daher ist die neue Samsung GALAXY NX die perfekte Wahl für Fotoenthusiasten, die ihre Bilder gerne direkt über das Internet verbreiten“, erklärt Andreas Wahlich, Head of Product Marketing im Bereich Digital Imaging bei Samsung Electronics GmbH. Als hochwertige Systemkamera der preisgekrönten NX-Serie befriedigt sie einerseits die Anforderungen an eine hohe Bildqualität. Mit dem Android 4.2-Betriebssystem und ihrer Internetanbindung über Wi-Fi, 3G oder LTE erfüllt die GALAXY NX andererseits den Wunsch der Nutzer nach permanenter Vernetzung.

Herausragende Bildqualität

Für die überragenden Bilder der Samsung GALAXY NX sind der 20,3-Megapixel-APS-C-Sensor und der neu entwickelte DRIMe IV-Bildprozessor zuständig, der Foto- und Videoaufnahmen brillant und zügig verarbeitet sowie eine verbesserte Farbwiedergabe und Rauschunterdrückunggarantiert. Der blitzschnelle Hybrid-Autofokus sorgt währenddessen dafür, dass Fotografen selbst rasante Sportszenen gestochen scharf festhalten können. Die Technologie vereint die Schnelligkeit des Phasendetektion-Autofokus mit der maximalen Präzision eines Kontrast-AF: Bei der kleinsten Verschlusszeit von 1/6000 Sekunden und 8,6 Bildern pro Sekunde gehen selbst minimale Bewegungen nicht verloren.

Smart Camera 2.0: Fotos und Videos komfortabel bearbeiten und teilen

Mit den Konnektivitätsfeatures der Samsung Smart Camera 2.0 GALAXY NX können Nutzer die Fotos sofort mit ihren Liebsten teilen. Über 3G bzw. LTE sind sie überall und immer online und können die schönsten Fotos direkt in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Fotoplattformen wie Instagram online stellen. Die smarte „Photo Suggest“-Funktion hilft Fotografen dabei, die Besonderheiten vieler berühmter Orte einzufangen: Basierend auf Standortinformationen versorgt die App den Nutzer mit Empfehlungen und Tipps aus einer Online-Datenbank, wo er an einem bestimmten Ort die schönsten Motive findet.

Durch ihr Android 4.2-Betriebssystem und das vorinstallierte „Kamerastudio“ können Nutzer ihre bevorzugten Kameramodi und Kamera-Apps genau nach ihren Vorstellungen anpassen. Der riesige 4,8-Zoll-LCD-Bildschirm ermöglicht dabei eine äußerst komfortable Handhabung. Zusätzlich erlaubt der „Smart Modus 2.0“ es, den Fotos einen künstlerischen Touch zu verleihen, zum Beispiel durch Doppel- oder Langzeitbelichtung: Im Smart Modus wählt die GALAXY NX automatisch die passenden Einstellungen für über 30 verschiedene Fotosituationen und Effekte wie „Landschaftsaufnahme“, „Dämmerung“ oder „Feuerwerk“.

Auch innovative Fotomodi wie der „Drama Shot“ oder „Sound & Shot“, sind mit von der Partie. So lassen sich Bildstrecken von bewegten Motiven ganz einfach zu einem dynamischen Action- Foto zusammenfügen oder Urlaubsfotos mit einem persönlichen Audio-Gruß versehen. Die Bildverwaltungs-App „Story Album“ generiert auf Wunsch ein ganzes Fotoalbum aus einer Bildstrecke und erzählt auf kreative Weise die Geschichte eines besonderen Ereignisses wie einer Hochzeit.

Smart Camera 2.0-Funktionen wie Auto-Share und Mobile-Link sorgen für reibungslose Kommunikation mit anderen Geräten: Der Remote Viewfinder erlaubt beispielswiese die Bedienung und das Auslösen der Kamera mit dem Smartphone. Über den Smart Link Button werden Aufnahmen jetzt noch einfacher mit nur einem Klick mit Freunden und Familie in sozialen Netzwerken geteilt. Alternativ können die Bilder und Videos per E-Mail verschickt oder in der Cloud gesichert werden.

Samsung NX: Vielfältiges Zubehör für verschiedenste Foto- und Videosituationen

Die Samsung GALAXY NX ist das neueste Modell der innovativen NX-Systemkameraserie. Für das System sind 13 separat erhältliche Objektive für unterschiedlichste Bildszenarien verfügbar: Vom kompakten Fisheye über Premium-Porträt- bis zu Zoom-Objektiven sind NX-Nutzer flexibel und für jede Situation gerüstet. Auch beeindruckende 3D-Aufnahmen sind mit dem Samsung 45mm F1,8 2D/3D-Objektiv möglich. Seit 2010 wurde das NX-System zu einer vollständigen Systemkamerafamilie mit umfangreichem Zubehör wie Mikrofonen, Aufsteckblitzen, GPS- Modulen und Objektivfiltern aufgebaut.

Die Samsung GALAXY NX ist ab August 2013 zu einem Preis von 1.499 Euro (UVP) im deutschen Handel erhältlich.

About The Author

Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum.
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7 Comments

  1. Wenn der Akku genauso lange hält wie der eines Smartphones ist das nur ein Haufen unnützer Technik… Sorry!

  2. Na, mal abwarten. Ich fürchte, bei der Kiste passt einiges noch nicht zusammen. Die Größe und die Bildqualität legen eher „ernsthafte“ Verwendung nahe, die Bedienung mit ohne richtige Knöpfe aber eindeutig nicht, egal, wie gut sie gelöst ist. Wer möchte schon, während er sich auf eine Szene konzentriert, die Kamera vom Auge nehmen, um einen Touchscreen zu befingern? Android ist nett, aber ob es wirklich viel bewegt, wird sich erst zeigen.
    Wirklich wünschen würde ich mir was ganz anderes: Eine Kamera wie die Sony RX100 MkII (siehe Sonyalpharumors) mit integriertem, voll ausgestattetem Mittelklasse-Smartphone, das ganze möglichst mit Android.
    Sowas wäre ein absoluter Renner, warum baut das keiner?
    Mir persönlich wäre so eine Art NEXperia noch lieber, aber die/das würde größer und teurer.

  3. Kaum kommt ein neues Produkt auf den Markt und schon werden unnütze Kommentare gegeben ohne die Kamera gesehen zu haben, geschweige denn in der Hand gehabt zu haben. Immer das selbe in jedem Forum.
    Gut Licht, Roland

  4. Ich fand den Kommentar nicht unnütz. Neben der Bildqualität ist nun mal die Handhabung einer Kamera äußerst wichtig. Mit lediglich einem Einstellrad ist ein ernsthafter Betrieb nicht wirklich möglich. Ich möchte Samsung nicht schlecht reden und finde das Konzept Androit/Kamera generell nicht verkehrt, aber halt nur für eine Kompaktkamera wie die NX2000. Von den Bedienelementen ist das noch weniger als eine Nex 3/5 zu bieten hat. Wenn sie wenigstens die Elemente der NX20 beibehalten hätten und Androit als Bonus eingebaut hätten, aber so….

  5. Samsung überlegt sich sicher, was an neuen Modellen heraus kommt. Profis meiden Samsung an sich wie die Pest. Nur zwei Marken kommen da in Frage.
    Der APS-C Sensor ist sicher genau so OK wie bei den anderen neuen Modellen.
    Ich selbst bevorzuge einstellräder, doch auch bei der NEXT kann man auf dem Display fummeln. Es ist eben reine Geschmackssache auf was man abfährt. Ich habe zwei Samsung NX Modelle und bin zufrieden. Muss aber zugeben, dass man meine Aufnahmen mit 1000% Garantie nie bei einer Ausstellung finden wird.

  6. […] unserem ersten Artikel zur Samsung Galaxy NX konnten wir uns nur auf die Pressemitteilung und offiziellen Bilder […]

  7. Ich finde es jedenfalls konsequent das das NX Format weiter entwickelt wird.
    Das Potenzial mit einen Android System ist aus alle Fälle vorhanden, wie sich der Straßenpreis später einmal entwickelt – warten wir es ab.

    Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall einmal, aber vorerst bleibe ich bei meiner NX10.

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