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Fuji X100s

Fuji X100sIn der Presseveröffentlichung zur Fuji X100s im Januar wurden einige Entwicklungen und Verbesserungen gegenüber der X100 kurz angerissen, aber nicht genauer erklärt.

Fuji hat uns jetzt genauere Informationen zur Verfügung gestellt und Gelegenheit gegeben, die neuen Features auszuprobieren.

Fuji X100s – Verbesserte technische Eckdaten

Eine Reihe von technischen Eckwerten haben sich lt. Fuji verbessert, wir geben unkommentiert wieder, da wir sie derzeit nicht überprüfen können:

  • Kürzere Startzeit (0,9 ggü. 2,0 sek.)
  • Schnellerer AF (0,08 ggü. 0,22 sek)
  • Schnellerer Prozessor
  • High ISO Performance um eine Blendenstufe verbessert durch neuen Sensor und Verarbeitung im Bildprozessor
  • Deutlich besserer elektronischer Sucher (2,36 MP geg. 1,44 MP)

Neuer Sensor

Als Sensor kommt jetzt wie bei der Fuji X-Pro 1 und X-E1 ein X-Trans CMOS Sensor zum Einsatz, aufgrund der optimierten Pixelstruktur kann ein Tiefpass-Filter entfallen. Zusammen mit der höheren Auflösung (jetzt 16 MP ggü. 12 MP der X100) sorgt dies dafür, dass – laut Fuji – die Auflösung der Fuji X100s in einer Liga mit Vollformat DSLRs spielt.

Digital Split Image Focusing – Schnittbild für die Fuji X100s

In den ersten Informationen zur Fuji X100s blieb die Funktionsweise des „Digital Split Image Focusings“ eher nebulös. Fuji hat jetzt mehr Informationen bereit gestellt und uns ermöglicht, die Funktion direkt auszuprobieren.

Handling

Das „Digital Split Image“ ist natürlich nur sinnvoll, wenn manuell fokussiert wird. Um zwischen den verschiedenen Fokus Modi hin und her zu schalten, muss das Wählrad  länger gedrückt werden, die Kamera springt dann jeweils auf den nächsten Modus (Fokus Peaking, Sucherlupe, Digital Split Image) weiter.
Sobald „Digital Split Image“ aktiviert wird, ist eine Art Schnittbildentfernungsmesser zu sehen, der Halbbilder der rechten und linken Objektivhälfte versetzt gegeneinander anzeigt, bis die gewünschte Entfernung korrekt eingestellt ist.

Zum genauen Fokussieren empfiehlt sich ein weiterer Druck auf das Wählrad, der das Fokusfeld weiter heranzoomt. Das Fokusfeld nimmt 40% x 40% dem Sensor ein. Auf dieser Fläche verteilt sind 142.000 Phase Detection Pixels, die eigentlich für den Kontrast AF zuständig sind, hier aber die Bildinformationen zum manuellen Scharfstellung liefern.

Wie beim klassischen Schnittbildentfernungsmesser funktioniert diese Art der Fokussierung am besten an kontrastreichen senkrechten Kanten.

Beugung ausgetrickst: Lens Modulation Optimizer

Ein weiteres spannendes Feature der X100s ist der „Lens Modulation Optimizer“. Diese Technologie versucht, die theoretische Auflösungsgrenze eines optischen Systems hinauszuschieben, die durch das optische Pänomen der Beugung gesetzt sind.

Beim Abblenden eines handelsüblichen Objektivs verbessert sich in der Regel die Abbildungsleistung zunächst, da Randstrahlen ausgeblendet werden, die für den Großteil von optischen Fehlern verantwortlich sind.

Schaubild Beugung

Gleichzeitig wird die Beugung an der Blende immer stärker, die aus einen Lichtpunkt in ein immer größeres Beugungsscheibchen abbildet.

Beugungsbilder abhängig von der Blende

Das Prinzip des „Lens Modulation Optimizer“ basiert darauf, dass der Prozessor der Fuji X100s die Abbildungseigenschaften des Objektivs kennt (Blende, Brennweite, Abstand von der optischen Achse) und die genaue Form des Punktbildes errechnen kann. Mit diesem Wissen wiederum kann das Sensorbild optimiert werden.

Fuji X100s - Lens Optimizer

Was diese Technologie in der Praxis bringt, können wir noch nicht beurteilen – zumindest handelt es sich um einen spannenden Ansatz!

About The Author

Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum. Ihr findet mich auch auf Google+

4 Comments

  1. „Schnellerer AF (0,22 ggü. 0,08 sek)“

    Sind die Daten vertauscht oder hat sich ein Kommafehler eingeschlichen?

  2. Warum ist der neue EVF-Sucher (mit 2.36 MP statt 1,44MP) wieder aus den Eckdaten rausgeflogen?

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