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Die Japan-AG hält zusammen. Nach dem Bilanzskandal im letzten Jahr war Olympus in den letzten Monaten weiterhin auf der Suche nach einem Investor. Der wurde mit Sony nun gefunden.

Sony beteiligt sich an Olympus

Nachdem vor einigen Monaten schon das Gerücht durch die Presse ging, Panasonic wolle sich an Olympus beteiligen, welches sich dann aber auch als klassische Presse-Ente herausstellte, steht nun fest, dass Sony  fast 500 Millionen Euro in Olympus investiert.

Olympus war nach dem Bilanzskandal im letzten Jahr arg gebeutelt und hatte schon vor Monaten angekündigt, auf der Suche nach einem Investor zu sein. Wie üblich halten japanische Unternehmen zusammen und bevorzugen lieber die inländische Zusammenarbeit als ausländische Investoren. Nachdem Olympus für eigene Produkte, wie zum Beispiel die Olympus OM-D E-M5 (bei Amazon und eBay), ohnehin schon mit Sony kooperiert hat, war es fast schon naheliegend, dass die beiden Konzerne sich weiter näher kommen.

Weniger Fernseher – mehr Medizintechnik

Sony selbst hat auch ein verlustreiches Krisenjahr hinter sich und möchte sich von dem kriselnden Fernsehgeschäft trennen, welches schon seit geraumer Zeit keine vernünftigen Einnahmen mehr erbringt. So möchte Sony sein Medizingeräte-Geschäft ausbauen, in dem Olympus seit einigen Jahren recht gut aufgestellt ist.

„Wir betreiben aggressiv das Wachstum unseres Medizingeschäfts“, sagte in diesem Zusammenhang der Sony-Chef Kazuo Hirai. Das Medizingeschäft soll zukünftig zu einer der tragenden Säulen des Sony-Konzerns werden. Olympus bringt sein Know-How im Bereich Medizintechnik im Dezember in ein Gemeinschaftsunternehmen mit ein. Die Mehrheit der Anteile soll mit 51% bei Sony liegen.

Darüber hinaus soll aber auch bei den Kameras zusammengearbeitet werden. Während Sony weiterhin Sensoren an Olympus liefert, könnte Olympus zum Beispiel im Gegenzug Optiken an Sony liefern. Freunde einer Sony NEX-5R (bei Amazon und eBay), Sony NEX-6 (bei Amazon und eBay) oder Sony NEX-7 (bei Amazon und eBay) würde es jedenfalls freuen, ist doch das Sony-Objektiv-System neben einigen Redundanz-Brennweiten bei weitem nicht so gut aufgestellt, wie das Micro FourThirds-Lager. Ob sich Sony auch im Gegenzug im Micro FourThirds-Segment mit eigenen Produkten einbringt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Wir freuen uns jedenfalls, wenn diese Zusammenarbeit den Fotomarkt und insbesondere das spiegellose Segment mit weiteren Produkten bereichert.

Link

» Sony investiert halbe Milliarde in Olympus – hier klicken

 

Das Olympus-System:

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Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum. Ihr findet mich auch auf Google+

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