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Review: Zeiss Vario-Tessar E 4/16-70 ZA OSS (sel1670z)


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397 Antworten in diesem Thema

#381 pizzastein

pizzastein

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Geschrieben 14. Februar 2017 - 06:33 Uhr

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Ich kenne die Naheinstellgrenze nur als Entfernung Sensor -> Objekt, oder den Arbeitsabstand als Entfernung Frontlinse -> Objekt. photozone gibt das so auch in den Spezifikationen an z.B. (Tabelle unten auf der Seite):

 

http://www.photozone...19-sony30f35nex


flickr

PEN-F mit 1.8/17, 1.8/45, 2.8/60, 75-300II

a6000, insbesondere mit Samyang 2/12, SEL1670, SEL24f18, SEL35f18, SEL50f18

A7 mit verschiedenen Objektiven (Mischung aus Altglas, manuellen Objektiven, native FE-Objektive)


#382 leicanik

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Geschrieben 14. Februar 2017 - 08:19 Uhr

Seit wann gilt das so?

Damals jedenfalls (Ende 1970ger und Anfang 1980ger Jahre), als ich mich sehr intensiv mit der Photografie beschäftigt hatte wie danach aus Zeitgründen nie wieder (und Color-Photo über mehrere Jahre abonniert hatte), galt für die Messung der Naheinstellgrenze der Abstand vom Objekt zur optischen Mitte des Objektives, als theoretisch dem Punkt, der vom Film - heute Sensor - den Abstand der Nennbrennweite hat. 

 

Ich kenne es auch anders: Der Motivabstand wurde auch damals angegeben als Abstand Motiv - Filmebene. Deshalb war diese auch auf manchen besseren Kameras auf der Oberseite eingraviert. Und die Nahgrenze war dann eben der kürzestmögliche Motivabstand, also ebenfalls orientiert an der Filmebene. Wozu sollte denn Punkt im Objektiv, der vom Film den Abstand der Nennbrennweite hat, als Bezugspunkt wichtig sein? Den hätte man ja auch in einem Aufnahme-Aufbau nicht selbst messen können.:confused:


 

Wer bei den Unterschieden von Kameras und Objektiven ständig von "Welten" redet - wie groß ist dessen Welt? 

 


#383 Widder49

Widder49

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Geschrieben 14. Februar 2017 - 14:17 Uhr

Nun ja, vielleicht war das auch nur reine Theorie aus einem Beitrag über die verschiedenen Prinzipien der Objektivbauweisen und Grenzen von deren Fähigkeiten, aus dem ich dann dieses Maß in Erinnerung hatte, ohne dass dies vielleicht wirklich Relevanz für die Praxis der Abstandsmessung hatte. Irgendwie erinnere ich mich da noch an die Zeichnungen der Optiken und die dabei vorgenommenen Messungen. Der Punkt mit dem Abstand der Nennbreite war jedenfalls da in den Beispielen wichtig für die Berechnung des Abbildungsmaßstabes, der sich aus der Brennweite geteilt durch diesen Abstand ergibt. Berechnen kann man ihn aber leicht, wenn man den Abstand von der Filmebene zum Objekt misst. Dann nimmt man eben die Brennweite geteilt durch die Differenz dieses Abstandes minus der Brennweite und kommt auch auf dasselbe Ergebnis. Deshalb war natürlich die Eingravierung der Filmebene wichtig, egal wie man nun gemessen hat.

 

Jetzt kann ich mich aber nicht mehr erinnern, wie ich bei der alten Agfa (meine Schulzeit) für Nahaufnahmen messen musste. Die Filmebene war mien einem kleinen Symbol eingraviert. Das weiß ich noch deshalb, weil ich mal "meinen Fotohändler" (ja, das gab es damals noch so in Zeiten der Preisbindung) gefragt hatte, was das Zeichen bedeutet.

 

Bei der Kamera gab es ja keine Schärfekontrolle über den Sucher, so dass man für Nahaufnahmen per Maßband messen und die Einstellung des Wertes am Objektiv vornehmen musste. Es kann durchaus sein, dass ich da von der Filmebene aus gemessen habe. Mit der Zeit wird eben doch so manches in der Erinnerung "grau".

 

Jedenfalls war das eine Zeit, in der ein ganz schmales mini-Maßband ebenso wie der getrennte Gossen-Belichtungsmesser und das Blitzgerät mit dem kreisrund auffaltbaren Reflektor und den jeweils abbrennenden Blitzbirnchen in die Kameratasche gehörte. So wie man heute gefragt wird, ob man gerade mal ein Ladegerät dabei hat, wurde man damals gefragt, ob man zufällig noch ein Blitzbirnchen übrig hat (aber es gab dann auch noch zwei verschiedene Fassungen ...). 


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#384 leicanik

leicanik

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Geschrieben 14. Februar 2017 - 14:53 Uhr

Du hast recht, ich habe zu kurz gedacht bezüglich der Berechnung :) An die Blitzbirnchen erinnere ich mich auch noch. Und an den Aufsteck-Entfernungsmesser meiner Voigtländer Vito, den ich immer mit Maßband ganz genau justieren wollte und mich ärgerte, dass er dann doch nicht ganz genau war ...


 

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#385 nightstalker

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Geschrieben 14. Februar 2017 - 15:03 Uhr

Achja ... manchmal vergessen wir, wie einfach wir es inzwischen haben.

 


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#386 Widder49

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Geschrieben 21. Februar 2017 - 20:43 Uhr

@Pizzastein: dies passt jetzt nicht mehr in den Thread, wo wir begonnen hatten, u.a. über die Moiré Effekte zu diskutieren, aber eher hierher, weil ich das mit meinem Vario-Tessar und dem Monitor gerade mal getestet habe.

 

Der Monitor hat 1920 Bildpunkte in der Waagerechten, wenn ich mal vernachlässige, dass es unter Berücksichtigung der einzelnen Farb-Pixel eigentlich doppelt so viele sind, aber das gilt ja auch für den Sensor, dass es 6000 Bildpixel aber 12000 einzelne Farbpixel in der Breite sind.

 

Mit dem Vario-Tessar 1:4 / 16-70 habe ich deutliches Moiré wenn der Monitor im Foto nicht weniger als etwa 35%-37% der Bildbreite ausmacht. Das habe ich mit 16 mm und 45 mm Brennweite getestet und das Ergebnis ist etwa gleich. Wenn es nun so wäre, dass das Objektiv die volle Auflösung des Sensors bringen muss, um Moiré erzeugen zu können, dann würde das ja bedeuten, dass dieses Zoom-Objektiv diese volle Auflösung von 24 MP bringt, dass man also keine Vorteile mehr mit irgend einer Festbrennweite auf diesem Sensor hätte. Da das so nicht ist, dürfte klar sein, dass Moiré auch entsteht, wenn die Objektivauflösung geringer ist, als die des Sensors. Physikalisch ist das auch leicht zu erklären, aber das wäre mir hier jetzt zu viel Text. 

 

Das Vario-Tessar wird in Tests zum Teil so bewertet, dass die Auflösung in der Größenordnung von 16 MP liegt. In einem Test las ich, dass es in der Bildmitte 110 LP/mm erreicht, das wären ca. 3500 Bildpunkte auf die Bildhöhe statt der 4000 verfügbaren Pixel. Zum Rand hin werden es unter 70 LP/mm bei mittlerer Brennweite (weniger bei 16 mm), so dass damit die 16 MP als Mittel zustande kommen. Das entspricht gut meiner Erfahrung, da ich getestet habe, wie weit ich verkleinern kann ohne Detailverlust. Bei 66% (das ist mit 4000 x 2667 ungefähr auf 4K verkleinert und entspricht 10,7 MP) habe ich in der Bildmitte geringfügige Reduzierungen der Details, aber in den äußeren Bereichen nicht mehr. 

 

Nicht nachvollziehen kann ich die Angabe in dxomark.com, die dem Objektiv nur ein Auflösungspotenzial von 8 MP bescheinigen. Andererseits ist an verschiedenen Stellen im Internet zu lesen, dass es große Qualitätsunterschiede zwischen Einzelstücken dieses Objektivs gibt!

 

Die Moiré - Tests habe ich mal in Bezug auf das Pixel-Verhältnis durchgerechnet:

 

Wenn die Monitorbreite (1920 px) auf eine Bildbreite fällt, die 2260 Sensorpixeln entspricht, also 850 abgebildete Pixel auf 1000 Sensorpixeln, dann komme ich an die Grenze bei der gerade noch Moiré erkennbar ist, jedenfalls im inneren Bildbereich von 1/3. Je näher ich herangehe, desto weniger abgebildete Pixel fallen auf 1000 Sensorpixel. Bei 610 war der Moiré-Effekt sehr stark, aber bei 900 Punkten / 1000 Sensorpixel nicht mehr wahrzunehmen. 

 

Da ist also klar die Objektiv-Auflösung der begrenzende Faktor, wenn ich an 85% der Sensorauflösung herankomme. Ich meine, mit diesem Test kann ich recht einfach die Objektiv-Auflösung feststellen. Die oben genannten 110 LP/mm entsprechen 87% der Sensorauflösung, werden aber nur unter Optimalbedingungen in der Bildmitte erreicht. Die 85% lagen ja sehr nahe daran, was mir bestätigt, das es darauf ankommt, dass die Bildpunkte oder Linien (je nach Vorlage) noch aufgelöst werden können, beim Sensor aber egal ist, ob die Überlagerungen durch je eine, je zwei oder vielleicht auch noch drei Reihen erzeugt werden (je nachdem, wie breit die Dunkel-Linie dazwischen ist, und ob die bei breiteren Linien in der Mitte liegend in der Überlagerung noch eine ausreichende Abschwächung der Helligkeit ergibt).

 

 


Bearbeitet von Widder49, 21. Februar 2017 - 20:49 Uhr.

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#387 pizzastein

pizzastein

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Geschrieben 21. Februar 2017 - 21:46 Uhr

Da das so nicht ist, dürfte klar sein, dass Moiré auch entsteht, wenn die Objektivauflösung geringer ist, als die des Sensors. Physikalisch ist das auch leicht zu erklären, aber das wäre mir hier jetzt zu viel Text.

 
Falls Du zufällig einen Link zu einer Erklärung hättest, wäre ich dankbar. Mir ist Moiré bisher nur bei Objektiven aufgefallen, die ich als sehr scharf bezeichnen würde.
 
 

Das Vario-Tessar wird in Tests zum Teil so bewertet, dass die Auflösung in der Größenordnung von 16 MP liegt. In einem Test las ich, dass es in der Bildmitte 110 LP/mm erreicht, das wären ca. 3500 Bildpunkte auf die Bildhöhe statt der 4000 verfügbaren Pixel.


Das würde ich durchaus als fast pixelscharf bezeichnen. Die Auflösung ist keine harte Grenze und hängt davon ab, bei welchen Kontrastunterschieden man die Grenze zieht (eigentlich müsste es bei Moiré auch nicht nur ein vorhanden/nicht vorhanden geben, sondern unterschiedliche Intensität je nach Objektivauflösung?). Deshalb sind mir MTF-Charts deutlich lieber als LP/mm-Angaben.

 

 


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#388 pizzastein

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Geschrieben 21. Februar 2017 - 21:50 Uhr

Wenn die Monitorbreite (1920 px) auf eine Bildbreite fällt, die 2260 Sensorpixeln entspricht, also 850 abgebildete Pixel auf 1000 Sensorpixeln, dann komme ich an die Grenze bei der gerade noch Moiré erkennbar ist, jedenfalls im inneren Bildbereich von 1/3. Je näher ich herangehe, desto weniger abgebildete Pixel fallen auf 1000 Sensorpixel. Bei 610 war der Moiré-Effekt sehr stark, aber bei 900 Punkten / 1000 Sensorpixel nicht mehr wahrzunehmen. 

 

Da ist also klar die Objektiv-Auflösung der begrenzende Faktor, wenn ich an 85% der Sensorauflösung herankomme. Ich meine, mit diesem Test kann ich recht einfach die Objektiv-Auflösung feststellen. Die oben genannten 110 LP/mm entsprechen 87% der Sensorauflösung, werden aber nur unter Optimalbedingungen in der Bildmitte erreicht. Die 85% lagen ja sehr nahe daran, was mir bestätigt, das es darauf ankommt, dass die Bildpunkte oder Linien (je nach Vorlage) noch aufgelöst werden können, beim Sensor aber egal ist, ob die Überlagerungen durch je eine, je zwei oder vielleicht auch noch drei Reihen erzeugt werden (je nachdem, wie breit die Dunkel-Linie dazwischen ist, und ob die bei breiteren Linien in der Mitte liegend in der Überlagerung noch eine ausreichende Abschwächung der Helligkeit ergibt).

 

Das werde ich mal mit verschiedenen Objektiven testen (vor allem auch dem Sigma 30mm).

 

Dazu frage ich mich noch, was für eine Wirkung der Tiefpassfilter hat. Kann dadurch überhaupt die volle Auflösung erreicht werden?
 


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#389 Widder49

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Geschrieben 21. Februar 2017 - 22:34 Uhr

Einen Link zu der ersten Frage habe ich jetzt nicht, aber es ist ja mit optischen Interferenzen genau so wie mit akustischen Schwebungen. Die treten insbesondere dann auf, wenn zwei gleichzeitig gespielte Töne einen sehr geringen Frequenzunterschied haben. Nimmt man aber von dem einen die nächst tiefere Oktave, also halbe Frequenz, dann treten die Schwebungen auch auf sobald diese halbe Frequenz knapp neben der Hälfte der hälfte der anderen Frequenz liegt.

 

Nehmen wir für die Optik ein Linienstreifenmuster mit 1,5 mm durchlässig und 0,5 mm dunkel und legen ein zweites identisches in wenigen cm Abstand davor, dann ist das durch die Perspektive der Effekt, dass das nähere für den Betrachter geringfügig weiter ist, als das hintere. Damit gibt es recht breite Moiré-Streifen (andere Muster bei minimaler Schrägstellung des einen gegenüber dem anderen), die immer enger werden, je weiter man den Abstand der beiden vergrößert oder je näher man herangeht.

 

Wenn ich jetzt aber beim vorderen jeden zweiten dunklen Streifen entferne, habe ich nicht mehr das 1:1-Verhältnis, das mir bei geringer Abweichung durch den Blickwinkel Moiré produziert, sondern ein 1:2-Verhältnis (wie bei der Oktave), das auch wieder Interferenzen erzeugt und damit Moiré-Muster bildet, das aber in der Kontraststärke etwas geringer wird, wie das erste beim 1:1-Verhältnis. Dieser Effekt kann begründen, dass ich Moiré bekommen kann, wenn die Objektivauflösung mindestens höher liegt, als die halbe Pixelzahl des Sensors. 

 

Bei meinem Beispiel mit den Linien wäre das dann noch im 1:3-Verhältnis möglich, wenn durchlässig und dunkel jeweils dieselbe Streifenbreite haben. Das ist nun beim Sensor nicht der Fall, sondern der "Dunkelbereich", also Zwischenraum zwischen den Pixeln ist deutlich schmaler, als die Pixel selbst. Deshalb denke ich, dass es bei dem neuen Sony-Chip in der a6300 unmöglich sein wird, auch noch im Verhältnis 1:3 Moiré zu produzieren, bei alten Sensoren würde ich mich da nicht festlegen wollen.

Wird die Erklärung so einigermaßen klar?

 

Etwas komplizierter wird die Sache aber noch dadurch, dass es Moiré nicht nur durch die Pixelreihen und die Zwischenräume gibt, sondern auch dadurch, dass beim Bayer-Sensor immer eine Reihe nur zwei Farben enthält und die nächste Reihe kein R und B. Wenn dadurch ein Farb-Moiré entsteht (in meinem o.g. Beispiel nur Hell-dunkel-Moiré), dann ist das meiner Ansicht nach nur mit grünen Mustern außer im 1:1 Verhältnis auch im 1:2-Verhältnis möglich, aber sind es nicht besonders die grünen Moiré-Muster, gegen die der Tiefpassfilter angehen soll?

 

Damit zu der anderen Frage: "was für eine Wirkung der Tiefpassfilter hat. Kann dadurch überhaupt die volle Auflösung erreicht werden?" Ich habe mal gelesen, bei älteren Kameras wird dadurch die max. Auflösung deutlicher herabgesetzt, als bei neueren Kameras. Es wird wohl so sein, dass da jetzt mehr bereits durch die Software erreicht wird, und dadurch der Tiefpassfilter abgeschwächt werden kann, aber in Zukunft werden neue Sensoren kommen, die eine komplexere Struktur, als die Bayer-Anordnung haben.

 

Wie ist es mit dem Foveon-Sensor? Das Farb-Moiré dürfte es da nicht geben, aber Hell-Dunkel-Moiré sicher auch.

 

 


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#390 pizzastein

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 08:39 Uhr

Wird die Erklärung so einigermaßen klar?

 

Danke, die Erklärung finde ich gut verständlich. Moiré mit halber Auflösung (1:2) müsste dann fast jedes Objektiv schaffen, da es nur noch 6MP auflösen können müsste (ausgehend von einem 24MP-Sensor)? Die halbe Auflösung bezieht sich auf Bildhöhe und Bildbreite, das wären 3000x2000 Pixel.

 

 

Ich habe mal gelesen, bei älteren Kameras wird dadurch die max. Auflösung deutlicher herabgesetzt, als bei neueren Kameras.

 

Bei dxomark haben Objektive an der Canon 5DIII eine etwas höhere Auflösung als an der 5DII, trotz gleicher Sensorauflösung.


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#391 nightstalker

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 12:25 Uhr

Moire bekommst Du, wenn sich zwei nicht übereinstimmende Raster (in unserem Fall Abtastung und Muster am Motiv) überlagern.

 

Eine saubere Abtastung bekommst Du, wenn die Abtastung mindestens doppelt so "fein" ist, wie das feinste Muster (Abtasttheorem Shannon/Nyquist)

 

 

Der AA Filter macht das Bild ab einer bestimmten Auflösung unscharf, sorgt also dafür, dass keine Strukturen vorhanden sind, die nicht sicher abgetastet werden können.

 

Die Auflösung, die man gewinnt, wenn man den AA Filter weglässt, ist also nicht echt ... das sind erfundene Strukturen, die vorhanden, aber auch durchaus verändert sein können. Zum Glück ist unser Auge da recht unempfindlich und das Gehirn bastelt sich das dann passend zurecht.

 

Moire zu verhindern, wird immer weniger mit AA Filtern gemacht, stattdessen wird versucht schon im RAWfile solche Strukturen zu erkennen und sie dann gezielt weichzuzeichnen. Der Auflösungsgewinn wird aber immer unsicher sein ... den meisten ist s egal, wenn es gut aussieht.

 

 

Die eigentlich bessere Methode wäre, einfach den AA Filter zu behalten, aber die Auflösung stark zu erhöhen, dann hätte man verlässliche Strukturen, müsste nicht rumrechnen und könnte (wenn die Auflösung nicht gebraucht wird) einfach die Bilder verkleinert ausgeben (womit dann auch die Farbinterpolation durch das Bayer Demosaiking keine Fehlerquelle mehr wäre.)

 

 

Aber wenn einer die Auflösung erhöht, müssen alle anderen aus marketingtechnischen Gründen auch nachziehen ... und verkleinern wird keiner, weil sonst der andere in den Katalogdaten einen Werbevorteil hat ;)

 

Das Ganze führt zu der widersinnigen Situation, dass die gleichen Leute auf der einen Seite höhere Auflösungen ablehnen, an anderer Stelle aber Sensoren fordern, die keinen AA Filter haben :D

 

Der Foveonsensor spart sich das Farbmoire, weil kein Raster benötigt wird (naja, zumindest beim Originalen Foveon, die neuen arbeiten mit verschiedenen Farbauflösungen ... das sollte aber auf unsere Moirebetrachtung keinen Einfluss haben) aber Helligkeitsmoire ist logischerweise vorhanden, da auch der Foveon eine Auflösungsgrenze hat.

 

Das Ganze Thema ist aber meiner Ansicht nach ziemlich hochgespielt, bei den aktuellen Auflösungen, hat man kaum noch Moireprobleme ... oft sorgen schon die Objektive dafür, dass soetwas nicht aufkommt ;) (Qualität und Beugung)... und was trotzdem noch durchkommt, wird elektronisch entfernt (das klappt inzwischen wirklich zuverlässig)

 


Bearbeitet von nightstalker, 22. Februar 2017 - 14:46 Uhr.

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#392 matthis

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 12:34 Uhr

Die Auflösung eines Objektivs wird heute oft angegeben in der Anzahl Linien pro Bildhöhe bei einem Kontrastabfall von 50% (MTF50). In Wirklichkeit lösen die meisten Objektive auch wesentlich feinere Strukturen noch auf, jedoch bei geringerem Kontrast. Auch Moiré kann bei Kontrastdifferenzen von 20% und weniger noch sichtbar sein.


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#393 pizzastein

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 15:44 Uhr

Das Ganze Thema ist aber meiner Ansicht nach ziemlich hochgespielt, bei den aktuellen Auflösungen, hat man kaum noch Moireprobleme ... oft sorgen schon die Objektive dafür, dass soetwas nicht aufkommt ;) (Qualität und Beugung)...

 
Das Thema kam auch nicht wegen Praxisproblemen auf, sondern weil ich es als Schärfenachweis genommen habe (ok, das wiederum kam daher, dass bei mir Moiré in den letzten Tagen tatsächlich mal aufgefallen war bei ein paar Bildern, aber das ist sehr selten). Was die Objektive angeht, das werde ich bei Gelegenheit mal testen. Ich gehe davon aus, das mit jedem halbwegs anständigen Objektiv provozieren zu können.
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#394 leicanik

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 16:48 Uhr

Seid ihr eigentlich sicher, dass ihr noch über das 16-70 diskutiert?


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#395 pizzastein

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 16:58 Uhr

Seid ihr eigentlich sicher, dass ihr noch über das 16-70 diskutiert?


Es geht um die Interpretation des Moiré-Tests von Widder49 in #386 mit dem 16-70 und wie die Ergebnisse hinsichtlich der Objektivschärfe zu verstehen sind ;)


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#396 Widder49

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 20:16 Uhr

Die Auflösung eines Objektivs wird heute oft angegeben in der Anzahl Linien pro Bildhöhe bei einem Kontrastabfall von 50% (MTF50). In Wirklichkeit lösen die meisten Objektive auch wesentlich feinere Strukturen noch auf, jedoch bei geringerem Kontrast. Auch Moiré kann bei Kontrastdifferenzen von 20% und weniger noch sichtbar sein.

Bei meiner Suche nach verlässlichen Angaben zur Auflösung des Vario-Tessar 4/16-70 bevor ich mich für dieses (und gegen das kleine "Pancake-Objektiv") entschieden hatte, habe ich sehr verschiedene Arten der Messungen und Ergebnisse für dieses Objektiv gefunden. 

 

Man muss also in dem Satz "wird heute oft angegeben ..." das Wort "oft" betonen, denn es ist leider nicht so, dass das eine feste Regel wäre. Wenn ich zwei Tests in verschiedenen Quellen über zwei Objektive lese, dann kann selbst die doppelte Zahl in dem einen Test, als die in dem anderen Test bedeuten, dass das beschriebene Objektiv geringer auflöst. Da wurden meinem Objektiv an einer Stelle 16 MP als mögliche Auflösung bescheinigt. Das wären 3266 Linien / Bildhöhe (3266*4899). An anderer Stelle hatte ich gelesen, in der Bildmitte bei mittlerem Zoom erreicht es 110 LP/mm. Das wären auf die Bildhöhe 3476 Linien. Damit könnte es bis zu 18 MP auflösen. Nach DxOMark löst es aber nur 8 MP auf. Aber da stand zum Glück mit deren Messung beurteilt auch das Pancake-Objektiv (16-50) mit 6 MP drin, so dass ich auch einen Vergleich bei gleicher Methode hatte.

 

Ich denke mal, da wird bei diesen Angaben DxOMark die einzige Stelle gewesen sein, bei der die 50% Kontrast mit berücksichtigt wurden und wohl auch der Auflösungs-Abfall nach außen hin. Anders ist dieser drastisch andere Wert gegenüber anderen Testangaben nicht zu verstehen.

 

Entscheidender waren daher für mich Bilder, die in 100%-Auflösung abrufbar waren. Auf vergleichbare Messmethoden bei unterschiedlichen Internetseiten und bei Warentest, Chip, Computerbild und ähnlichen "Fachleuten für Fotografie", die da auch mitmischen, kann man sich definitiv nicht verlassen. Jeder gibt die Auflösung nach anderen Maßstäben an. 

 

Wegen dieser nicht vergleichbaren Ergebnisse der vielen Tests sind die Praxisberichte der Praktiker umso wichtiger. Dem entsprechend möchte ich hier auch mal ein ausdrücklichen Dank an den TO dieses Threads, Phillip richten, der hier zum Vario-Tessar 4/16-70 und in seinem Blog zu weitern wichtigen Themen den Suchenden doch sehr viel Hilfe leistet. 


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#397 leicanik

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 20:23 Uhr

Wegen dieser nicht vergleichbaren Ergebnisse der vielen Tests sind die Praxisberichte der Praktiker umso wichtiger. 

 

Das spricht mir aus dem Herzen. Es ist halt doch was dran an dem alten Spruch: "Wer viel misst, misst Mist" ;)


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#398 nightstalker

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Geschrieben 22. Februar 2017 - 23:43 Uhr

Es kommt auch darauf an, wie man die Auflösung mittelt ... der eine misst in der Mitte und lässt ein wenig Rand einfliessen, der andere mittelt einfach ... und viele Zwischenstufen.

 

Genau wie die Dynamikangaben, und die Rauschangaben, kann man die Auflösungsangaben nur auf jeweils einer Seite vergleichen.

 

 

Das Kitobjektiv ist übrigens bei den kürzeren Brennweiten mittig sehr scharf ... ich hatte es damals, als es rauskam auf einer Hausmesse probiert und es mir dann recht schnell gekauft, ich mag seine Bildanmutung, auch wenn ich mir für Backsteinmauern wohl doch ein anderes Objektiv wünschen würde ;)


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