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Tests & Erfahrungsberichte In dieser Rubrik veröffentlichen wir eigene Test- und Erfahrungsberichte aus der Welt der spiegellosen Systemkameras.

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Alt 06.03.2009, 20:52   #1 (permalink)
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Benutzerbild von jmschuh
 
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Beiträge: 1.376
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Standard Erfahrungsbericht: Tischstative

Hier ein weiterer Erfahrungsbericht von unserem Stativ- und Kugelkopf-Spezialisten WinSoft!

Diesmal das Thema "Tischstative"



Vorgestellt werden 5 Ganzmetall-Tischstative von Leica, Minolta, Polaroid, Hakuba und Kodak.

Leica Kleinstativ 14*100, 188 g, kein integrierter Kugelkopf
+ robust, kein Beinanschlag, daher auch auf schmalsten Gesimsen aufstellbar
teuer, € 100.-, Kugelkopf muss extra besorgt werden

Minolta, 344 g, integrierter Kugelkopf
+ robust, Beinanschlag
nicht mehr lieferbar, wurde bei eBay in 01/09 mit € 70.- gehandelt

Polaroid, 384 g, integrierter Kugelkopf
+ robust, Beinanschlag, recht guter Kugelkopf
- nicht mehr lieferbar

Hakuba, 370 g, integrierter Kugelkopf
+ robust, Beinanschlag
nicht mehr lieferbar, neu ca. € 25.-

Kodak, 260 g, integrierter Kugelkopf, ähnlich Dörr
+ mäßig robust, Beinanschlag
Original nicht mehr lieferbar, Kugelkopf schwach, Stativ bei Belastung etwas nachgiebig, neu ab € 9.- bei Amazon

Alle Tischstative weisen an den metallenen Beinenden Schutzkappen aus Kunststoff auf. Damit verkratzen sie die Unterlagen nicht. Dank ihres geringen Gewichts und der Zusammenlegbarkeit finden die Tischstative immer noch Platz in der Fototasche, im Rucksack oder sogar in der Hosentasche.

Ein solches Tischstativ eignet sich nicht nur für Langzeitbelichtungen oder Nahaufnahmen auf Tischen, Mauervorsprüngen, Felsen, Autodächern, Balkonen, Holzstößen oder liegenden Baumstämmen gut. Man kann es auch vor die eigene Brust drücken und hat damit eine ruhigere Auslösehand.

Drückt man es kräftig an senkrechte Mauern, Säulen, Bäume, sind damit auch Nachtaufnahmen über mehrere Sekunden möglich. Dabei sollte man nicht auf die Kamera drücken, sondern auf die Stativbeine, um Verwacklungen/Verschiebungen auszuschließen. Mit Selbstauslöser hat man beide Hände zum Drücken frei. Während der Langzeitbelichtung Atem anhalten!

Alle oben genannten Tischstative mit integriertem Kugelkopf können nur sehr leichtes Equipment zuverlässig klemmen. Andererseits vertragen sie dank der Ganzmetallausführung in der Vertikalen Belastungen bis 5-10 kg ohne deutlich nachzugeben. Lediglich Kodak gibt stärker nach und kann sich bei noch höherer Belastung sogar verbiegen.

Eine Sonderstellung nimmt das Leica-Tischstativ ein, weil es keinen Beinanschlag und keinen Kugelkopf besitzt. Durch den fehlenden Beinanschlag ist man bei sehr schmalen Aufstellungen flexibler als mit Beinanschlag. Und beim Kugelkopf hat man die freie Wahl mit stabilen Kugelköpfen, die auch mittelschweres Equipment sicher klemmen können.



Tischstativ Hakuba:

Tischstativ-Hakuba.jpg




Tischstativ Kodak:

Tischstativ-Kodak.jpg




Tischstativ Leitz mit kleinem Kugelkopf:

LeitzTischstativMitKleinemKugelkopf.jpg




Tischstativ Minolta:

Tischstativ-Minolta.jpg




Tischstativ Polaroid:

Tischstativ-Polaroid.jpg


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Alt 06.03.2009, 20:53   #2 (permalink)
Administrator
 
Benutzerbild von jmschuh
 
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Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Und das Tischstativ von Leica:


Tischstativ-Leica.jpg


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Alt 06.03.2009, 21:00   #3 (permalink)
user352
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Beiträge: n/a
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Danke fürs Einstellen!
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Alt 06.03.2009, 22:31   #4 (permalink)
DonalDuc
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Noooooch ein Tischstativ - passt in jede Tasche/Täschchen, geeignet für Pocketkameras, hält aber locker auch eine DSLR aus

http://666kb.com/i/b6zktxgbrpi4cyat3.jpg
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Alt 11.03.2009, 18:27   #5 (permalink)
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Benutzerbild von charlyR
 
Registriert seit: 01.02.2009
Beiträge: 1.670
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Vor Jahren fand ich dieses schöne Minox-Tischstativ auf einem Fotoflohmarkt:





alle Teile (incl. Dahtauslöser!) ineinandergesteckt (Bild 1 + 2)
Paßt mit 20cm Länge und ca. 120g in jede (Foto-)Tasche
Kleiner Kugelkopf eingebaut - mit einer Münze wird der dicke/äußere Fuss festgedreht (Bild 3): alles ist stabil fixiert!

Hält locker die G1, funktionierte auch mit der OM4Ti mit Objektiven bis 100 mm immer problemlos.
Darüber nehme ich aber doch lieber etwas Größeres: für's leichte Wandergepäck ein Silk Sprint mini GM:
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] .
Wenn man nur den 1. Auszug nutzt, ist es richtig stabil, für die G1 mit den beiden Zooms reicht es dicke.

Mit dem leichten kompakten G1-Set werde ich wohl mein mein richtig großes Stativ nur noch für die Tierbeobachtung mit dem Spektiv brauchen:

G1 - DIE NEUE LEICHTIGKEIT DES (Fotografen-) SEINS!

Geändert von charlyR (11.03.2009 um 19:04 Uhr)
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Alt 12.03.2009, 20:26   #6 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Olybold
 
Registriert seit: 18.12.2008
Beiträge: 2.082
Bilder editieren: Nein
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Ich stelle mal ein Eigenbau-Tischstativ vor, das vielleicht als Anregung für einen Nachbau dienen kann. Ursprünglich war es als Kopf eines sehr stabilen Dreibeinstatives gedacht, das jedoch wegen seiner Sperrigkeit nie so richtig eingesetzt wurde. Schließlich entstand daraus ein stationäres Tischstativ. Es ist eigentlich ein Schlitten, der auf Kufen mit verstellbaren Belegen (weiches Gummi, hartes Gummi, weicher Filz, harter Filz) auf einer glatten Tischplatte aufgestellt bzw. leicht vor und zurück geschoben werden kann. Letzteres ist bei Makroaufnahmen (unter Studiobedingungen) ideal, weil so der Schärfepunkt gut "angefahren" werden kann.


P3120978_Tischstativ.jpg

Das nächste Bild zeigt beispielhaft einen Einsatz des Tischstativs bei Zeitrafferaufnahmen von Blüten mit einer Super-8-Kamera in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Gut zu sehen ist die Trennung der Objektebene von der Tischplatte. Die Holzplatte mit der Blüte ist auf der durch das Loch in der Tischplatte gesteckten Mittelsäule eines auf dem Fußboden stehenden Stativs befestigt. Erschütterungen beim Hantieren an der Kamera übertragen sich so nicht von der Tischplatte auf das empfindliche Motiv.


P3123566_Zeitraffer.jpg
__________________
Gruß Thomas
Olybold ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2009, 01:02   #7 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 28.01.2009
Ort: Huntsville, AL, USA
Beiträge: 34
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Dieses nette Teil habe ich vor ca. 31 Jahren erworben, kann als "Schraubklemme" an Stuhllehnen o. ä. geklemmt werden, die dünnen Beinchen kann man abschrauben und in dem Teil verstauen. Ich weiss nicht, ob es etwas Vergleichbares heute noch gibt.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Hama tripod.jpg (85,6 KB, 1456x aufgerufen)
Bamamike ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2009, 17:46   #8 (permalink)
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 30.03.2009
Beiträge: 2
Standard zu: Erfahrungsbericht: Tischstative

Erst einmal vielen Dank an Winsoft für den Erfahrungsbericht über Tischstative.

(Danach ein freundliches Hallo ins Forum.)

Ich besitze ein Minolta Tischstativ, und habe mir aufgrund des Berichtes ein weiteres zugelegt, das sich als Hakuba herausgestellt hat.

Ein paar Dinge würde ich ergänzen:

1) Den - bemängelten - Beinanschlag beim Minolta Tischstativ kann man, wenn es einen stört, ganz einfach entfernen. Dafür braucht man lediglich durch Abdrehen der unteren Feststellschraube die Beine abnehmen, und aus dem gewünschten Segment eine Schlitzschraube herausdrehen, deren Kopf als Anschlag fungiert.
Beim Hakuba müßte man zerlegen und zur Feile greifen, möglich wäre es auch.

2) Die Kugelköpfe der beiden Stative sind zwei Welten!
Der Minolta-Kopf hat oben einen rundum geschlossenen Kragen und hält für die Größe "bombig" zumindest eine 1300 g-Kombo in jeder Position, und das dürfte m.E. dauerhaft der Fall sein. Mehr habe ich noch nicht probiert. (Die Vibrationsanfälligkeit steht natürlich auf einem anderen Blatt.)
Im Gegensatz dazu besteht der Hakuba-Kopf aus zwei separaten Spritzguss-Schalen mit senkrechter Naht. Zwischen den beiden Schalen klemmt oben die Kugel, darunter befndet sich die Klemmung... und die Schalen können sich unwiderruflich verformen, wenn zu stark festgezogen wird. Danach hält der Kopf dann fast gar nicht mehr.
Dieser Qualitätsunterschied in der Konstruktion ist so massiv, daß das Minolta m.E. die Bemerkung "sehr guter Kopf" unbedingt verdient - das Hakuba kann man durch unachtsames Festziehen in "Schrott" verwandeln (oder mit einem neuen Kopf tunen).

3) Nach dem Zerlegen beider Stative kennt man den Unterschied zwischen "schlicht-solider Konstruktion" (Minolta) und "Ansammlung von vielen Teilen" (Hakuba).
Man sehe sich nur einmal den Durchmesser der verdeckten Mittelachse an, auf der die Beine drehen: eine verchromte 10mm Hohlachse mit 6mm-Gewindemittelbohrung beim Minolta, eine schwächliche Gewindestange von vielleicht 6mm beim Hakuba. Dazu beim Hakuba jede Menge Plastikabdeckungen, Schräubchen, Druckfedern, Unterlagscheiben, Stopmuttern etc., die für Funktion, Stabilität oder Wartung keinerlei positive Auswirkungen haben - eher im Gegenteil.

Mein Fazit: Der ursprüngliche Neupreis beider Stative steht in direkter Relation zur Qualität. Jedenfalls gehören die beiden nicht in die selbe Liga.

Gruß, Boris

Geändert von BKue (30.03.2009 um 17:48 Uhr)
BKue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2009, 18:03   #9 (permalink)
user352
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Beiträge: n/a
Standard AW: zu: Erfahrungsbericht: Tischstative

Zitat:
Zitat von BKue Beitrag anzeigen
Ein paar Dinge würde ich ergänzen:

1) Den - bemängelten - Beinanschlag beim Minolta Tischstativ kann man, wenn es einen stört, ganz einfach entfernen. Dafür braucht man lediglich durch Abdrehen der unteren Feststellschraube die Beine abnehmen, und aus dem gewünschten Segment eine Schlitzschraube herausdrehen, deren Kopf als Anschlag fungiert.
Beim Hakuba müßte man zerlegen und zur Feile greifen, möglich wäre es auch.

2) Die Kugelköpfe der beiden Stative sind zwei Welten!
Der Minolta-Kopf hat oben einen rundum geschlossenen Kragen und hält für die Größe "bombig" zumindest eine 1300 g-Kombo in jeder Position, und das dürfte m.E. dauerhaft der Fall sein. Mehr habe ich noch nicht probiert. (Die Vibrationsanfälligkeit steht natürlich auf einem anderen Blatt.)
Im Gegensatz dazu besteht der Hakuba-Kopf aus zwei separaten Spritzguss-Schalen mit senkrechter Naht. Zwischen den beiden Schalen klemmt oben die Kugel, darunter befndet sich die Klemmung... und die Schalen können sich unwiderruflich verformen, wenn zu stark festgezogen wird. Danach hält der Kopf dann fast gar nicht mehr.
Dieser Qualitätsunterschied in der Konstruktion ist so massiv, daß das Minolta m.E. die Bemerkung "sehr guter Kopf" unbedingt verdient - das Hakuba kann man durch unachtsames Festziehen in "Schrott" verwandeln (oder mit einem neuen Kopf tunen).

3) Nach dem Zerlegen beider Stative kennt man den Unterschied zwischen "schlicht-solider Konstruktion" (Minolta) und "Ansammlung von vielen Teilen" (Hakuba).
Man sehe sich nur einmal den Durchmesser der verdeckten Mittelachse an, auf der die Beine drehen: eine verchromte 10mm Hohlachse mit 6mm-Gewindemittelbohrung beim Minolta, eine schwächliche Gewindestange von vielleicht 6mm beim Hakuba. Dazu beim Hakuba jede Menge Plastikabdeckungen, Schräubchen, Druckfedern, Unterlagscheiben, Stopmuttern etc., die für Funktion, Stabilität oder Wartung keinerlei positive Auswirkungen haben - eher im Gegenteil.

Mein Fazit: Der ursprüngliche Neupreis beider Stative steht in direkter Relation zur Qualität. Jedenfalls gehören die beiden nicht in die selbe Liga.
Vielen Dank für die Ergänzung!

Noch plundriger ist das Kodak-Tischstativ...
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Alt 30.03.2009, 18:11   #10 (permalink)
user352
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Beiträge: n/a
Standard AW: Erfahrungsbericht: Tischstative

Zitat:
Zitat von Bamamike Beitrag anzeigen
Dieses nette Teil habe ich vor ca. 31 Jahren erworben, kann als "Schraubklemme" an Stuhllehnen o. ä. geklemmt werden, die dünnen Beinchen kann man abschrauben und in dem Teil verstauen. Ich weiss nicht, ob es etwas Vergleichbares heute noch gibt.
Es gab... Habe es aber noch...

Von Linhof oder Novoflex (weiß ich nicht mehr genau) für 3/8"-Geräte
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Foto-Schraubzwinge-960.jpg (200,0 KB, 1440x aufgerufen)
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