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| Systemübergreifende Technikdiskussionen & Objektivadaptierung Hier wird über technische Belange diskutiert, die sich nicht einem einzelnen Hersteller zuordnen lassen und über das allseits beliebte Adaptieren von Fremdoptiken an spiegellose Systemkameras. |
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#81 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 13.07.2010
Beiträge: 127
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
![]() Aber: mach Dich doch bitte nicht kleiner als Du bist! Und lass doch einfach die spätere Menschheit entscheiden, was sie für ansehenswert hält. Hast Du jemals die strahlenden Gesichter von Archäologen beobachtet, wenn sie in die glückliche Lage versetzt waren, jahrhundertealte Abfallgruben auszuräumen? Oder: Vielleicht sind durch Zufälle oder vorausschauenden Umgang der nachfolgenden Hüter Deiner Digitalfotos Deine Bilder die einzigen Überlieferungen irgendwelcher Details die wir als zu nebensächlich gar nicht wahrnehmen.
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#82 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 14.02.2010
Beiträge: 2.846
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Zitat:
wenn ich persönlich dabei sein könnte, wenn nach Jahrhunderten Archäologen meine Bilder entdecken würden - hoffentlich nicht in Abfallgruben - das wäre eine attraktive Langzeitperspektive (für mich)... Aber mal ganz nahe, persönlich und zeitbezogen: Ich habe vor 2 Jahren den Lebkuchenkarton meines Schwiegervaters voller Papierbilder gescannt. Und selbst bei recht großer familiärer Nähe sind die Bilder für mich persönlich nur sehr eingeschränkt wiederholt sehenswert... Und so wirken meine Fotos sicherlich auch auf andere, mit zunehmender persönlicher Distanz nimmt die Relevanz ab ... Norbert hat recht, nicht alles ist - sehr langfristig - bewahrenswert, meint immodoc!
__________________
Leica M9, Olympus Pens, SONY NEXen(3+5N). Fuji, Ernst Leitz, Leica, Carl Zeiss Jena, Zeiss, Voigtländer, Minolta, Nikon, Panasonic, TOKINA Objektive, Adapter, u.v.m.... (alle Geräte ohne Sponsor erworben) |
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#83 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 19.11.2009
Ort: Sachsen
Beiträge: 76
Bilder editieren: Ja
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Abend,
Hab grad diese Diskussion entdeckt. Ich frage mich schon seit langem, wieso die Hersteller chemische Filme dieses Geschäft verschlafen haben? Es müssen ja keine 500 Jahre sein aber 60 bis 70 sind schon sinnvoll. Ich sehe gerade viele Freunde und Bekannte die ihre Kinder Fotografieren und Filmen. Diese Bilder werden erst im Rentenalter wieder richtig interessant. Aber bis dahin kümmert man sich doch eher wenig darum (Dachboden 40x Sommer und Winter). Ich meine selbst bei hochwertige Festplatten kann es vorkommen, dass die Teile von heut auf morgen nicht mehr mit einem reden... Naja und in 40 Jahren bekommt man die Teile kaum noch angesteckt. Solche Probleme hatten Negative nicht, sofern bei der Entwicklung nicht geschlampt wurde hatte man ca. 100 Jahre Ruhe. Gruß Knarf |
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#84 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 14.02.2010
Beiträge: 2.846
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Zitat:
für viele stellt sich einfach die Frage, wie man bei all dem digitalen Fortschritt sicherstellen kann, daß man seine Fotos genauso lange betrachten kann wie ganz schlichte Papierbilder oder Dias. Ich habe fast 40 Jahre alte Dias, die noch heute so sind wie damals. Papierbilder aus dieser Zeit hatten damals recht grausige Farben, die sie weitgehend bewahrt haben bis heute. Aber immerhin, man kann sie noch ansehen. Um das mit digitalen Bildern zu erreichen, muß man recht großen Aufwand treiben, wie hier im Thread diskutiert. Dennoch, analog ist für mich gelaufen, meint immodoc!
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#85 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 06.02.2009
Beiträge: 147
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Ich habe seit vielen Jahrn beruflich mit dem Thema Archivsicherheit zu tun und mich verschiedentlich dazu auch umfangreich geäußert. Nur so viel:
Alle optischen Medien (DVD, CD, Film) sind für den Privaten schlichtweg ungeeignet! Es ist ein Gerücht, dass man diese nur sachgerecht lagern müsste. Die CDs und DVDs haben ihre Probleme durch die Verbindung verschiedenster Schichten, die sich stets lösen werden. Bez. des Films gibt es nur Einfrieren als länger sichere Methode. Private können nur halbwegs zuverlässig auf Festplatten (oder Flash-Medien) sichern. Ausfällen kann man durch mindestens 2 identischen Backups (eines an einem anderen Lagerort, will sagen: anderen Gebäude) ausreichend sicher begegnen. Bez. der privaten Archivsicherheit gibt es aber auch noch ganz andere Probleme: Den wechselnden technischen Standards kann man durch Umkopieren relativ gut begegnen, macht eben nur Arbeit. Ich schleppe schon seit Großrechner-Zeiten unzählige Fotos und Dokumente elektronisch mit, kopiert und evtl. konvertiert. Geht aber. Ein viel zu oft unbeachtetes Problem ist dabei vor allem die Komprimierung. JPEG und andere mit Komprimierung sind als langfristig Medium schlichtweg undenkbar. RAW ebenso, denn es besteht die Gefahr des Verlustes der Auslese-Infos. Davon muss man die Finger lassen! Nur unkomprimiertes TIFF ist im Home-Bereich geignet. Ich warne auch immer - meist leider vergeblich - vor der Verwendung von Datenbank-gestützten DAM-Systemen. Die können nicht zuverlässig sein da vor allem die virtuelle Verbindung von File und Daten (wenn es denn wenigstens so wäre, manche importieren ja sogar in ein eigenes propritäres Format) sehr bedenklich weil u.U. instabil und fehlerträchtig ist. Außerdem müssen diese Datenbank-Infos auch noch in das Backup einbezogen werden, eine weitere Fehlerquelle. Alle Infos gehören in das zu File, genauer: in die Metadaten. Diese sind zwar auch nicht wirklich zukunftssicher, wohl aber ihre Konvertierbarkeit. Tipp: Druckfarben sind relativ wenig anfällig, Fotobücher sind eine gute Archivmethode! Das ist alles nicht unwichtig! Schon für den persönlichen Bereich, denn es sollte ein Informations-Medium für nachfolgende Generationen unbedingt bewahrt bleiben. Wir wissen nicht, wer wir sind, wenn wir nicht wissen, wo wir herkommen. Briefe oder Tagebücher schreiben wir schon nicht mehr. Unsere Blogs oder Facebook-Accounts verschwinden im Internet-Nirwana - lasst uns wenigstens unsere Fotos retten!!! Das Thema hat auch eine hohe gesellschaftliche Relevanz: Die Experten sind sich absolut einig, dass die Informationsgesellschaft heutiger Genese deutlich weniger Spuren hinterlassen wird, als die meisten Generationen zuvor - eben weil sich keiner kümmert. Und das Wissen um das "Woher" ist auch gesellschaftlich von höchster Bedeutung. Unsere Alltagsfotos sind wertvoll! Einmal, weil sie viel erzählen können und zum anderen, weil nur sehr wenige aus unserer Zeit überleben werden. Die hier zitierte Wertlosigkeit der Millionen Digitalfotos stimmt eben nicht! Es bleiben nach Expertenmeinung davon viel weniger übrig, als aus den analogen Zeiten des Beginns der Fotografie. Traurig, aber wohl unvermeidbar. Deshalb ein letzer Tipp: Bevor man den Rechner ausschaltet (hat früher wohl geheißen: den Löffel abgibt) eine Auswahl der besten Bilder (mit guter Verschlagwortung in den Metadaten) an das nächste Stadtarchiv zu geben, ist keiner verrückte Idee, sondern dort hoch willkommen. Ach so: Die im WDR beschriebenen Methoden der profesionellen Archivierung sind seit Jahren weltweiter Standard... Bitte. liebe Kollegen, nehmt das wenigstens etwas ernster als es in der Regel der Fall ist... Edit: Eine kleine Geschichte: Mein Vater, Jahrgang 1912, hat mir nie viel erzählen können über sein bewegtes Leben, das war keine akzeptierte Männer-Rolle für diese Generationen. Leider, denn ich hätte gerne mehr über ihn gewusst, weil ich natürlich dann auch mehr über mich wüsste, der von ihm stark geprägt wurde. Aber: Nach seinem Tod fand ich zahlreiche Fotos, die ich sorgfältig digitalisiert und so gut es geht geordnet habe. Nun gut, mir als Historiker fiel es dann nicht so schwer, mir diese Bilder genau anzusehen, oder besser zu "lesen". Und sie haben mir sooo viel erzählen können, mehr als Vater es selber je gekonnt hätte. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar.... Geändert von Zitterhuck (14.09.2010 um 22:59 Uhr) |
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#86 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Frankfurt (Main)
Beiträge: 7.299
Bilder editieren: Ja
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Hallo Zitterhuck,
herzlichen Dank für diesen sehr persönlichen und fachlich begründeten Aufruf, das gibt zu denken ![]() Viele Grüße, leicanik |
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#87 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.09.2009
Ort: Helsinki
Beiträge: 1.425
Bilder editieren: Ja
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Kannst du da eine Fotoverwaltungssoftware empfehlen?
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GF1 . LVF1 . 20/1,7 . 14-140/4,0-5,8 . 100-300/4,0-5,6 . mecablitz 50 AF-1 . RS16 PRO - ART . BH-30 LR II |
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#88 (permalink) | |
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Premium Mitglied
Registriert seit: 19.01.2009
Beiträge: 2.638
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
Wer mit (professionellen) Archiven zu tun hat, weiss wie nützlich das Internet zum Auffinden von Informationen ist, aber auch wie vergänglich und flüchtig. Und selbst was in professionell geleiteten Archiven aufbewahrt wird, ist nicht vor Zerstörung geschützt. Dazu bedarf es noch nicht einmal der Kriegseinwirkungen (siehe Darmstadt), oder eines Leinehochwassers (siehe Hannover), da reicht schon mal ein U-Bahnbau (siehe Köln) oder die Entsorgung "unwichtiger" Unterlagen und Bücher aufgrund von Platzmangel, von Pilzbefall etc. wegen unsachgemäßer Lagerung ganz zu schweigen. Um so kostbarer sind die dann glücklicherweise erhaltenen und in Auktionen zum Teil hoch gehandelten Einzelstücke.
__________________
LG Joachim Es giebt keinen Umweg: entweder man mus das Herz haben, die Wahrheit zu sagen, oder klug genug seyn, zu schweigen. aus: Das graue Ungeheuer, Wekhrlin, Bd. 2 April 1784 |
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#89 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 06.02.2009
Beiträge: 147
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Das ist leider ein sehr schwieriges Kapitel, denn obwohl ein dringlicher Bedarf besteht - das ist eines der Themen in den Foren mit den meisten Kontroversen - gibt es keine allumfassende Lösung.
Was sollte ein DAM können - oder auch: nicht können?
Am besten ist nach diesen Kriterien Adobes Bridge geeignet, den Thesaurus muss man leider selber aufbauen. Sie führt aber keine Datenbank-Files mit sich, nur Vorschauen, die leicht neu generiert werden können. Metadaten werden sehr zuverlässig behandelt, und - sehr wichtig - es können hierarchische Stichworte vergeben werden, wo auch das Trennzeichen anpassbar ist. Die Suche erfolgt besonders leicht in den einzelnen Ordnern und auch Ordner übergreifend durch die Sammlungen, die ebenfalls leicht neu generierbar sind. Allerdings: Kein System funktioniert wirklich gut, ohne ein wohl überlegtes Ordnersystem und aussagekräftige Dateinamen auf OS-Ebene. Das Gute daran ist, dass:
Ich rate daher, diese erste Ordnungsebene geografisch geordnet anzulegen, weil dieses relativ intuitiv benutzt werden kann: Ich weiß wahrscheinlich noch wo, aber meistens nicht mehr: wann. Bei mir gibt es also ein System wie Europa/Deutschland/NRW/Stadt/Ortsteil und darin liegen Files wie "Gebäude JJJJ-MM-TT xxx.tif" Die Fragen nach dem Wer? Wann? Was? etc. wird dann über die Verschlagwortung, EXIFs abgedeckt. Die geografischen Infos werden zusätzlich auch über die Metadaten abgedeckt, denn alle Fotos erhalten Geotags. Ich verwalte Fotos in siebenstelliger Zahl auf diese Weise, ohne jemals durch allfällige Crashs in Verlegenheit gekommen zu sein.... Geändert von Zitterhuck (15.09.2010 um 11:43 Uhr) |
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#90 (permalink) |
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Gast
Beiträge: n/a
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Wir waren >100 Jahre gesetzlich dazu angehalten Geschäftsunterlagen, Gutachten, Negative etc. zu archivieren.
Mit Einführung von PCs habe wir immer mit min. 2 PCs + 2 ext. Festplatten gearbeitet. Eine Archivierung auf Diskette, CD, DVD etc. haben wir dauerhaft nie vorgenommen. Privat habe ich u.a. einen PC mit 2 ext. Festplatten, der ausschließlich zur Archivierung von Fotos dient und auch nicht ans Internet angeschlossen ist. Das 3 Festplatten gleichzeitig defekt gehen ist so gut wie ausgeschlossen. Von den Kassandrarufen, das in xx Jahren bestimmte Systeme nicht mehr funktionieren halte ich überhaupt nichts, da alle massentauglichen Systeme im analogen/digitalen Foto + Film + PC - Bereich nach wie vor funktionieren. Geändert von wipeout (15.09.2010 um 11:53 Uhr) |
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