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| Systemübergreifende Technikdiskussionen & Objektivadaptierung Hier wird über technische Belange diskutiert, die sich nicht einem einzelnen Hersteller zuordnen lassen und über das allseits beliebte Adaptieren von Fremdoptiken an spiegellose Systemkameras. |
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#1 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 05.05.2009
Beiträge: 395
Bilder editieren: Nein
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Hallo,
mir fällt auf, dass hier im Forum, wie anderswo, Aufnahmen mit kräftigen Farben offenbar den Geschmack des Publikums treffen. Diese werden durch entsprechende "Zugabe" bei Luminanz und Sättigung, z.T. ergänzt um Verschiebung der Farbtemperatur Richtung gelb/rot, erreicht. Ein Verfremdungseffekt, welcher die Aufnahme vom Eindruck des Motivs in natura ein Stück entfernt. Dies erfolgt im Preset der Kamera oder im Postprozess. Der Trend kommt aus der Werbung und Serien wie CSI. Durch diese "Prägung" der Wahrnehmung habe ich sowohl bei mir als auch bei nicht fotgrafierenden Freunde eine gewisse Enttäuschung in Angesicht realer Motive festgestellt, bei denen logischerweise keine entsprechende Verfremdung gegeben ist. Was denkt Ihr, haben wir es mit einer Mode zu tun oder mit einer dauerhaften Veränderung der Sehgewohnheiten? LG Fotogen
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Lumix GH1, GH2, , GX 1, 7-14, Leica DG 25, 14-140, 100-300, Zuiko 17, diverse Contaxlinsen Geändert von matadoerle (04.07.2011 um 21:28 Uhr) |
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#2 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 16.09.2009
Beiträge: 141
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Das ist mir (auch an mir selbst) auch schon aufgefallen. Ich glaube es handelt sich sowohl um eine vorübergehende Mode als auch um eine längerfristige Erweiterung des künstlerischen Spielraums, der allerdings sehr stark ins kitschige abzudriften droht.
Grundsätzlich finde ich aber die Spielerei an Farb- und Kontrastreglern nicht verboten, sondern sie bringt mir selbst auch unheimlich viel Spaß. Dass ich meine eigenen Bilder dann irgendwann selbst nicht mehr sehen mag gehört für mich aber auch dazu. |
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#3 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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ich glaube, daß der Gebrauch davon abhängt, was man betonen und darstellen will; durch die erhöhte Sättigung werden Farben strahlender und reiner, was natürlich schon in den Bereich Postkartenkitsch abdriften kann. Farbliche Kontraste werden betont, schöneres/angenehmeres Wetter suggeriert ..
.. bei manchen Bildern gehe ich allerdings auch mit der Sättigung zurück; damit versuche ich feine Strukturen zu betonen und gebe dem Bild mehr dreidimensionale Tiefe (bilde ich mir ein). Das wirkt in der Regel gleichzeitig beruhigend. Für vollkommen normal und an unsere Wahrnehmung angepaßt halte ich den leicht erhöhten Kontrast, den man sehr häufig findet. Das macht unsere Wahrnehmung in der Realität praktisch immer, sie betont Kanten um Zusammenhänge besser und schneller nachzuvollziehen. Das hat in meinen Augen nichts mit Mode zu tun, sondern eher mit dem eingeschränkten Tonwertumfang unserer Medien (ob Bildschirm oder Papier).
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Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik |
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#4 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 23.10.2009
Beiträge: 3.585
Bilder editieren: Ja
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Zitat:
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Gruß Softride ------------------------------------------------------------------------------------ GH1/2 mit 7-14, 14-140, 2,8/45 mm, 100-300 mm, LX5, Nikon Coolpix 4200 Meine Alben: http://www.systemkamera-forum.de/mem...de-albums.html |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.12.2009
Beiträge: 2.861
Bilder editieren: Ja
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Gezielte Veränderung von Kontrast und Sättigung (und auch Gamma) gehören zur Ausdrucks-Palette. Ein Beispiel eines Bildes von mir mit [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]; und eines mit [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ].
Viel bedenklicher finde ich die oft anzutreffende Erhöhung des Mitten-Kontrastes, die dann wirklich zu Bonbon-Farben führt. Um das zu vermeiden, würde ich mir wünschen Chroma- und Luminanz-Kontrast getrennt einstellen zu können. Kolja |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.03.2010
Ort: Detmold
Beiträge: 1.708
Bilder editieren: Ja
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Naja, soooo ganz neu ist das nun auch wieder nicht:
Zu Analogzeiten gab es ja noch keine Foren. Wenn es die aber gegeben hätte, dann wäre ein Krieg zwischen Fuji-Color-Nutzer und Kodak Chrome-Nutzer entbrannt. Der Kodak Chrome stellte die Aufnahmen immer farbgetreu dar. Allerdings war das nicht immer aufregend. Die Fuji-Diafilme neigten immer zu einer Betonung der Rottöne. Dadurch wirkten die Aufnahmen freundlicher und wärmer. M.E. waren die Aufnahmen nicht ganz so farbgetreu, wie beim Kodak, aber eben gefälliger. Zu Umkehrfilmzeiten konnten wir nichts an der Aufnahme ändern. Das hat sich jetzt mit der elektronischen Bildbearbeitung grundlegend geändert. Und da gilt: Jeder so, wie er oder sie es mag. Gruß Thomas
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Panasonic G1 mit Kit 14-45mm, Lumix 1.7 20mm, Panasonic-Leica 2.8/45 mm Makro-Elmarit, Canon FD 1.8 50mm, FD 1.4 50mm, FD 1.4 50mm ssc, FD 2.8 100 mm s.s.c., FD 4.0 100 mm Macro, FD 2.5 135 mm sc, FD 2.8 135 mm, FD 3.5 135 mm, FD 4.0 200 mm, FD 4.0 200 mm Macro |
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#7 (permalink) | |||
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Benutzer
Registriert seit: 05.05.2009
Beiträge: 395
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
Zitat:
Zitat:
[Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] Der Beitrag ist von der Wiki-Gemeinde mittlerweile mit eher technischem Touch ausgebaut worden. LG fotogen
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Lumix GH1, GH2, , GX 1, 7-14, Leica DG 25, 14-140, 100-300, Zuiko 17, diverse Contaxlinsen |
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.08.2010
Ort: München
Beiträge: 617
Bilder editieren: Nein
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Neben den von Haus aus etwas bunteren Standardeinstellungen mancher Systemkameras und persönlichen Vorlieben, die sich im Lauf der Zeit gelegentlich sowie abhängig von der aktuellen Stimmung auch mal verändern, spielt da sicher auch der aktuelle Bunt-Trend mit, der langsam aber sicher die entsättigten und vanillegetonten Bilder in den Medien ersetzt. Den meisten von uns ist gar nicht bewusst, dass wir uns durch die Art der Bildgestaltung, die uns tagaus tagein auf Werbeplakaten, in Zeitschriften, Werbespots, TV- und Kinofilmen vorgesetzt wird, durchaus auch beeinflussen lassen.
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................................................. www.acahaya.com ... acahaya@flickriverThe world just does not always fit conveniently into the format of a 35mm camera. W. Eugene Smith |
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#9 (permalink) | |||
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.11.2010
Beiträge: 924
Bilder editieren: Nein
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Trotzdem scheint es immer noch genug Leute zu geben die sogar reines S/W machen ![]() Zitat:
Zitat:
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#10 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 22.11.2010
Beiträge: 179
Bilder editieren: Nein
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Hallo
Ich sehe sehr wenig fern, schon allein wegen der dauernden nervigen Werbung - so wenig, dass unser alter Röhrenfernseher noch lange nicht ausgedient hat. CSI sagt mir überhaupt nichts, keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen soll. Vom Fernsehen bin ich also wenig beeinflusst. Früher wurden die Farben von den Labors mehr oder weniger genau eingestellt, der Endverbraucher konnte nichts mehr ändern, musste nehmen, was er bekam. Heute kann jeder nach Lust und Laune seine Bilder selbst nachträglich bearbeiten - und stellt dann halt das ein, was ihm gerade gefällt. Was mir aber an mir durchaus schon aufgefallen ist: Wenn ich meine RAW-Bilder in SilkyPix bearbeite und entwickle, gefällt mir das Ergebnis dann auch. Wenn ich mir aber ein paar Tage später das gleiche Bild noch einmal vornehme, kommt unter Umständen ein ganz anderes Ergebnis heraus, weil ich dann andere Einstellungen bevorzuge. Und auch dieses Bild gefällt mit dann - u.U. besser, als das erste. Erst recht unterscheidet sich das Ergebnis, wenn ich zu verschiedenen Tageszeiten (im abgedunkelten Raum) ein- und dasselbe Bild bearbeite. Warum? Vermutlich, weil sich die Empfindung, was richtig ist, mit der Tageszeit (Müdigkeit), Stimmung, Erinnerung an die Situation u.s.w. ändert. Mal bevorzuge ich eher kräftigere Farben und Kontraste, ein anderes Mal eher nicht. Die Augen sind halt keine neutralen Messgeräte. Vielleicht hängt der beobachtete Effekt also auch damit zusammen, dass die meisten Fotografen, die ihre Bilder nachbearbeiten, dieses müde am Abend tun und deshalb ein anderes Farbempfinden haben, als während der Aufnahme ausgeschlafen am Vormittag? Eistiger |
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