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#1 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
Ort: Auf der Sternwarte, Alterswil, Schweiz
Beiträge: 8
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Hallo aus der Schweiz,
bin seit einer Stunde neu hier ... schreibe mein Profil noch. Freue mich, dass es mFT Aficionados wie mich gibt. Hat jemand bereits Erfahrung mit dem Digitalisieren von alten 35 mm Filmstreifen, besonders dem Kodak Negativfilm mit seinem roten Hintergrund? Das wirkt sich nämlich komisch aus, wenn man das Negativ davon macht. Man kann nicht einfach im RGB weniger Rot geben. Ich habe mal mit meiner GH1 so 3'000 Dias digitalsiert und komme nun an die Negativfilme.Bei 4'000 x 3'000 Auflösung kommt richtig etwas Vernünftiges raus. Ich verwende dazu ein Macro-Objektiv via Adapter von Nikon (Nikkor 55 mm Macro) und das Leica 100 mm f/4 Macro. Hauptarbeit ist das Putzen der Dias, so dass man weniger Arbeit nachher hat. Habe mit dem GH1 Programm bisher nur gespielt und will mich hineinarbeiten. Ich verwende bis heute ACDSee Pro 2.5 und ab und zu Photoshop. Einige SilkyPix Features sehen gut aus.Besten Gruss! Arthur |
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#2 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 03.05.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.181
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Zitat:
Du führst Dich ja gleich mit einer kniffeligen Frage ein. ![]() Die von Dir beschriebene Rotfärbung dürfte vom Maskenfarbstoff herrühren. Ich zitiere mal aus einer Arbeit über Farbfilme: "Alle heute verwendeten Farbnegativfilme sind maskiert. Der Zweck dieser Maskierung ist die Eliminierung der Nebenfarbdichten. Genauer gesagt, werden die Nebenfarbdichten durch die Masken zu einheitlichen ausfilterbaren Farbstichen komplettiert. Die Masken entstehen selbsttätig bei der Belichtung und Entwicklung des Farbnegativfilms." Ich würde es deshalb mal mit einem manuellen Weißabgleich der GH1 an einem Negativ versuchen, das möglichst viele Grau oder Weißtöne enthält. Eventuell auch mal von Hand zusätzlich die Empfindlichkeit für Rot in der Kamera senken. Die spätere Umkehr zum Positiv in der EBV wird trotzdem schwierig bleiben, denn die Farbtemperatur bei Negativfilmen war ja nicht so eng festgelegt wie bei Diapositivmaterial.Es ist schön, daß Du zu uns gefunden hast. Bezüglich Astro habe ich nämlich auch einige Fragen .....
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Freundliche Grüße ... Diethard. |
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#3 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 05.01.2009
Beiträge: 368
Bilder editieren: Nein
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Also ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das Abfotografieren bei Dias und SW gut klappt aber bei Farbnegativen ist es bessser mit einen Scanner, da kann man den Film Typ einstellen und bekommt als Vorschau gleich das fertige Positiv zur Ansicht und von der guten Kratzerentfernung brauch man erst garnicht reden.
Frank |
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#4 (permalink) | ||||
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.12.2008
Ort: Wien
Beiträge: 1.365
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Hallo Arthur!
Zitat:
Die automatischen Farbmasken in Farbnegativfilmen sind ein Gemisch aus sehr viel Gelb, etwas Purpur und meist auch noch einem Quäntchen Blau. Wenn dir das rot erscheint, dann wirst du auch mit der weiteren Ausfilterung möglicherweise mit Problemen konfrontiert werden (Stichwort kalibrierter Monitor). Zitat:
Zitat:
Zitat:
Grundsätzlich mit RAW aufnehmen. Im RAW-Konverter (deiner Wahl) das Histogramm so justieren, daß sowohl im Bereich der Schatten als auch im Bereich der Lichter noch genug freier Platz ist (auf der Skala 0 - 255 sollte der Minimalwert nicht unter 10, der Maximalwert nicht über 240 liegen). Achtung! Im RAW-Konverter keine Farbanpassung durchführen!!! Abspeichern unbedingt als 16-Bit TIF! Bei der Nachbearbeitung (zB. in Photoshop) zuallererst mit dem negativen Bild die Lichter auf einen möglichst einheitlichen Wert - per Farbkanal- bzw. Tonwertregler - einstellen, weil das wird dann im Positiv dein Schwarzwert (und da willst du ja auch keinen Farbstich haben). Dann das Negativ zu einem Positiv wandel (mit 'Umkehren') und im Positiv wieder die - nun wirklichen - Lichter auch auf einen möglichst einheitlichen Wert einstellen. Und ganz zum Schluß engst du das Histogramm so ein, daß die Schatten gerade bei Schwarz anfangen und die Lichter gerade bei Weiß aufhören. Am besten eignet sich dazu ein Bild einer Dampflokomotive (wegen dem Schwarzwert) bei vollständig bewölkten Himmel (wegen dem Weißwert). Mit den so gefundenen Einstellwerten solltest du dann alle Bilder eines Filmes (und sogar alle Bilder eines Filmtypes) ohne Veränderung bearbeiten. Wenn das nicht klappt, dann hast du entweder keine geeignete Vorlage zum Kalibrieren verwendet (Dampflokomotive) oder bei einem der Zwischenschritte gepatzt. comp_Scan_10.jpg Ganz zum Schluß kannst du dann nach deinem persönlichen Geschmack noch an der Farbtemperatur drehen, aber wirklich als allerletzten Schritt.
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Liebe Grüße, Harald |
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#5 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
Ort: Auf der Sternwarte, Alterswil, Schweiz
Beiträge: 8
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Hallo Diethard,
bezgl. Fragen zur Astronomie - schiess los; wenn ich etwas Schlaues weiss, antworte ich gerne. Ich habe den Nikon und Minolta Scanner probiert. Neben dem Lärm, geht es einfach zu lange. Eine simple Rechnung zeigt mir, dass ich mehrere Jahre habe, um meine Filmsteifen zu digitalisieren (und die Jahre möchte ich anders nutzen). Dagegen ist die Zeit 1/30 und Nachbearbeitung relativ gering. Das mit der Kratzerbehebung geht im ACDSee mit einem Macro passabel und haut oft hin, natürlich bleibt immer ein manuelles Nacharbeiten. Ich versuche auch nicht, auf der Profi-Ebene einzelne ausgewählte Filmstreifen 100% hinzubekommen, sondern möchte mir einen Überblick der vergangenen 45 Jahre verschaffen (bin wohl schon etwas älter) um dann geeignete Exemplare 'sauber' zu digitalisieren. Apropos Rotschleier: das mit der Einstellung beim Digitalisieren werde ich versuchen und etwas herumspielen. Ich dachte nur, das weiss man sowieso, nur ich nicht. Besonders da es die Scanner bereits beinhalten. Gruss, Arthur |
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#6 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
Ort: Auf der Sternwarte, Alterswil, Schweiz
Beiträge: 8
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Hallo Harald,
das ist ja eine grossartige Darstellung! Vielen Dank, werde das gleich mal so ausprobieren. Ich wusste doch, hier sind Menschen, die so ein Problem(chen) schon lange geknackt haben! Gruss! Arthur |
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#7 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 03.05.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.181
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Zitat:
Danke für Dein freundliches Angebot. Vergleich.jpg ... bitte mal runterladen und in voller Größe anzeigen lassen. Ich habe eine Frage zu diesem Sonnenbild der NASA. (Bildmitte) Es soll dem sichtbaren Spektrum entsprechen. Warum ist es aber dann so orange-gelb, das man es eher einer Farbtemperatur von etwa 2000°K zuordnen würde? Ich habe in einer Bildbearbeitung (PSE) einen quadratischen Abschnitt des Originalbildes (Mitte) mit dem Gaußschen Weichzeichner farblich egalisiert und mit der Weißabgleichpipette auf neutral getrimmt. Alle Bildteile die heisser als der egalisierte Mittelabschnitt sind werden jetzt blau dargestellt, die kälteren rot. (Bild links) Das gleiche Verfahren auf das Gesamtbild angewandt, zeigt Zonen annähernd gleicher Temperatur. Dabei ist mir aufgefallen, daß in Richtung 10 Uhr und Diametral die Temperatur niedriger zu sein scheint, als im rechten Winkel dazu. Nach dieser langen Vorrede meine eigentliche Frage: Sind diese Temperaturunterschiede nun echt oder nur eine Folge technischer Unvollkommenheiten bei der Aufnahme?
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Freundliche Grüße ... Diethard. |
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#9 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 25.09.2009
Ort: Auf der Sternwarte, Alterswil, Schweiz
Beiträge: 8
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Hallo Losch,
besten Dank für die Mitteilung; der Weg gefällt mir sehr gut. Ich verwende auch ACDSee Pro 3 und Deine Angaben sind grossartig. Jetzt muss ich nur sehen, wie man dies automatisiert (für >4'000 Farbnegative). Problem wird sein, dass jedes Foto eine andere Abhängigkeit besitzt. Mal sehen, was man bei ACDSee dazu sagen kann, ob man einen Script bauen/starten kann, der gewisse Werte als Schwellwerte erkennt und von dort aus die Interpolation selbstständig vornehmen kann. Klingt ein wenig nach wishful thinking, aber probieren kann man es ja. Von ACDSee habe ich jedoch bisher keine Hilfestellung auf eine Anfrage erhalten. Ich stelle fest, dass je nach Zeitperiode, sprich Kamera, Objektiv und Film - und nicht zu vergessen, das Labor - die Farbveränderungen und Darstellungen in den Negativen anders gelagert sind (war bei den Dias auch schon so: Kodak hält sich je nach Labor anders / besser als Agfa und Fuji, und je nach Objektiv / Kamera kommen andere Farbunterschiede zum tragen). Arthur |
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#10 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 21.12.2009
Beiträge: 3
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Ja, du hast Recht, die Filme sind individuell einzustellen. Gut, das man in ACDSee die gefundenen Einstellungen als Voreinstellung (Preset) abspeichern kann.
Ich habe bis jetzt Presets für Agfa 200, Kodak 200, Fuji 200 und Porst 100 (kommen laufend weitere dazu) gespeichert. Wenn ich nun einen Filmtyp abfotografiert habe, kann ich einfach alle betroffenen Bilder markieren und in einem Rutsch das passende Preset (z.B. als "Fuji200" gespeichert) übertragen. ![]() Dabei stelle ich ebenfalls solche Veränderungen über die Zeit fest, die du anmerkst. Ein Agfa von 1980 ist bei mir keinesfalls identisch mit einem Agfa von 1995. Ähnliches hatte ich gleichfalls schon bei Dias festgestellt. Beste Grüße losch |
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