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#1 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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hallo thorsten
hmm...dein argument, was die rauschunterdrückung und das damit verbundene "vermatschen" angeht, so hast du wohl recht. kannst du mir in einfachen worten versuchen, zu erklären, in welchen situationen die unschärfemaske sinnvoll ist und was genau sie macht? setzt du sie bei jeder bildentwicklung ein? gruss mycle |
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#2 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
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Hallo mycle,
ich setze die Unschärfe Maske eigentlich immer dann ein, wenn ich skaliere. Also ein Bild von sagen wir ca. 3000x2000 Pixel habe und das für beispielsweise den Bildschirm oder das Forum auf beispielsweise 1200x800 Px oder ähnliches verkleinern möchte. Was macht die Unschärfe Maske? Hmm, fragen wir doch lieber was passiert, wenn wir sie nicht nutzen. Mit jeder Skalierung geht automatisch ein Schärfeverlust einher, das liegt an der Interpolation (und es sieht gräßlich aus, wenn man nicht interpoliert sondern einfach Pixel verfallen läßt). Demzufolge ergibt sich für den Betrachter der Eindruck eines weniger scharfen Bildes; ein positiver Nebeneffekt ist übrigens, daß durch die Skalierung auch das Rauschen vermindert wird. Die Unschärfe Maske erhöht nun signifikant den Kontrast an den Kanten, was den Schärfeeindruck des Betrachters erhöht (Schärfewahrnehmung ist überwiegend vom Kontrast abhängig, weniger von der Detaillierung/Auflösung). Die Unschärfe Maske betont einfach die Kanten. Wichtig ist dabei, daß man den Schwellwert so hoch setzt, daß das unerwünschte Restrauschen nicht auch betont wird. Setzt man den Schwellwert zu niedrig, wird auch das Restrauschen wieder mit betont (verstärkt). Man kann sich da von meinen Empfehlungen oben durchaus im Einzelbild oder einer Serie an die persönlich optimale Einstellung herantasten. Gruß Thorsten
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Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik |
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#3 (permalink) | |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
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Zitat:
das sehe ich genauso; deshalb gehe ich oft vom gefundenen Ideal wieder einige wenige Prozente zurück, mache also eine leichte Unterkorrektur. Für mich wirkt ein Bild ganz mies, wenn es (auch nur ganz wenig) überkorrigiert wurde .. Trotzdem ist die Perspektivkorrektur nicht "falsch", denn wir machen mit unserer Wahrnehmung ständig eine solche; eigentlich sehen wir die Welt ähnlich eines FishEye, aber unser eingebauter Eiweißrechner macht daraus ständig eine korrigierte Ansicht, begradigt gebogene Linien und sucht rechte Winkel herzustellen. Brillenträger können dir das sicherlich bestätigen; wenn man eine neue Brille bekommt wirken beispielsweise Türrahmen eine kurze Eingewöhnungszeit schief (bauchig oder eingeschnürt) - ständig wechselnd und sich verändernd, je nach Perspektive. Aber die grauen Zellen lernen relativ schnell und mühelos, die Parameter der internen Korrektur auf die veränderte Optik anzupassen. Eingebaute Automatik! So ganz nebenbei: die softwaretechnische Objektiv- und Abbildungskorrektur ist eine uralte Erfindung - von der Natur seit Jahrhunderten erprobt und optimiert! Unsere Technik dagegen lernt noch .. Gruß Thorsten
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#4 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
hallo thorsten danke für diese wichtigen infos. ich frage mich schon länger, ob es sinnvoll wäre, bei der entwicklung die tifs gleich zu skalieren. bisher war ich der überzeugung, dass beim skalieren wertvolle details verlorengehen. wie siehst du das: ich betrachte die fertig entwickelten tifs ausschliesslich auf meinem 13.3" led-laptop. also keinerlei papierausdrucke oder ähnliches. würdest du in diesem fall, die tifs skalieren oder doch besser in der ursprünglich aufgenommenen grösse belassen? gruss mycle |
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#5 (permalink) | |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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Zitat:
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Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik |
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#6 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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hallo thorsten
ich werde es gerne mal ausprobieren. vielen dank für die wertvollen tipps und nochmals respekt für deine mühe, das tutorial so professionell zu gestalten.lg mycle |
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#7 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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ich habe einmal die usm ausprobiert, kann jedoch kaum einen qualitätsgewinn zum unskalierten bild feststellen. ich frage einmal anders: ist ein optimal mit usm skaliertes tif qualitativ besser auf dem bildschirm, als ein unskaliertes, welches ich in originalgrösse belasse?
dies würde mir nur schwer einleuchten....speicherplatz und geschwindigkeit spielen bei mir keine rolle. mir geht es lediglich um die bestmögliche wiedergabe auf dem bildschirm. gruss mycle |
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#8 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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wenn du einen wirklich guten Bildschrimpräsentationsalgorithmus (was für ein Wort) benutzt, könnten die Unterschiede zu meiner Empfehlung tatsächlich gering sein .. dann brauchst du es nicht; manchmal muß man allerdings auch lernen, die betreffenden Effekte erst wahrzunehmen .. kommt mit der Zeit
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#9 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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o.k.
was mir noch aufgefallen ist: wenn ich ein raw in silkypix öffne, so ist es im 100%-modus einwandfrei, im vollbild-modus (25%) allerdings tauchen ausgefranste linien bei geometrischen objekten auf. warum ist das so? wenn ich das entwickelte bild anschliessend z.b. mit faststone (glätten eingeschaltet) betrachte, sind die ausfransungen logischerweise nicht mehr zu sehen. so muss ich die schärfe bei silkypix immer vorher schätzen, damit sie später in faststone unter berücksichtigung der glättung perfekt erscheint. gruss mycle |
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#10 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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im ersten Step stellt Silkypix die geladenen Bilder zwar skaliert - aber ohne Interpolation - dar; dann sind auch noch nicht alle Korrekturen berücksichtigt (es gibt irgendwo im Handbuch eine genaue Beschreibung, habe aber gerade den den Titel des Kapitel nicht zu greifen. Im zweiten Step, was man auch ausschalten kann, wird eine Interpolation gemacht, dann sollten die Fransen eigentlich weg sein.
Wenn ich tatsächlich mal Schärfe nachbearbeite, dann mache ich aber immer eine min. 100% Ansicht. Die Qualität bei der Entwicklung/Ausgabe kann man ja im Vorschaufenster begutachten - da natürlich auch nur bei 100% korrekt nachzuvollziehen.
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