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#1 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 03.09.2010
Ort: Schwanstetten b. Nürnberg
Beiträge: 1
Bilder editieren: Nein
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Hallo,
ich beschäftige mich mit der Fotografie erst einige Monate intensiver, bin also Einsteiger und der Meinung, das Erlernen des Wechselspiels zwischen Zeit und Blende ist ein lang andauernder Lernprozess. Die meisten Fotoamateure, so meine Erfahrung, vertreten heute die Meinung, dass alle gemachten Aufnahmen grundsätzlich über Bildbearbeitungsprogramme laufen müssen, bevor sie im wahrsten Sinn des Wortes "das Licht der Welt erblicken". Das eine technologische Entwicklung, die durch die Digitalfotografie erst nutzbar geworden ist, auch im Amateurbereich Anwendung findet, akzeptiere ich ja. Aber die Versuchung, mangelhafte Aufnahmen grundsätzlich mittels Software "zu verbessern", halte ich manchmal doch für ziemlich übertrieben. Auch als Anfänger steht man so natürlich gut da. Die gemachten Fehler bei der ursprünglichen Aufnahme erkenne ich aber eigentlich nur schwer oder garnicht. Mir wird das immer wieder bewusst, wenn ich hier manch tolle Fotos sehe, die wie selbstverständlich mit Photoshop, Gimp usw. getrimmt werden. Ohne Angaben über Blende, Belichtungszeit, Brennweite und andere Einstellungen zu erhalten, kann ich als Betrachter wohl sagen: "Schönes Bild, tolle Aufnahme", aber der Lerneffekt, gerade für mich als Anfänger, ist doch eigentlich ziemlich gering. Welche Meinung habt ihr zu diesem Thema? - LG Heggestroefer |
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#2 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 14.08.2010
Beiträge: 28
Bilder editieren: Nein
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...naja, zumindest einen Entwicklungsprozess machen ja auch die analogen Bilder alle durch, sonst können wir sie nicht sehen...
Und in diesem Entwicklungsprozess werden sie auch entscheidend beeinflusst und verändert (Art des Entwicklers, seine Temperatur, Dauer des Prozesses, beim Vergrößern abwedeln etc etc.....) Und "fair" mit einem Bild umgehen im elektronischen Bereich tut man vielleicht nur, wenn man eben diese Prozesse "nacharbeitet" und nicht mehr, also z. B. Ausschnitte macht, Weißabgleich korrigiert, etwas nachschärft, was der Filter verschluckt hat, und das sollte es vielleicht auch schon sein, dann beschränkt man sich auf "normales Entwickeln", nur eben mit dem Mittel Lightromm und Co, nicht per Plastikschale und Vergrößerer... Ein digitales Raw-File - ist ja noch kein Bild - wird soweit "entwickelt", dass der optische Eindruck des Auges/Gehirnes wieder rüberkommt, und fertig! Das wäre doch der aktuelle Weg des Entwickelns, aber natürlich sind die Grenzen hin zum Bild-Kunstwerk (dann aber nicht mehr Foto) fließend... Fazit: Wer die Einflussnahme von Photoshop und Co für sein Bild braucht und mit den Mitteln von Lightroom (nur Beispiele...) nicht klarkommt, sollte vielleicht erst Fotografieren lernen - war jetzt ziemlich hart formuliert - oder aber er macht bewusst ein Kunstwerk, aber kein "normales" Foto........ Viel Spaß bei unserem schönen Hobby weiterhin HG |
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#3 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 09.05.2010
Ort: Stuttgart
Beiträge: 11.168
Bilder editieren: Ja
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Hallo Heggestroefer,
erstmal willkommen im Forum. Wer weiß, was eine Kamera bereits während des Aufnahmeprozesses für Maßnahmen ergreift, um "dein" Foto augenfreundlich zu gestalten, nimmt die Nachbearbeitung gelassen hin. Schließlich muß auch der Kamera während der Aufnahme gesagt werden, was sie wie zu tun hat - von selbst kommt gar nix brauchbares aus der Kamera. Alleine wenn du hier im Forum die unzähligen Abhandlungen über das Thema Weißabgleich liest, verstehst du, daß im Gegensatz zu früher heute die Einflußnahme auf das Foto ungleich größer ist - egal, ob in der Kamera oder anschließend am PC. Trotzdem lass' dir gesagt sein - auch wenn ich kein alter Hase in diesem Geschäft bin, sehe ich doch, wieviele Fotos die erste Hürde beim Betrachten im PC gar nicht nehmen. Ich denke mal, daß ich selbst mit maximal 10 % meiner Fotos zufrieden bin. Aus einer richtig vermurksten Aufnahme macht auch das beste Bildbearbeitungsprogramm keinen Distelfink mehr, insofern - seh' es gelassen, es bewahrt dir die Freude am Hobby ...
__________________
.......Wolfgang the NEXer................................OLYfant .................................................. Mein Lebensmotto G-Man & Fleurograph mit µFT Equipment ......................... Wo's Plymchen gibt, da lass' dich nieder sowie allerlei "Altglas" von Leica, Cosina, .......................... böse Menschen haben keinen Flieder Konica, Minolta, Canon, Olympus und ZJ |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.08.2010
Ort: München
Beiträge: 617
Bilder editieren: Nein
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In einem Punkt gebe ich Dir recht: Nachbearbearbeitung um permanent technische Fehler auszugleichen ist mühsam und kann meist durch beherrschen des Equipments und der fotografischen Grundlagen vermieden werden.
Ansonsten muss das jeder für sich selbst entscheiden, da gibt es nichts zu werten. Bei mir kommt von JPG OOC bis extremst Nachbearbeitet alles vor und manchmal fotografiere ich sogar mit speziellen Einstellungen, die OOC bescheiden aussehen aber eine geplante Nachbearbeitung erst ermöglichen. Das führt zur Frage, was OOC eigentlich ist. Im JPG zeigt es, was die JPG Engine der Kamera kann und diese spiegelt den Geschmack des Programmierers wieder. Änderst Du die Einstellungen an Deiner Kamera (stärker gesättigt, schärfer, ....), hast Du quasi die Kamerainterne Nachbearbeitung an Deinen Geschmack angepasst. Konvertierst Du eine RAW Datei und setzt alle!!! Regler auf neutral, sieht das Bild zu 99% sch***** aus. Verwendest Du die Vorgaben für Deine Kamera, wurde nach dem Geschmack des Konverterherstellers nachbearbeitet. Verwendest Du andere Presets, kommt halt eine andere Art der Nachbearbeitung zum Tragen. Und wenn Du jedes Bild einzeln und handkonvertierst, machst Du Dir zwar eine Menge Arbeit, erreichst jedoch das bestmögliche Ergebnis, sofern Du mit dem Konverter auch umgehen kannst. So gesehen gibt es kein unbearbeitetes Bild sondern Du musst Dich nur zwischen eigener und fremder Nachbearbeitung entscheiden, wobei letztere meist schneller geht und imo für die meisten Bilder völlig ausreicht. Was die Einstellungen angeht: Die werden durch Nachbearbeitung ja nicht völlig außer Kraft gesetzt. Wenn der Fokus nicht passt, passt er nicht. Wenn die Blende zu klein oder gross gewählt wurde und dadurch die Tiefenschärfe nicht so sitzt, wie man sich das vorgestellt hat, kann man nachher wenig dran ändern. HG weichzeichnen ist nicht so einfach und einen defokussierten Bereich nachträglich in den Fokus zu bringen ist unmöglich. Habe ich die Verschlusszeit zu lange gewählt, dann zeigt sich das im Bild als Bewegungsunschärfe und/oder Verwacklung. Beides kann ich durch Bearbeitung nicht rückgängig machen. Was Dir hilft, Dich zu verbessern, sind die EXIF Angaben mit den Einstellungen der Kamera UND Info darüber, wie, was und womit bearbeitet wurde (Weissabgleich, Tonung, Schärfung, Kontraststeigerung, ....). Ob und wieviel Du Deine Bilder nachbearbeitest, entscheidest Du für Dich. Du unterliegst keinem zwang aber Du solltest auch nicht diejenigen pauschal abwerten, die aus ihren Bildern gerne das Optimum herausholen. Beide Ansätze sind OK, keiner ist besser oder schlechter. Sabine
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................................................. www.acahaya.com ... acahaya@flickriverThe world just does not always fit conveniently into the format of a 35mm camera. W. Eugene Smith |
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#5 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.09.2009
Ort: auf diesem Planeten
Beiträge: 5.367
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
Gleichzeitig der Beweis für die vorhandene (ausschließlich) Subjektivität und die nicht vorhandene Objektivität, die so gern vermutet wird.
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Grüße, Rosa Canon 600D - EFS 17-55 mm - EF 100 mm/2.8 L - EF 70-300 mm/4-5.6 L IS USM |
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#6 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 23.01.2009
Ort: Kiel
Beiträge: 447
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
Ich habe in den 80èrn und 90èrn oft im eigenen Fotolabor gestanden und auch da wurde "getrickst". Es war deutlich mühsamer, aber es wurde gemacht. |
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#7 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.09.2009
Ort: auf diesem Planeten
Beiträge: 5.367
Bilder editieren: Nein
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Zitat:
Ich stand auch im eigenen Fotolabor ... Und das "Tricksen" wird es vermutlich immer geben. Warum auch nicht?!
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Grüße, Rosa Canon 600D - EFS 17-55 mm - EF 100 mm/2.8 L - EF 70-300 mm/4-5.6 L IS USM |
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#8 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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.. es gibt einen Unterschied zwischen tricksen und tricksen, meiner Meinung nach. Aber in jedem Fall ist es legitim, aus dem vorhandenen Bildmaterial alles rausholen zu wollen .. wer das nicht will, der ist vermutlich nicht hier, oder?!
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Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik |
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 17.09.2009
Ort: auf diesem Planeten
Beiträge: 5.367
Bilder editieren: Nein
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Richtig. Ich meinte das erste
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Grüße, Rosa Canon 600D - EFS 17-55 mm - EF 100 mm/2.8 L - EF 70-300 mm/4-5.6 L IS USM |
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#10 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 168
Bilder editieren: Nein
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nun, ich bin der meinung: jedem dass, was ihm gefällt und freude bereitet. für mich persönlich habe ich eine klare position:
das fotografieren draussen, das auge für die bildkomposition und das einfangen von momenten stehen nach wie vor an erster stelle. danach darf die entwicklung der rohdaten mittels konverter erfolgen, um das maximum aus der aufnahme herauszuholen. retuschieren bzw. manipulieren mittels photoshop, gimp und co. sind für mich persönlich tabu. |
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