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Micro Four Thirds & FourThirds Zubehör Das Drum und Dran beim Fotografieren - Welches Zubehör für welchen Zweck? Vom Blitz, übers Stativ bis hin zu Software, hier wird über das reichhaltige Zubehör im Fotomarkt gesprochen

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Alt 21.02.2011, 21:38   #1 (permalink)
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Standard Stativqualität und Kabelfernauslöser

Hallo Zusammen

Ich lese seit kurzem im Forum mit, und finde es toll, das es eine solche Plattform gibt in der man vor allem viel ehrlicher beraten wird als im Fachgeschäft

Ich habe vor, mir ein Stativ für die Lumix GH1icon zu kaufen. Meinen Recherchen nach, sind diejenigen aus Karbon die geeignetesten, weil sie gleichzeitig leichter und stabiler sind und beim auslösen weniger vibrieren als welche aus Aluminium oä.

Allerdings frage Ich mich ob einem dieser Faktor egal sein kann, wenn man einen Kabel-oder Funkfernauslöser benutzt, denn wenn man die Kamera beim Abdrücken nicht berührt, sollte sie ja eigentlich auch nicht vibrieren (zumindest meiner Logik nach

So würde doch theoretisch ein preislich eher im Mittelfeld liegendes Stativ in Kombination mit einem Fernauslöser immer noch deutlich günstiger sein als ein hochwertiges Karbonobjektiv, ohne wirklich mehr zu erschüttern.

Weiß vielleicht jemand hier im Forum genauer darüber bescheid?
Würde mich freuen wenn ihr mir ggf. auch aus eigener Erfahrung berichtet der gar bestimmte Stative oder Fernauslöser empfehlen könnt.

einen lieben Gruß

Delorean
Delorean ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.02.2011, 21:41   #2 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 10.10.2009
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Warum sollte ein Karbonstativ weniger vibrieren
Ich hätte jetzt gedacht, je schwerer, desto vibrationsresistenter...
__________________
MFT und Minolta
pcb98 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2011, 22:22   #3 (permalink)
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Benutzerbild von matadoerle
 
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Beiträge: 5.895
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Hallo Delorean,
herzlich willkommen im Forum. Ich bin kein großer Stativ-Spezialist, habe aber selber mit der Kombination eines Fernauslösers und einem mittelschweren Dreibein (Soligor) gute Erfahrungen gemacht. Jedenfalls würde ich dir für die Verwendung mit Stativ auch immer zu einem Fernauslöser raten; ob der dann schnurgebunden oder infrarot oder gar funkgesteuert sein muß, könnte man sicher noch diskutieren.
Ob Karbon wirklich weniger schwingt als beispielsweise Alu kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen; da hoffe ich auf fachlichen Input der Kollegen.
Gruß Thorsten
__________________
Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik
matadoerle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2011, 23:34   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Olyanic
 
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Zitat:
Zitat von matadoerle Beitrag anzeigen
Jedenfalls würde ich dir für die Verwendung mit Stativ auch immer zu einem Fernauslöser raten; ob der dann schnurgebunden oder infrarot oder gar funkgesteuert sein muß, könnte man sicher noch diskutieren.
Es geht zur Not auch der Selbstauslöser. Unbedingt empfehlenswert ist es, bei Aufnahmen, wo es wirklich darauf ankommt, die Griffel in dem entscheidenden Moment von der Kamera wegzulassen. Zur Demonstration kann man mal den Sucher in Lupenfunktion auf dem Stativ betrachten und die Kamera von Hand bedienen. Da ist ganz schön Bewegung drin, vor allen bei längeren Brennweiten.

Besonders Sorgfältige schalten - soweit vorhanden - die Auslöseverzögerung dazu, um ihrer Meinung nach gegebene Einflüsse durch den mehr oder weniger rabiaten Verschluss zu vermeiden. Diese Verzögerung lässt sich bei der Pen z.B. ab einer 1/8 Sek. aufwärts einstellen.

Zur Schwingung von Aluminium spielt die Elastizität des Materials eine Rolle. Und die ist bei Metall höher als bei Carbon. Ob das messbare Unterschiede ergibt, keine Ahnung. Mir war der Gewichtsvorteil wichtiger. Ohnehin dürfte sich die wahre Qualität eines Stativs erst beim Außeneinsatz z.B. bei Windeinfluss sehr deutlich zeigen.
__________________
Gruß
Jürgen

"Man muss viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen." -
Théodore Jouffroy

Geändert von Olyanic (21.02.2011 um 23:39 Uhr)
Olyanic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2011, 01:26   #5 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
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Beiträge: 7.297
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Hallo Delorean,






ich will mal versuchen, ein paar grundsätzliche Antworten zu geben:
  1. Die Schwingungen entstehen nicht nur durch den Auslösefinger (wenn man keinen Fernauslöser benutzt) sondern auch durch den Verschluß, den Spiegelschlag (sofern vorhanden) und evtl. durch Wind.
  2. Ein (Kabel- oder sonstwie-) Fernauslöser ist grundsätzlich immer zu empfehlen.
  3. Allerdings: Vor Jahren hat eine Fotozeitschrift mal Tests gemacht. Dabei stellte sich heraus, daß es bei weniger stabilen Stativen u.U. besser ist, die Kamera bzw. das Stativ mit den Händen abzudämpfen, als sie den Schwingungen zu überlassen.
  4. Carbon ist steifer als Metall und schwingt daher weniger nach. Dennoch sind natürlich stabile Metallstative ebenfalls gut geeignet. Ganz hervorragend zur Schwingungsdämpfung eignet sich Eschenholz. Dazu kann man Interessantes auf der Internetseite von Berlebach lesen.
  5. Man kann das Schwingungsverhalten des Stativs ganz gut selbst feststellen: Bei ausgezogenen Stativbeinen einfach mal die Hand oben auf den Stativkopf legen und mit der anderen Hand leicht gegen ein Stativbein klopfen. Du spürst den Unterschied. Und wenn du richtig erschrecken möchtest: Kamera drauf, Tele montieren, Sucherlupe an und leicht an das Objektiv stupsen
  6. Ein guter Stativkopf ist wichtig, sonst nutzt das stabilste Stativ nichts.
  7. Es hilft extrem, die Mittelsäule nicht oder nur ganz wenig auszufahren. Bei einem leichten Stativ kann man auch die untersten Beinsegmente eingezogen lassen, dann wir das ganze ebenfalls deutlich steifer.
  8. Um dir ein Stativ empfehlen zu können, müsste man erst etwas mehr über deine Bedingungen wissen: Wie hoch ist dein Budget? Machst du auch Teleaufnahmen? Spielt das Gewicht für dich eine Rolle? Spielt das Packmaß eine Rolle? Willst du damit auch Filmen? Als reines Fotostativ benutze ich für die G1 / GH2icon ein Benro Travel Angel C 168 M8 mit Kugelkopf. Das ist aus Carbon, angenehm leicht zu tragen und m.E. ausreichend stabil für die Kamera. Allerdings lasse ich für Teleaufnahmen die Mittelsäule unten, bzw. ziehe sie nur ein klein wenig hoch, sonst wird es mir zu unruhig. Vorher hatte ich mal ein altes Gitzo Reporter aus Alu, auch noch recht kompakt, aber deutlich schwerer. Das war allerdings auch stabiler. Richtig gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten die Holzstative von Berlebach, aber die sind halt für eine GH1icon doch schon recht groß dimensioniert und auch nicht leicht. Gute Marken sind in jedem Fall Gitzo (aber teuer) und Manfrotto.
  9. Zum schnellen Einstellen beim Fotografieren finde ich einen Kugelkopf praktischer als einen 3-D-Neiger. Ist aber auch Geschmacksache. Zum Filmen braucht man eigentlich einen Neiger mit nicht zu kurzem Führungsgriff und (Fluid-)Dämpfung (für Schwenks). Für letzteres ist es auch gut, wenn das Stativ nicht zu leicht ist. Leichte Stative kann man aber auch stabilisieren, indem man unten an die Mittelsäule ein Gewicht (Rucksack, Stoffbeutel mit Steinen) hängt. Manche Mittelsäulen haben dazu sogar schon einen Haken montiert.
Gruß, leicanik

Geändert von leicanik (22.02.2011 um 01:46 Uhr)
leicanik ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.02.2011, 06:59   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Lurchi
 
Registriert seit: 09.08.2009
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Beiträge: 256
Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Der Beitrag von leicanik ist erschöpfend, sehr gut dargestellt.

Nur 3 kleine Anmerkungen hätte ich bescheiden noch zu ergänzen:

10. Hilfreich sind Stative, die unten an der Mittelsäule einen Haken haben, an dem man zusätzliches Gewicht (z.B. die Fototasche oder Einkaufsnetze mit Hinkelsteinen) anhängen kann. Das erhöht die Stabilität z.B. bei Wind draußen.

11. Klemmen sind schneller als Drehmuffen. Sind die Auszüge aber mal verdreckt z.B. durch Sand, so sind Auszüge mit Drehmuffen unterwegs leichter zu demontieren und zu reinigen.

12. Nirgendwo zittert eine Kamera schlimmer als auf einem zu dünnen oder schwachen Stativ.

Ich bin mit meinem Gitzo 2541 sehr zufrieden.

Grüße
Lurchi
__________________
Wenn Sie im Benutzerbild unter Lurchi's Arm kein hellgraues Rechteck sehen, ist Ihr Monitorbild suboptimal.
Lurchi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2011, 07:18   #7 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Stef
 
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Ich empfehle Berlebach Die sind wirklich klasse und auch nicht so empfindlich. Ich stelle meines auch regelmäßig in den Teich oder Bach (für Makros).
__________________
Grüße von Stefanie
unterwegs mit der Olympus E-P1 und der Sony A55 mit diversen Objektiven

Makrowelten
Stef ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2011, 07:55   #8 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Snowdream
 
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Beiträge: 2.216
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Zitat:
Zitat von leicanik Beitrag anzeigen
ich will mal versuchen, ein paar grundsätzliche Antworten zu geben:
Sehr schön verfasst.

Gruß, Snow
__________________
Gruß, Snow

Diverse Klick-Klacks, teils sogar mit auswechselbaren Flaschenböden!

A small selection of Snowdreams Photos @flickriver
Snowdream ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2011, 09:19   #9 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von herudu
 
Registriert seit: 22.12.2009
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Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

Zitat:
Zitat von matadoerle Beitrag anzeigen
Ob Karbon wirklich weniger schwingt als beispielsweise Alu kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen; da hoffe ich auf fachlichen Input der Kollegen.
Gruß Thorsten
Hier mal meine 2 cent zum Carbonmaterial. Carbon, Kohlefasermaterial üblicherweise vermischt mit ein paar Aramidfasern und etwas Kunstharz zum Verkleben, ist sehr viel steifer als Stahl oder Aluminium. Es ist sogar geradezu spröde. Als Angler besitze ich fast ausschließlich Angelruten aus mehr als 97% Hi-Carbon, die ich z. T. auch selbst gebaut habe. Die sind eben leichter, steifer und schwingen viel weniger als andere Materialien.
Aber, eben wegen der fehlenden Elastizität, sind sie kerbschlagempfindlich (diesen Terminus gibt's wirklich). Wenn man damit vor eine harte Kante schlägt, kann das schonmal zum Totalschaden des Rohres führen. Metall bekommt möglicherweise eine Delle, ansonsten wird der Schlag abgefedert, Carbon kann das nicht. Es empfiehlt sich also ein achtsamer Umgang mit dem Hightech-Material.
__________________
Gruß Herbert
herudu ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.02.2011, 09:27   #10 (permalink)
user8311
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Stativqualität und Kabelfernauslöser

ich selbst nutze ein gitzo basalt. dieses material ist äußerst robust und hat eine ähnliche steifigkeit wie carbon. wenn du wirklich viel geld für ein "gitzo" investieren willst, ist das eine (etwas preiswertere) alternative. entscheidend ist auch ein sehr guter stativkopf, dafür kannst du nochmal ziemlich tief in die tasche gehen. wenn du nur gelegentlich mal ein stativ nutzt stellt sich die frage, ob du dafür einen tausender locker machen willst. den bist du für ein RICHTIG gutes carbon-dreibein mit kopf und sonstigen parts schnell los...
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