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| Micro Four Thirds & FourThirds Objektive Diskussionen rund um die Objektive von Panasonic, Leica, Olympus und Sigma - Eine Vielzahl an Objektiven stehen dem FourThirds-Benutzer zur Verfügung, welches ist das Richtige für welchen Zweck? |
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#21 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 25.03.2009
Beiträge: 152
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Zitat:
Du hast das ja alles wunderschön und ausführlich erklärt - für die Vorderseite des Objektives - hier ging es aber um die Rückseite (die kommt etwas kurz bei Dir); das ändert aber nichts an den optischen Problemen, die die Adaption alter (analoger) Linsen mit sich bringt. Das fällt besonders bei lichtstarken Objektiven und Makroobjektiven auf, die oft aus dem Grunde bei Offenblende nicht verwendet werden können (Vergleich: F4 bei Novoflex-Köpfen und beim 2.0/50er ZD digital). Der Kantenkontrast nimmt deutlich ab, durch Überstrahlungen wirkt das Bild seltsam flau, ähnlich wie mit einem leichten Weichzeichnerfilter vergangener Tage. Parallel nimmt der subjektive Schärfeeindruck dann auch sichtbar ab. Es kommt zu einer Art ganz leicht verschobenen Doppelbild, im Prinzip ähnlich der geistergahften Doppelbildern, die manchmal durch Objektivfilter entstehen können. In Testsituationen, wo durch die Motivsituation und/oder Sonnenblenden die "normale" Streulichtsituation "vorne" optimiert wurde, bleibt dieses Problem trotzdem bestehen. Es hat nichts mit dem Streulichtphänomen zu tun, wie es durch vagabundierende Lichtstrahlen an der Vorderlinse verursacht wird (verstärkt z.B. durch vorgeschraubte Filter, wo es je nach Abstand von der Frontlinse zu einem Pingpongeffekt zwischen diesen beiden Linsenoberflächen kommen kann). Schon bei Analogkameras wie der OM-4 war der innere Bereich der Kamera hinter dem Objektivbajonett schwarz beschichtet; damit konnte damals die Rückreflexion Richtung Objektiv-Hinterlinse hinreichend gut kompensiert werden. Heute, wenn man Objektive mit viel zu großen Hinterlinsenflächen (daher wird das bei lichtstarken Objektiven immer schlimmer) an Digitalkameras adaptiert, wird trotzdem noch genügend Licht aus der Kamera heraus (!) nach vorn reflektiert, von dem viel zu großen Glas "eingefangen" und dann von den Kanten der Blendenlamellen in den Strahlengang reflektiert (hinzukommt, dass die Sensoroberfläche, die bei mFT-Kameras noch durch den permanent offenen Verschluss und ohne vorgelagerten Spiegel ungeschützt offen liegt, anders und mehr reflektiert als der Verschluss damaliger Filmkameras bzw. die Filmoberfläche; deshalb ist echtes TTL wie früher von der Filmoberfläche heute ja nicht mehr möglich). Dadurch erklären sich die beschriebenen Optimierungsergebnisse Leider wird es da bei Bastelarbeiten bleiben, da die Hersteller aus verständlichen Gründen da keinen Support mehr bieten werden. Ärgerlich ist es eigentlich nur im Makrobereich (heute deutlich weniger Angebot) und bei den hochlichtstarken Originallinsen wegen des hohen Preises. Bei Supertelelinsen sollte man besser soweit möglich Original-Objektive wählen, bis auf einige (auch nicht gerade billigen) Leica-Linsen ist das Ergebnis immer deutlich besser (s. Beispiele auf wrotniak.net und biofos.com) Eine Schwierigkeit sehe ich dabei auch in den verwendeten Materialien bei Selbstbaulösungen. Der Bereich Objektivhinterlinse bis Sensor sollte auch trotz Olympus-Staubrüttler absolut Partikelfrei bleiben, soweit das möglich ist - gerade in Zeiten, wo jeder seine Bilder mit 100%-Lupen betrachtet. ![]() viele Grüße Michael Lindner |
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#22 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.12.2008
Ort: Wien
Beiträge: 1.365
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Hallo Michael!
Zitat:
Sollte man da auch optimieren? L1010748_Web.jpg Viel Platz zur Optimierung sehe ich allerdings nicht. Könnte aber eine Erklärung dafür sein, daß dieses Objektiv das einizge Lichtstarke (1.4/25) ist, das für FT konstruiert worden ist.
__________________
Liebe Grüße, Harald |
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#23 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 25.03.2009
Beiträge: 152
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Hallo Harald,
natürlich nicht, da diese D-Objektive gänzlich anders konstruiert sind (anderer "Linsenschnitt", telezentrisch). Dennoch haben diese Objektive ihr Schärfeoptimum nicht bei Offenblende, sondern steigern die Werte durch Abblenden um 1-2 Stufen (auch das 2.0/50 ZD, s. Diagramme bei dpreview). Dennoch sind diese Tests nur was für Testchart-Fetischisten, am normalen Bild (one Extremvergrößerung in 30 cm Betrachtungsabstand) fällt auf, die lichtstarken Objektive (gerade die 2.0 Top-Pros von Olympus) sind voll offenblendtauglich (zumal mit leichter Kontrastanhebung in der EBV). Aber es ging ja auch um adaptierte Optiken mit Linsenrechnungen, die z.T. 20 Jahre alt sind, schon da liegt eine der Ursachen begründet (ähnliches Spiel bei Ferngläsern). viele Grüße Michael Lindner |
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#24 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 14.02.2010
Ort: München
Beiträge: 1.954
Bilder editieren: Ja
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Mein persönliches Fazit:
Der Versuch KB Objektive an MFT zu adaptieren stößt in vielen Fällen schnell an optische Grenzen. Objektive,für KB-Spiegelreflexkameras gerechnet sind im mittleren und kurzen Bereich Retrofokusobjektive.Die Nachteile dieser Konstruktion,die bei KB noch konstruktiv zu beherrschen sind,schlagen bei kleineren Sensoren voll durch. Eine Verwendung derselben an MFT befriedigt vor allem den Spieltrieb.Die erreichbare Leistung war für mich (bei 28-50mm) nie besser als das Standard Zoom.Wenn Lichtstärke das einzige Kriterium ist,mag es ja noch etwas Sinn machen. Eine Lochblende ist nur eine Krücke,die besagte Probleme u.U.etwas mildern kann. Meine 85mm und 135mm Objektive schlagen sich per Adapter hervorragend,und kein Zoom kann da mithalten.Hier handelt sich aber um telezentrische Lichtstrahlen,die fast senkrecht auf den Sensor treffen.Eine Lochblende bringt da fast keinen erkennbaren Vorteil. Anders liegt der Fall bei Objektiven für Sucherkameras.Diese weisen eine normale Konstruktion auf,und sollten per se besser zur Adaption geeignet sein.Hier wäre ein Lochblende evtl. ebenfalls nützlich um den Bildkreis und Störstrahlung zu verringern.
__________________
Grüße aus München,Jens Ich sehe,also bin ich.(frei nach...D) (GH1 mit 14-45/Oly 40-150 /versch.Altglas) |
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