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Micro Four Thirds & FourThirds Objektive Diskussionen rund um die Objektive von Panasonic, Leica, Olympus und Sigma - Eine Vielzahl an Objektiven stehen dem FourThirds-Benutzer zur Verfügung, welches ist das Richtige für welchen Zweck?

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Alt 22.11.2009, 18:15   #1 (permalink)
f64
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.11.2009
Beiträge: 2
Standard Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Mich würde interessieren, welches die optimale Blende beiMFT-Objektive ist. Ich meine damit jene Blende, bei der ich die maximale Schärfentiefe, aber auch gleichzeitig die maximale Detailschärfe erreiche. Ich vermute mal, es ist die Blende 8, vielleicht aber auch nur 5,6. Hat das schon jemand ausgetestet?
Ich selbst noch nicht, weil ich eine solche Kamera noch nicht habe.
f64 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.11.2009, 18:34   #2 (permalink)
user352
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Beiträge: n/a
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Zitat:
Zitat von f64 Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren, welches die optimale Blende beiMFT-Objektive ist. Ich meine damit jene Blende, bei der ich die maximale Schärfentiefe, aber auch gleichzeitig die maximale Detailschärfe erreiche. Ich vermute mal, es ist die Blende 8, vielleicht aber auch nur 5,6.
Entweder - oder!

Aber maximale Detailschärfe UND maximale Schärfentiefe schließen sich aus!

Die optimale "Leistung" eines Objektivs liegt bei durchschnittlichen Objektiven des Amateurmarktes bei rund 2 Blendenstufen unter der offenen Blende. Ausnahmen bilden extrem hochgezüchtete und sehr teure Objektive, die bereits bei offener Blende ihr Optimum erreichen (Leica-R APO-Teles).

Die "maximale" Schärfentiefe wird begrenzt durch die Beugung! Die unvermeidliche Beugung verursacht mit stärkerem Abblenden eine Verschlechterung des Kontrasts und der Schärfe, da Licht auch dort hingelangt, wo es rein geometrisch gar nicht hinkommen sollte.

Einige lichtschwache Objektive von Panasonic sollten also überhaupt nicht mehr abgeblendet und nur bei offener Blende benutzt werden. Das gilt z.B. für das 45-200 bei 200 mm. Ebenso das 14-140 bei 140 mm.

Diejenige Blende, bei der sich die Zunahme der Schärfentiefe und der negative Einfluss der Beugung die Waage halten, nennt man "förderliche Blende". Diese Blende ist je nach Anspruch etwas willkürlich! Sie ist auf jeden Fall nicht die optimale Blende!

Jedes Objektiv hat sein individuelles Optimum. Im Bereich von µFT der Panasonic-Objektive kann man bei etwa Blende 5.6 die für dieses Objektiv optimale Abbildungsqualität erwarten. Stärker als Blende 8 abzublenden macht im Interesse bester Abbildungsqualität wegen der sichtbar einsetzenden Beugung keinen Sinn.

Geändert von user352 (22.11.2009 um 18:37 Uhr)
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Alt 22.11.2009, 18:35   #3 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 28.06.2009
Beiträge: 267
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Mit Blende 8 liegst Du schon richtig, genau liegt die förderliche Blende wohl bei 7.
Aber das hängt nicht von den Objektiven ab, sondern von Sensorabmessungen und -struktur. Je feiner die Struktur, desto weniger ist starkes Abblenden möglich, es sei denn, man braucht große Tiefenschärfe und nimmt dafür vermindertes Auflösungsvermögen in Kauf.

MfG
telefan
telefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2009, 18:39   #4 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 28.06.2009
Beiträge: 267
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

WinSoft war schneller!
Seinen Ausführungen ist nichts mehr hinzuzufügen.

MfG
telefan
telefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.11.2009, 21:48   #5 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 25.03.2009
Beiträge: 152
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

... der Nachteil ist eben, dass man, je neuer und aktueller die Objektivkonstruktionen sind, nicht nur bei mFT einen immer schmaleren Bereich an nutzbaren Blenden für teures Geld erhält (Abblenden um Offenblendfehler des Objektivs und Schärfe zu optimieren, unterhalb der förderlichen Blende dann Unschärfen durch Beugung an den Blendenlamellen); konkret heißt das: bei einer der aktuellen mFT-Linsen nur von 8-11 !

Problematisch wird es dann z.B. im Porträtbereich der Studiofotografie. Nikon-Kamera, die nicht unter ISO 200 eingestellt werden kann, Blitzanlage schon am unteren Limit und Bilder trotz F11 immer noch überbelichtet (die Beugungsunschärfe mag dann ja bei Porträts noch als Hautschmeichler durchgehen). Dann fängt man an, die Blitzreflektoren abzuhängen (ND-Filter geht ja nicht, da der Liveview nicht schnappschusstauglich und der Sucher zu dunkel wird) ...

Gegenbeispiel: Mein 1.2/50er OMZ konnte ich an der OM-4 (natürlich Film) seinerzeit ohne (!) Probleme von F1.2 bis F22 ... einsetzen (daher auch der Preis).

Das Digitalzeitalter hat eben nicht nur Vorteile:
Kleinere Sensoren mit geringerem Freistellpotential (größerer anfänglicher Tiefenschärfe) und schmalerem nutzbaren Blendenbereich oder z.B. KB-Sensoren mit sehr geringer Schärfentiefe aber größerem Blendenbereich usw. (man vergleiche auch mal Leica S2 mit noch größerem Sensor und entsprechenden Problemen beim dann nötigen Abblenden, weil die Firmware diese ISO-Bereich noch gar nicht unterstützt). Bei den anderen Firmen bekommt man als "Ausgleich" dann dafür wieder mehr Problemen mit den Objektivfehlern, da die Korrektion jetzt wieder bis zum Linsenrand optimal sein muss ...

viele Grüße
Michael Lindner
micLindner ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 25.11.2009, 16:56   #6 (permalink)
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Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 18
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Tja, warum baut niemand einen Vollformat-Boddy mit z.B. 10 millionen Pixeln, mit einem "Universal-Adapter" für z.B. Canon, Nikon, Pentax, Minolta .

Braucht nur einen vernünftigen Sucher mit Prismensucherscheibe, Blitzsockel und Zeitautomatik.
Fokus von Hand und wir können alle unsere alten lichtstarken Objektive bis Blende 16 benutzen.

Und das ganze dann rauschfrei bis ISO 3200!
Color100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2009, 17:12   #7 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von RoDo
 
Registriert seit: 14.04.2009
Ort: Dortmund
Beiträge: 763
Bilder editieren: Ja
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Und dann kommt bei den Panasonic G 14-45 und G 45-200 Objektiven noch die Vignettierung hinzu, die bei manchen flächigen Objekten (auch der Himmel ist dann eine Fläche) schon unangenehm auffällt und zum Abschwächen mindestens zwei Blenden Abblendung (oder Nachbearbeitung mit EBV) erfordert.

Grüße ... Rolf
RoDo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.2009, 17:04   #8 (permalink)
Benutzer
 
Registriert seit: 29.06.2009
Beiträge: 38
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Blende f: 8 macht durchaus noch Sinn und da muß man die Beugung auch beim 14-140 mm "suchen gehen".
Das Problem der Beugung wird auch aus meiner Sicht ein bisschen überschätzt und zu viel diskutiert.

Bei Blende f: 16 sehe ich leichte Verluste, aber so weit Blende ich ihnehin extrem selten ab.

Ocean
Ocean ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2009, 08:05   #9 (permalink)
user352
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Zitat:
Zitat von Ocean Beitrag anzeigen
Das Problem der Beugung wird auch aus meiner Sicht ein bisschen überschätzt und zu viel diskutiert.
Nun, selbstverständlich kann man die Augen verschließen. Ob er das tatsächlich macht und die Physik einfach ignoriert, muss jeder für sich entscheiden. Dadurch lässt sich allerdings die Natur nicht foppen...

Wer mit genügend offenen Augen und mit ausreichend neugierigem Geist durch die Welt wandelt, kann den Einfluss der Beugung bequem an den veröffentlichten MTFs ablesen. Ob er dies in der fotografischen Praxis umsetzt bzw. umsetzen kann, ist wieder eine ganz andere Frage. Nur verniedlichen lassen sich diese Fakten nicht...
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Alt 01.12.2009, 09:13   #10 (permalink)
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Registriert seit: 29.06.2009
Beiträge: 38
Standard AW: Optimale Blende bei MicroFourthirds-Objektiven

Lieber Winsoft
ich verschließe weder die Augen, ignoriere keine Fakten
noch nehme ich die Physik zu wenig ernst.
Ich dencke nur, das man alles übertreiben kann.
Erst gab es scharf, dann superscharf und jetzt ne Beugungsdiskusion.
Wer seinen Photoshop beherrscht bekommt auch bei f: 16 und je nach Licht sogar bei f: 22 noch ausgezeichnete Bilddateien.

Ich lese eben keine MTFs sondern probiere alles intensiv in der Praxis aus und suche dann eine Lösung für optische, lichttechnische oder motivspezifische Probleme.
Wer natürlich größten Wert auf superscharf und knallig legt
und lieber weniger mit EBV arbeitet, der kauft besser ein lichtschwaches Objektiv und nutzt Blende f: 8 -
da gebe ich dir völlig recht.
Doch das Foto-Hobby schöpft er dann eben nie aus.
Das ist genauso wie mit lichtstarken Brennweiten, wer noch nie den Unterschied zwischen einem 1,2/85 mm und einem 1,8/85 mm gesehen hat und nicht die passenden Motive dafür fotografiert,
wird eben von der Möglichkeit keinen Gebrauch machen.
Jeder nutze seine Möglichkeiten und verwirkliche seine Vision.
Nur mit Beugung werden aus meiner Erfahrung die wenigsten Fotografen je viel Probleme bekommen...
Ocean
Ocean ist offline   Mit Zitat antworten
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