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| Micro Four Thirds & FourThirds Objektive Diskussionen rund um die Objektive von Panasonic, Leica, Olympus und Sigma - Eine Vielzahl an Objektiven stehen dem FourThirds-Benutzer zur Verfügung, welches ist das Richtige für welchen Zweck? |
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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 693
Bilder editieren: Ja
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Im entsprechenden Objektivthread haben wir ja schon besprochen, dass die unendlich Einstellung des manuellen Objektivs bei einigen nicht die höchste Schärfe liefert: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ]
Manche berichten, dass das Schärfemaximum vor der unendlich Markierung liegt. Dies kann man mit der Fokuslupe schön kontrollieren. Bei mir war sie dahinter, ich konnte nicht bis auf "echtes" unendlich drehen, große Entfernungen wirkten nie richtig scharf. Hier sind Fertigungstoleranzen des Auflagemaßes ursächlich. Daher werden ab Werk Distanzscheiben zum Ausgleich eingebracht. Ob der Hersteller hier jedes Objektiv einzeln abgleicht weiß ich nicht. Hier bietet sich nun auch für den wenig versierten Bastler eine Korrekturmöglichkeit an. Je dicker die Scheiben, desto mehr wandert der native unendlich Punkt auf dem Fokusring Richtung unendlich Markierung. Wer den Schärfepunkt also früher hat muss die Scheiben aufdicken, in meinem Fall müssen sie dünner werden. Und so geht´s: 1. Objektiv mit Frontkappe nach unten auf eine stabile Unterlage Stellen. am Bajonett sind drei kleine Kreuzschlitzschrauben angebracht, die man mit einem passenden Schraubendreher heraus dreht. Am besten macht man das mit Druck in axialer Richtung der Schraube, damit man genug Drehmoment aufbringen kann und nicht abrutscht. 2. Die Schrauben lässt man am besten in der Bohrung des Bajonettrings stecken und nimmt diesen einfach nach oben ab. Merkt euch die Position, der Ring hat keine Markierung und kann verdreht aufgesetzt werden. Unter dem Deckel kommen nun die Messing Scheibe(n) zum Vorschein. Bei mir waren es zwei: 1x 0,1mm u. 0,3mm stark (0,4mm Korrektur). 3. Ich habe die Scheiben so kombiniert, dass ich die Werte 0; 0,1; 0,3; 0,4 für Versuche nutzen konnte. Zum Verschrauben legt man den Bajonettring wieder passend zu den Schraubenlöchern auf, dank der noch darin befindlichen Schrauben findet er sich fast von selbst. Man sollte die Schrauben erst dann ganz fest anziehen, wenn das passende Korrekturmaß gefunden wurde. 4. Man suche sich ein entferntes Ziel und fokussiere per Bildschirmlupe (bei der Pen 10fach) bei Blende 8. Bei Offenblende habe ich es viel schlechter beurteilen können. Mit entfernten Scheiben (Maß 0mm) hatte ich bereits bei Markierung 0,25m das Schärfemaximum erreicht, das war also zu viel des Guten. Perfekt waren 0,3mm (0,1mm Scheibe entfernt), was genau das Quäntchen Schärfe brachte, das mir immer fehlte (s. Bilder Straßenschild). 5. Wer über unendlich hinaus drehen kann muss aufdicken, was ungleich schwieriger ist. Im Baumarkt findet man Fühlerblattlehren (Spion) http://www.tecelora.eu/images/categories/347.jpg , die ähnlich eines Taschenmessers verschieden dicke Blechfolien zum Ausklappen besitzen. Diese sind in 0,05mm Schritten von abgestuft, so dass man hier drei kleine beschnittene Streifen am besten mittig zwischen den Schraubgewinden unterlegen kann. Damit sie bei der Montage nicht verrutschen, arretiert man sie am besten mit ganz wenig Fett oder Öl (Vaseline). Man sollte nur in kleinen 0,1mm Schritten arbeiten, das bedeutet bereits eine Ringdrehung von 3-4mm.Ich war erstaunt, wie sensibel das System bereits auf 0,1mm Schritte reagiert und muss die Hersteller somit in Schutz nehmen. Die Toleranzen der Kamera addieren sich, eine richtige Abstimmung ist ab Werk also gar nicht möglich. Daher geht man den sicheren Weg, wählt ein leicht geringeres Auflagemaß und lässt den Ring weiter drehen - nur bei mir eben nicht. Wünsche viel Erfolg beim Justieren, meine Bilder sind hoffentlich selbst erklärend. Straßenschild ist vorher nachher je auf Anschlag Fokusring. Wäre interessant zu erfahren, welche Folienstärken bei euch untergelegt sind.
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E-PL3 mit Lumix 20, m.Zuiko 9-18, 45, 40-150R, Samyang 7,5 mft History: P2, G3, m.Zuiko 17, Macro 45, Oly 14-42II, Pana 14-45 |
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#2 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 20.08.2009
Beiträge: 5.895
Bilder editieren: Ja
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.. ja holla, ein ganz herzliches Dankeschön! Solche Beiträge sind ja fast ein Weihnachtsgeschenk für die Mitforenten
und dazu auch noch sehr gut erläutert und beschrieben und bebildert! Danke!!
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Die Leistung einer Kamera wird maßgeblich durch das Objektiv bestimmt, das Bild macht immer noch der Fotograf. Der Kasten dazwischen ist ein notwendiges Übel, dem allgemein viel zu viel Aufmerkamkeit geschenkt wird! Ich fotografiere mit Panasonic Pancake und Olympus Festbrennweiten an GF1, sowie MFT Varios und einigem Altglas von Canon und Konica an G1 und GH1 bitte um offene, sachliche Bildkritik |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 693
Bilder editieren: Ja
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Man gibt halt auch gern mal was zurück, nicht nur zur Weihnachtszeit.
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E-PL3 mit Lumix 20, m.Zuiko 9-18, 45, 40-150R, Samyang 7,5 mft History: P2, G3, m.Zuiko 17, Macro 45, Oly 14-42II, Pana 14-45 |
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#4 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 3
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Vielen Dank für die tolle Anleitung.
Mein Samyang erreicht in Verbindung mit der GH1 die maximale Schärfe ganz knapp nicht. In meinem Objektiv sind ebenfalls zwei Scheiben: 0,05mm (Stahlblech) und 0,3mm, das macht 0,35mm Korrektur. Wenn ich die 0,05mm-Scheibe herausnehme liegt das Schärfemaximum etwas vor unendlich. Der Unterschied ist sichtbar, aber nicht sehr groß. |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 693
Bilder editieren: Ja
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Das spricht dafür, dass man jedes Objektiv einzeln korrigiert - das hätte ich nicht gedacht. Wenn die ihren Job richtig machen und immer mit der selben Vorrichtung abgleichen, scheinen die Toleranzen der Kameras mindestens genau so groß zu sein.
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E-PL3 mit Lumix 20, m.Zuiko 9-18, 45, 40-150R, Samyang 7,5 mft History: P2, G3, m.Zuiko 17, Macro 45, Oly 14-42II, Pana 14-45 |
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#6 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 26.10.2010
Beiträge: 453
Bilder editieren: Nein
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Danke für die Anleitung.
Ich habe meines danach mal zerlegt, weil ich dachte, da geht noch was bei unendlich. Aber wenn ich die dünnere Scheibe herausnehme, ist unendlich schon bei etwas mehr als der "0,25"-Markierung. Da verzichte ich doch lieber auf das letzte Quäntchen Schärfe, insbesondere da man das Fisheye gerade dazu einsetzt, viel aufs Bild zu bekommen. Roger
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Olympus PEN E-PL2 weiß / M.Zuiko 14-42 II / 40-150 / 45 / Pana 1.7-20 / Samy 7.5 / VF-2 / Nissin Di 466 / Metz 54 MZ 3 + SCA 3202 Olympus Case Smart / Crumpler Cupcake 5500 / LowePro Versapack 200 Historie: Yashica FR-I - Canon EOS 100 - Oly C2040 - KoMi Z1 - Pentax istDs - K100D - K100Ds - K200D |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 26.02.2010
Ort: Berlin
Beiträge: 909
Bilder editieren: Nein
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Ob eine Distanzscheibe nun mehr oder weniger sein muss, hängt ja vom individuellen Auflagenmaß des jeweiligen Objektivs ab.
Es wird Samyang FishEyes geben, bei denen das Auflagenmaß zu knapp oder auch zu reichlich sein wird. Daher würde ich nicht generell empfehlen, für mehr Schärfe eine Distanzscheibe zu entfernen. Genauso gut könnte auch eine zusätzliche Distanzscheibe nötig sein ...
Geändert von x_holger (11.04.2012 um 15:39 Uhr) Grund: Grammatik ;-) |
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#8 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 26.10.2010
Beiträge: 453
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Zitat:
Roger
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 693
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Da sieht man wie Toleranz anfällig das Auflagemaß ist.
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#10 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 05.10.2010
Beiträge: 1
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Danke für die gute Erklärung, auch bei meiner Kombination gab es etwas zu verbessern. Bei mir waren 2 Scheiben mit 0,3 und 0,2mm unterlegt. Nach mehrmaligem probieren habe ich die 0,3er entfernt.
Es ergibt sich natürlich die Frage, wie sieht das mit einer Fremdlinse (z.B. Canon FD o.ä.) mit einem Adapter (z.B.KIWI) aus? Eigentlich müsste die Problematik da auch bestehen, Lösung sehe ich da aber nicht, da der KIWI Adapter nichts zu schrauben hat... Vielleicht hat ja schon jemand mehr Erfahrung Gruss rd |
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