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Das Zeiss Loxia 35mm 2.0 E Biogon ist Teil der Linie rein manueller Objektive speziell für E-Mount Kameras. Das moderne Design, die Übertragung von EXIF-Daten sowie die Möglichkeit, bei der Blende zwischen Klick-Stopps und stufenloser Verstellung zu wählen, hebt es von den adaptierten manuellen Objektiven ab.

Lest weiter um herauszufinden, wie es um die optischen Qualitäten bestellt ist!

Beispielbilder

sunstars zeiss loxia 35mm 2.0 fe e blue hour vernazza italy cinque terre sony a7s
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/11 | Panorama aus 5 Bildern | höhere Auflösung
close up zeiss loxia 35mm 2.0 bokeh blossom kirschblüte cherry sony a7s
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung
architecture loxia zeiss 35mm 2,0 biogon sony a7s
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung

Zeiss Loxia 35mm: Spezifikationen

Das Zeiss Loxia 35mm 2.0 E Biogon hat die folgenden Spezifikationen:

  • Durchmesser: 62,1 mm
  • Blickwinkel: 63° (diagonal)
  • Länge:  66,0 mm (mit Deckeln)
  • Gewicht: 340g
  • Filtergewinde: 52 mm
  • Blendenkonstruktion: 10 gerade Lamellen
  • Elemente/Gruppen: 9/6
  • Minimale Fokusdistanz: 0,3 m
  • Maximale Vergrößerung: 1:5,8
  • Anschluss: Sony E

Für weitere Informationen sei hier auf die offizielle Seite verwiesen.

Die ZM Version mit Leica M Anschluss hat ein sehr ähnliches optisches Design, wurde aber nicht für den dicken Filteraufbau vor den Sony Sensoren optimiert – wer sich da etwas einlesen möchte sei auf den Abschnitt „A7 series cameras and Leica-M wide angle lenses“ in meinem 28mm 2.0 Ultron Review verwiesen. Die Spezifikationen könnt ihr euch ebenfalls hier auf der offiziellen Seite ansehen.

Das Loxia 35mm 2.0 gibt es aktuell neu für ca. 1150€ beispielsweise bei Amazon.de, das Zeiss ZM 35mm 2.0 Biogon ist ein klein bisschen günstiger und neu für 1050€ erhältlich, siehe Amazon.de.

Offenlegung

Das Zeiss Loxia 35mm 2.0 zusammen mit der ZM Version mit Leica-M Anschluss, wurde mir freundlicherweise von Zeiss Deutschland für die Dauer von vier Wochen kostenfrei bereitgestellt.

Handling / Verarbeitungsqualität

Zeiss Loxia 35mm 2.0 und Zeiss Biogon 35mm 2.0 ZM mit Voigtländer Helicoid Adapter
Zeiss Loxia 35mm 2.0 und Zeiss Biogon 35mm 2.0 ZM mit Voigtländer Helicoid Adapter

Das Loxia ist sehr gut verarbeitet und größtenteils aus Metall gefertigt. Außerdem gibt es eine blaue Gummidichtung am Bajonett, es fehlt jedoch aktuell noch der passende staub- und spritzwassergeschützte Kamerabody im Sony Lineup.

Der Fokusring hat genau den richtigen Widerstand und es ist ca. eine 180° Drehung notwendig, um von Unendlich bis in die Naheinstellgrenze (0,3 m) zu stellen. Der Blendenring hat Drittelstopps und hier braucht es etwa eine 120° Drehung von Blende 2.0 bis 22. Ich persönlich empfand diesen Weg als etwas lang, da es doch dauert, den Ring von Blende 2 auf 11 zu Drehen und möglicherweise sogar ein Umgreifen der linken Hand notwendig werden kann.
Eine Besonderheit ist sicherlich die „de-click“-Funktion; man kann die Blende von Klickstopps auf stufenlose Verstellung mittels eines kleinen Schlüssels umstellen, was für die Filmer unter euch sicher interessant sein könnte.

Die mitgelieferte Sonnenblende ist ebenfalls größtenteils aus Metall gefertigt, saß bei meinem Exemplar aber nicht besonders fest. Dies könnte aber ein Problem des Test-Exemplars sein, da ich nicht weiß, wie oft und von wie vielen Leuten dieses Leihobjektiv bereits verwendet wurde.
Es gibt noch eine weitere Besonderheit: wenn man anfängt am Fokusring zu drehen, zoomt die Kamera automatisch auf eine 100% Ansicht zum erleichterten Scharfstellen. Mich hat das ehrlichgesagt etwas in meiner gewohnten Arbeitsweise behindert, da ich üblicherweise erst das Kästchen verschiebe und dann reinzoome, daher habe ich diese Funktion im Kameramenü ausgeschaltet.

Im obigem Bild ist auch das Zeiss ZM T* 35mm 2.0 Biogon abgebildet, hier kann man gut erkennen, dass nicht nur die Dimensionen sehr ähnlich sind, sondern das auch die Frontlinse nahezu identisch aussieht. Bei der ZM Version benötigt es 120° Drehung, sowohl beim Fokusring von Unendlich bis zur Naheinstellgrenze (0,7 m) als auch beim Blendenring von Blende 2.0 bis Blende 22.

Vignette und Farbverschiebungen

zeiss loxia vignette 35mm sony a7s

Ein Teil der Vignette wird bei diesem Objektiv bereits in den RAW-Dateien korrigiert. Um euch auch die unkorrigierte Vignette zu zeigen, habe ich das Objektiv wenige Grad am Bajonett gedreht, so dass kein elektronischer Kontakt mehr bestand und dann den Test wiederholt. Im Vergleich zur ZM Version ist die Korrektur der Vignette dennoch merklich besser und entspricht insgesamt dem, was man von einem Objektiv mit diesen Eckdaten erwarten würde. Farbverschiebungen an den Rändern oder in den Ecken konnte ich keine feststellen.

Bildschärfe / Auflösung

Unendlich
schärfe auflösung loxia 35mm 20 sony a7
Schärfe und Auflösung in der Mitte sind bereits bei Blende 2.0 ziemlich gut. Der mittlere Bereich erreicht sehr gute Werte bei Blende 4.0, die äußersten Ecken folgen bei Blende 11, daher empfehle ich für Landschafts- und Architekturaufnahmen, wo über das gesamte Bild eine hohe Auflösung gefragt ist, die Verwendung von Blende 11. Für ein modernes, natives Objektiv mit dem entsprechend aufgerufenen Preis, haut mich diese Leistung nicht wirklich vom Hocker – hier hätte ich etwas mehr erwartet.
Trotz der Anpassung der optischen Rechnung an die A7 Sensoren, tritt auch eine merkliche Bildfeldwölbung auf, die zu dem Eindruck geringerer Schärfe in den Bildecken beiträgt. Um das besser darzustellen, habe ich noch ein zweite Bildreihe bei Blende 2.0 eingestellt, diesmal aber auf die Ecken fokussiert: die Ecken sehen in diesem Fall zwar erheblich besser aus, dafür ist die Bildmitte nicht mehr im Fokus. Ich möchte auch noch drauf hinweisen, dass ich meine Testbilder hier mit der Sony A7s mit nur 12mp Auflösung gemacht habe. In der 100% Ansicht bei Kameras mit höherer Auflösung könnten die Ecken daher noch etwas schlechter aussehen.

Ich will euch aber auch einen Vergleich zwischen dem Loxia und der ZM Version nicht vorenthalten; es lässt sich nicht leugnen, dass die Leistung in den Bildecken beim Loxia erheblich gesteigert werden konnte:

Vergleich 100% Ausschnitt Ecke (A7s, fokussiert auf die Bildmitte): Loxia 35mm 2.0@2.0 (before) vs Biogon ZM 35mm 2.0@2.0 (after)

Nahbereich
schärfe auflösung nahbereich loxia 35mm
An der Naheinstellgrenze bei Blende 2.0 ist das Bild ein bißchen weich (was oft der Fall ist bei Objektiven ohne „floating elements“ Rechnung), ab Blende 2.8 ist die Bildschärfe aber ausgezeichnet.

Gegenlichtverhalten

loxia35_2.0_sun_lensflare
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/11

Obiges Bild ist das schlimmste, was ich mit der Sonne im Bild produzieren konnte. Neben dem Lichtfleck verringert sich auch der Kontrast etwas. Wenn die Sonne außerhalb des Bildes ist, erfüllt die Gegenlichtblende ihren Zweck wirklich sehr gut, wie folgendes Beispiel zeigt:

Vergleich: ohne Gegenlichtblende (before) vs mit Gegenlichtblende (after)

Koma Korrektur

loxia 35mm 2.0 a7 coma sunstar night long exposure
Die Korrektur von Koma ist unter Blende 4.0 nicht besonders, daher würde ich davon abraten, das Objektiv für Astro-Landschaftsfotografie zu verwenden und für nächtliche Szenen, bspw. Städe, auf mindestens Blende 4.0 abblenden.

Verzeichnung

Verzeichnung beim Zeiss Loxia 35mm 2.0
Verzeichnung beim Zeiss Loxia 35mm 2.0

Die Korrektur der Verzeichnung ist wirklich ausgezeichnet, es scheint auch keine Korrektur der RAW Dateien vorgenommen zu werden, da dies schlicht nicht notwendig ist.

Bokeh

loxia 35mm 2.0 bokeh sony a7s series ilce close up
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung

Die Qualität des Bokehs, also der Unschärfebereiche, ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Nahe der Naheinstellgrenze (siehe Beispiel oben), empfinde ich es als recht weich und „Katzenaugen“ tauchen auch nahezu gar nicht auf. Bei etwas größerer Entfernung zum Objekt tauchen allerdings Ränder an den Unschärfekreisen auf und abhängig vom Hintergrund kann dieser auch recht unruhig wirken (siehe Beispiel unten).

loxia 35mm 2.0 bokeh sony a7s series ilce close up
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung

Die Ränder an den Lichtkreisen treten bei Blende 2.8 in viel geringerem Maße auf, aber man sollte auch bedenken, dass aufgrund der 10 geraden Blendenlamellen Lichtkreise im Hintergrund beim Abblenden zu 10-Ecken werden.

Bokeh, f2.0 (before) vs f2.8 (after)

Blendensterne

bridge loxia 35 mm zeiss 2.0 biogon sony a7s sunstar sunstars blendensterne
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/8

In meinen Augen definitiv eine der Stärken dieses Objektivs. Wenn auch die 10 gerade Blendenlamellen beim Bokeh ihre Nachteile mit sich bringen, so sorgen sie hier für klar definierte, sehr schöne Bledensterne. Für mich war es wirklich eine Freude, dieses Objektiv abgeblendet für Aufnahmen, wie die oben gezeigte, zu verwenden.

bridge loxia 35 mm zeiss 2.0 biogon sony a7s sunstar sunstars blendensterne
100% Ausschnitt aus obigem Foto

Chromatische Aberrationen

Längs

loca zeiss loxia 35mm 2.0 f2
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | 50% Ausschnitt, Naheinstellgrenze

Je nach Abstand zwischen Kamera und Motiv kann es im Bokeh hinter der Fokusebene zu grünen Rändern kommen. Davon abgesehen ist die Korrektur der längsgerichteten CA aber wirklich sehr gut (siehe Beispiel oben).

Quer

Das hier gezeigte ist wirklich ein Extrembeispiel und selbst dort ist es wirklich schwierig, überhaupt Farbränder am unkorrigierten Bild auszumachen. Sehr gute Leistung also und das gilt für alle Blenden.

Sony A7s | Zeiss Loxia 35 mm 2.0 | f/11 | CA 100% Ausschnitt before/after äußerste Ecke

Alternativen

Voigtlander Ultron 1.7/35 – Wenn man nicht davor zurückschreckt Fremdobjektive zu adaptieren ist das Voigtländer Ultron 35mm 1.7 sicher ein starker Konkurrent. Es bring ebenfalls eine sehr gute Verarbeitung und genauso schöne Blendensterne mit. Das Bokeh beim Voigtländer neigt weniger zu Rändern, dafür ist der Katzenaugeneffekt zum Bildrand erheblich größer. Aufgrund des dicken Filterglases vor dem Sensor hat das Voigtländer etwas größere Probleme mit der Bildfeldwölbung, ich würde für gleichmäßige Schärfe über das gesamte Bild aber eh beide Objektive auf Blende 8.0 bis 11 abblenden. Aufgeben tut man hier die „de-click“ Funktion des Blendenringes sowie die Übertragung von EXIF-Daten, dafür ist das Voigtländer etwas lichtstärker und kostet nur ca. 2/3 des Zeiss – hier ist zu Bedenken, dass beim Voigtländer möglicherweise noch ein Adapter fällig wird.

Sony Zeiss Sonnar 2.8/35 ZA T* FE – Auch wenn es auf den ersten Blick ähnlich aussieht, handelt es sich hier um ein völlig anderes Objektiv. Es ist ein bißchen kleiner, bringt Autofokus mit (und einen „fly-by-wire“ Fokusring), hat nur 7 Blendenlamellen, die Verzeichnung ist etwas höher und aufgrund der Verwendung von asphärischen Elementen kann es im Bokeh zu „Zwiebelringen“ kommen. Mich überzeugt dieses Objektiv nicht vollständig, aber wer Autofokus benötigt, für den handelt es sich hier um das günstigste native 35mm Objektiv für die Sony A7 Serie – auch, wenn ich der Meinung bin, dass es für die gebotene Leistung ziemlich teuer ist.

» Das Sony Zeiss Sonnar 2.8/35 gibt es bei Amazon für 659 €

Sony Zeiss Distagon 1.4/35 ZA T* FE – Dieses Objektiv habe ich bisher noch nicht genutzt und auch nicht die größte Motivation, daran etwas zu ändern, da ich wenig Sinn darin sehe, große Objektive an kleinen Systemkameras zu verwenden – aber das ist mittlerweile ja schon fast zur Glaubensfrage geworden. Nichtsdestotrotz würde ich hier bessere Auflösung zu den Rändern hin und bessere Koma Korrektur erwarten.

» Das Sony Zeiss Distagon 1.4/35 gibt es bei Amazon für 1.539 €

Ältere manuelle 35 mm Objektive – Hier gibt es unzählige Möglichkeiten in allen Preislagen, auf die ich nichtmal ansatzweise näher eingehen kann.

Zusammenfassung

Stärken

  • Sehr gute Schärfe und sehr guter Kontrast in der Bildmitte bereits bei Offenblende
  • Verarbeitungsqualität und Handling
  • CA-Korrektur
  • Verzeichnung
  • Blendensterne
Durchschnitt

  • Gegenlichtverhalten
  • Bokeh
Schwächen

  • weiche Ecken bei größeren Blendenöffnungen (Bildfeldwölbung)
  • Koma Korrektur (bis Blende 4.0)
  • Preis

Wenn man das Loxia 35mm 2.0 Biogon E direkt mit dem Zeiss ZM T* 35mm 2.0 Biogon vergleicht, so fallen einem viele Gemeinsamkeiten auf: Das Bokeh ist nahezu identisch, Schärfe und Kontrast in der Bildmitte ebenfalls. Bei beiden kann das Bokeh bei entsprechenden Entfernungen unruhig wirken, aber ob es einem gefällt oder nicht, ist generell eine sehr subjektive Sache. Daher empfehle ich, sich diesbezüglich die Beispielbilder anzugucken und selbst zu entscheiden, ob es gefällt.

Die Unterschiede zwischen den Objektiven werden deutlich, wenn man sich die Bildecken näher anschaut: Beim ZM werden diese nie wirklich scharf. Ein Problem, was bei sehr vielen alten Biogon Rechnungen an den A7 Kameras auftritt – ich denke hier insbesondere aber nicht nur an die Contax G Objektive 21mm 2.8 und 28mm 2.8 – wohingegen das Loxia bei Blende 11 eine sehr gute Auflösung über das gesamte Bild zeichnet. Unglücklicherweise verbinden die beiden Objektive auch einige Schwächen: Die Koma Korrektur ist bis Blende 4 eher schlecht und obwohl das dicke Filterglas in die Rechnung mit einbezogen wurde, tritt dennoch eine merkliche Bildfeldwölbung auf, wodurch die äußersten Ecken gegen Unendlich bis Blende 8 nicht sonderlich gut aussehen. Bei der Verarbeitungsqualität dagegen, gibt es bei beiden Objektiven nichts zu meckern.

Ich bewundere den Mut von Zeiss, eine Linie von rein manuellen Objektiven in einer Zeit auf den Markt zu bringen, wo die meisten hauptsächlich über „EYE-AF“, Bildstabilisatoren, Fokus Feintuning mit USB Docks und all die anderen technischen Errungenschaften reden. Für alle Objektive des Lineups den gleichen (kleinen) Filterdurchmesser beibehalten empfinde ich ebenfalls als etwas sehr positives. Ich kann mich auch durchaus für manuelle Objektive – und insbesondere solche mit so schönen Blendensternen – begeistern. Üblicherweise stört es mich nicht weiter, wenn ein Objektive bei Offenblende ein schönes Bokeh hat, aber dafür erst bei Blende 11 über das gesamte Bild scharf ist. Das Problem, welches ich hier sehe ist jedoch, dass es sich hier um ein natives Objektiv mit Zeisslogo und hohem Preis handelt, da hätte ich einfach etwas bessere Leistung bei größeren Blendenöffnungen sowie bessere Koma Korrektur erwartet. Insbesondere, da Zeiss einige Objektive mit eben diesen Qualitäten im Lineup hat – ich denke hier an das Loxia 21mm 2.8 sowie die Batis Objektive – was zu einer gewissen Erwartungshaltung führt. Davon ab gibt es mittlerweile gleich drei 35mm Festbrennweiten für das E-Mount (alle mit Verbindung zu Zeiss) sowie unzählige Alternativen, wenn man adaptierte Objektive miteinbezieht. 

Ein Objektiv zu rechnen heißt, immer auch Kompromisse eingehen und wenn man sich die Herkunft dieses Objektivs anschaut – die beim ZM Biogon für die Zeiss Ikon Filmkameras in der Filmära liegt – sieht man, dass der Schwerpunkt sich weg bewegt hat von Attributen wie geringer Verzeichnung und geringen CA (was man mittlerweile beides leicht in der Nachbearbeitung korrigieren kann) hin zu besserer Randschärfe bei großen Blendenöffnungen und besserer Koma Korrektur – hier denke ich beispielsweise an das 21mm 2.8 Loxia sowie das Sony 28mm 2.0.

Wem kann ich dieses Objektiv empfehlen? Jedem, der ein kleines, manuelles, natives 35mm E-Mount Objektiv mit schöner Verarbeitung und der Übertragung von EXIF-Daten sucht, oder Leuten, die hauptsächlich filmen und ihre Freude an der „de-Click“-Funktion des Blendenrings haben. Wer Schärfe bis in die Bildecken auch bei größeren Bledenöffnungen erwartet oder ein 35mm Objektiv für Astrofotografie bei Offenblende sucht, der sollte sich besser nach Alternativen umsehen. Ich komme jedoch auch nicht umhin zu sagen, das Schärfe und Kontrast abgeblendet über das gesamte Bildfeld sehr gut sind, ebenso wie die Bledensterne, und mir das Objektiv in der kurzen Zeit, wo ich die Chance hatte, es zu nutzen, einige sehr schöne Aufnahmen beschert hat. Im Vergleich zur Konkurrenz (auch aus dem eigenen Hause) erscheint mir das Objektiv dennoch etwas zu teuer.

Das Loxia 35mm 2.0 gibt es aktuell neu für ca. 1150€ beispielsweise bei Amazon.de, das Zeiss ZM 35mm 2.0 Biogon ist ein klein bißchen günstiger und neu für 1050€ erhältlich, siehe Amazon.de.

Beispielbilder

queensferry crossing bridge edinbrugh scotland stay cable zeiss loxia 35mm 2.0 sony a7s
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/11 | Panorama aus 4 Bildern | höhere Auflösung
loxia 35mm 2.0 architecture ludwigsburg stuttgart oldtown altstadt historical
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/11 | volle Auflösung
zeiss loxia review 35mm 2.0 bokeh close up hoodoo beach strand italy italien
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung
sunbeams sun forest field corn a7s loxia zeiss carl
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/11 | volle Auflösung
sony a7s loxia 35 mm f/2.0 bokeh interior architecture hotel
Sony A7s | Zeiss Loxia 35mm 2.0 | f/2 | volle Auflösung

Ich habe auch ein flickr Album mit einigen, mit dem Zeiss Loxia 35mm 2.0 aufgenommenen, Bildern eingerichtet.

About The Author

Meine Name ist Bastian und für viele Jahre habe ich hauptsächlich Nikon DSLRs verwendet, was insbesondere dann, wenn ich schnellen Autofokus benötige, immernoch der Fall ist. Für viele Anwendungen benutze ich aber mittlerweile zusätzlich eine A7s mit allerlei manuellen Objektiven, da das Reisen so erheblich angenehmer geworden ist. Abgesehen von Auftragsarbeiten im Bereich Architektur und People, ist meine Leidenschaft die Landschaftsfotografie. Gerne könnt ihr mir auf meinem Flickr-Account (http://www.flickr.com/bastian_k) folgen und dort auch Fragen stellen, oder meine Homepage http://www.fotoworkshop-bw.de besuchen.

3 Comments

  1. […] Das Review zum Zeiss Loxia 35mm 2.0 gibt es auch auf Deutsch auf dem Systemkamera-Blog zu lesen: Zeiss Loxia 35mm 2.0 Biogon E […]

  2. […] so habe ich mich für ein Panorama aus hochkant Aufnahmen mit dem Zeiss Loxia 35mm 2.0 (hier ein Review von mir zu diesem Objektiv) entschieden. Panoramen bringen noch weitere Vorteile wie eine höhere […]

  3. […] mein Loxia 35mm 2.0 Review (hier bei Amazon) gelesen hat, weiß bereits, dass ich ein großer Fan der Blendensterne bin, die […]

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