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Ich hatte die Gelegenheit, die Samsung NX1 mit dem Samsung 16-50mm F2-2.8 für vier Wochen zu testen. Ich werde hier weder technische Spezifikationen auflisten (dafür schaue man in der Ankündigung nach), noch werde ich mich mit den Videofähigkeiten der Kamera auseinandersetzen. Mein fotografischer Fokus liegt vorwiegend im Bereich Reise, Landschaft und Natur (Flickr) und ich fotografiere seit Jahren mit dem NX-System, das sollte man beim Lesen meiner Worte im Hinterkopf haben. Ich werde die NX1 im Folgenden auch der Samsung NX30 und der Sony A7 gegenüberstellen.

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Erster Eindruck

Die Kamera wird neben dem üblichen Papierkram mit einem 1860 mAh-Akku (ordentlich dimensioniert), einem USB-Ladegerät für die Kamera (überflüssig), einem Gurt (stabil, aber etwas groß und steif) sowie Adobe Photoshop Lightroom 5 (nicht aktuell) ausgeliefert.
Mein erster Eindruck wurde vor allem geprägt von der Größe und dem Gewicht der Kamera, der durch die Linse verstärkt wurde. Die Kamera ist deutlich schwerer als die NX30 (etwa 200g Unterschied), liegt aber dennoch gut in der Hand. Die Kamera fühlt sich ähnlich wie die NX30 an und auch das erste Einschalten erweckt einen vertrauten Eindruck. Die Softwareoberfläche passt sich in die bisherige NX-Linie ein und bietet auch hier wieder sehr hübsche und größtenteils intuitive Menüs.

Nach dem ersten Begutachten, habe ich die Kamera und Objektiv auf den neusten Firmwarestand gebracht, da nach dem Firmwareupdate der Kamera sowieso wieder alle Einstellungen zurückgesetzt werden. Eine Übersicht über aktuelle Firmwareversionen ist für Kameras und Objektive verfügbar.

Verarbeitungsqualität

Samsung wirbt damit, dass das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung hergestellt wird und wettergeschützt ist. Das fühlt sich besser an, ist aber im alltäglichen Gebrauch wenig zu bemerken. Das Gehäuse fühlt sich insgesamt sehr stabil und gut verarbeitet an, leider stören die Plastikbedienelemente etwas das ansonsten gute Bild. Der Schutz gegen Staub- und Spritzwasser scheint ebenso gut umgesetzt worden zu sein. Ich konnte im Regen fotografieren ohne später Probleme mit der Kamera zu bekommen und die Samsung S Linsen haben u.a. auch Gummiringe am Bajonett, die das gute Gefühl bei der Benutzung verstärken. Leider sind nur die wenigsten Objektive – bisher zwei – geschützt, so dass dieser Vorteil der Kamera derzeit nur bedingt wirkt.

Ergonomie und Handhabung

Die Kamera hält sich, auch über längere Zeit, sehr angenehm in der Hand und der Griff hat für mich genau die passende Größe. Die Einkerbung auf der Vorderseite des Griffs und das herausstehende Element an der Rückseite geben zusätzlichen Halt.

Generell, sind die meisten Knöpfe und Einstellräder gut zu erreichen. Ausnahmen sind die Knöpfe (AF/ISO/WB) auf dem oberen linken Einstellrad und das Rad selber. Die dortige Funktionalität kann man nur mit der linken Hand ordentlich bedienen, die aber im Allgemeinen unter dem Objektiv liegt. Eine schnelle und sichere Bedienung ist so nicht möglich. Das Problem lässt sich jedoch relativ einfach ausräumen, da man diese Funktionen auch auf andere rechtsseitig freie Schaltflächen legen kann. Die AEL-Schaltfläche liegt oberhalb des angesprochenen herausstehenden Elements und man verliert leider etwas Halt, wenn man diesen Knopf nutzen möchte.

Für mich als „Landschaftsfotografen“ ist die Verstellung der Belichtungskorrektur sehr wichtig. Leider setzt Samsung den Knopf bei jeder Kamera um und spendiert auch kein eigenes Rad dafür, wie es bspw. bei der Sony A7 der Fall ist. Ich hätte es aus Gründen der Kontinuität und der allgemeinen Ergonomie besser gefunden, wenn der AF ON Knopf und die Schaltfläche der Belichtungskorrektur vertauscht wären. Einstellen lässt sich das bei Samsung leider nicht.

Sehr angenehm ist es, dass man drei Räder hat, so dass jeder Faktor der Belichtung (Zeit, Blende, ISO) mit einem eigenen Rad schnell und einfach verstellt werden kann. Zusätzlich hat man ja in der NX-Reihe auch immer noch den i-Function Knopf an den Objektiven, um je nach vorheriger Konfiguration, schnell diverse Einstellungen an der Kamera ändern zu können.
Ein Tausch der Knöpfe Mobile (für mobile Verbindungen) und EVF (Wechsel zwischen Display und Sucher) wäre auch praktisch. Der EVF/Display-Knopf muss mit der linken Hand benutzt werden, die ist aber, wenn man den Sucher nutzt, meist an der Linse. Den rechtsseitigen Knopf Mobile hingegen nutzt man eigentlich nur, wenn man die Kamera nicht in der „Fotografie-Haltung“ hat. Samsung hat durchaus Möglichkeiten geschaffen, das Knopfverhalten einiger Knöpfe zu vertauschen, meine Kombinationen sind leider nicht dabei. Ich hoffe hier auf eine Verbesserung der Firmware, ich denke das sollte machbar sein.
Das Moduswählrad kann gesperrt werden, so dass es sich nicht versehentlich verdreht. Da sich das Rad jedoch generell nicht zu einfach bewegt, braucht es denn eigentlich kaum. Besser wäre es gewesen, das Dioptrien-Rad des EVF sperren zu können, da sich diese gerne mal verstellt.

Der An/Aus-Schalter ist einfach zu bewegen und der darauf platzierte Auslöser hat einen guten Druckpunkt. Diese sind auch deutlich besser zu spüren als bspw. bei der Sony A7. Leider hat sich die Kamera ab und an beim Einpacken in die Tasche eingeschaltet. Der Energiesparmodus verhindert zwar bzgl. der Akkulaufzeit schlimmeres, jedoch könnte es problematisch sein, wenn sich Linsen – wie beispielsweise das Power-Zoom – selbstständig im Rucksack ausfahren.

Das Gehäuse hat auf der linken Seite Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer, USB 3.0 und HDMI. Praktisch dabei ist, dass die Abdeckung für die Ton-Anschlüsse von  den anderen Anschlüssen unabhängig geöffnet werden kann.

Grundsätzlich bin ich also zufrieden mit dem Gehäuse. Mit kleinen Firmware-Verbesserungen könnte die Kamera nahezu perfekt in der Hand liegen.

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Bildschirm und Sucher

Der rückwärtige Bildschirm hat einen guten Eindruck hinterlassen. Er zeichnet sich durch scharfe aber etwas zu „knackige“ Wiedergabe aus und reagiert sehr schnell und genau auf Eingaben. Leider ist er nur klappbar und nicht schwenkbar, wie bei der NX30. Das hat mich doch deutlich gestört, da bei Aufnahmen im Hochformat, bei Makros und Stativaufnahmen die Möglichkeiten eingeschränkt sind. Der für die Bildvorschau verfügbare Platz ist optimal, deutlich besser genutzt als bspw. bei der Sony A7, die Teile des Bildschirms schwarz darstellt.
Der Sucher hat mich sehr positiv überrascht. Ich hatte kaum mehr das Gefühl, durch einen elektronischen Sucher zu schauen, da das Live-Bild ohne sichtbare Verzögerung und ohne Flackern angezeigt wird. Auch die Schärfe ist sehr gut und es sind keine Pixel zu erkennen. Das Sucherbild wird gut verkleinert und zeigt quasi keine störenden Bildelemente, wie bspw. Moire. Auch ruckelt der Sucher bei wenig Licht kaum, rauscht dafür jedoch dann stark. Der EVF ist größer und kann auch von Brillenträgern deutlich besser eingesehen werden als bei der NX30.

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Auf der Schulter des Gehäuses hat Samsung ein neues Display integriert, welches bei Dunkelheit auch beleuchtet werden kann. Es zeigt grundsätzliche fotografische Einstellungen und den Status der Kamera. Für mich ist das ein „nice-to-have“, sinnvoll benutzt habe ich es aber kaum.

Verschluss

Der Verschluss hört sich sehr angenehm an und ist nicht zu laut. Im Vergleich zur NX30 und Sony A7 ist das Geräusch deutlich weniger störend. Daher habe ich die NX1 in einer leisen Umgebung den anderen Kameras vorgezogen. Leider ist jedoch keine Option zum geräuschlosen Auslösen verfügbar, wie man es von wenigen anderen spiegellosen Kameras kennt.
Das Display bleibt nach der Aufnahme für kurze Zeit schwarz. Das kennt man bereits von der NX30 und der A7 und unterscheidet sich in der Länge kaum.

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Bildqualität / Sensor

ISO

Das Rauschverhalten in den verschiedenen ISO-Stufen hat sich meinen Tests zu Folge im Vergleich zur NX30 leicht verbessert. Die Intensität des Rauschens wurde kaum reduziert, jedoch ist das Rauschmuster etwas angenehmer und von Lightroom besser zu korrigieren. Das erlaubt mir den maximalen ISO-Wert in der Kamera von 3200 bei der NX30 auf 6400 bei der NX1 anzuheben.

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Akzeptable Bilder gelingen auch noch bei ISO 6400

Dynamikumfang
Zusammen mit Phillip Reeve habe ich die NX1 gegen die Sony A7 im Dynamiktest antreten lassen. Die NX1 hat minimale Nachteile gegen den Kleinbild-Sensor, schlägt sich aber dennoch sehr beachtlich. Wir mussten sehr genau hinschauen, um überhaupt Unterschiede erkennen zu können. Wir würden die Unterschiede bei weniger als einer Drittel Blende sehen.
Zu beachten ist bei der NX1, dass sich die Dynamikreserven hauptsächlich in den Schatten verbergen und sich aus den Lichtern kaum Reserven herauskitzeln lassen. Man sollte also bei Motiven mit hoher Dynamik mit Priorität auf die Lichter belichten (also insgesamt unterbelichten), um anschließend in der RAW-Entwicklung die Potenziale der Schatten nutzen zu können. Hierbei ist die Überbelichtungshilfe (in den Einstellungen aktivierbar) der Kamera hilfreich.

Dieses Bild wurde beispielsweise unterbelichtet und in der Nachbearbeitung um 2,5 Blenden aufgehellt. Nur so konnten die Strukturen im Himmel sichtbar gemacht werden.
Dieses Bild wurde beispielsweise unterbelichtet und in der Nachbearbeitung um 2,5 Blenden aufgehellt. Nur so konnten die Strukturen im Himmel sichtbar gemacht werden.

Fokussierung
Der Autofokus der NX1 ist ein zweischneidiges Schwert. In guten bis moderaten Lichtverhältnissen konnte der Autofokus durch sehr hohe Schnelligkeit und Treffsicherheit überzeugen. Hierbei sei angemerkt, dass die Autofokus-Motoren der Objektive der limitierende Faktor sind. So überzeugt das Samsung 16-50mm f2-2.8 S durch enorme Schnelligkeit, jedoch war die ältere Konstruktion des Samsung 30mm f2 deutlich langsamer.

Leider ist beim derzeitigen Firmware-Stand der Autofokus bei wenig Licht noch verbesserungswürdig. Der Autofokus-Algorithmus arbeitet sich sehr langsam an die Kontrastkanten heran und hat dabei auch häufig Probleme, den AF überhaupt erfolgreich zu setzen. Ich habe dies intensiv getestet und musste leider feststellen, dass bei Nutzung der AF-Hilfslampe die NX30 deutlich zügiger fokussiert hat. Da die NX30 es bereits besser kann, erhoffe ich mir hier Verbesserungen mit der nächsten Firmware. Wir haben den Samsung-Entwicklern entsprechendes Material zur Verfügung gestellt.
Im Gegensatz zur Autofokus-Geschwindigkeit hat mich das Tracking im Serienbildmodus positiv überrascht. Die Kamera ermöglicht bis zu 15 Serienbilder pro Sekunde mit Autofokus-Verfolgung. Ich mussten vor dem Test ein wenig mit den Einstellungen experimentieren, um für unsere Situation möglichst gute Ergebnisse erzielen zu können. Schlussendlich war der Großteil der Bilder ordentlich fokussiert und die Kamera scheitert meist erst bei der Naheinstellgrenze des Objektivs. Manche Bilder waren nicht ganz exakt fokussiert, da lag der Fokus schon mal irgendwo im Gesicht, aber nicht unbedingt ganz genau auf den Augen. In den meisten Fällen sollte diese Ungenauigkeit aber überhaupt nicht auffallen.

Manuelles Fokussieren ist bei NX-Kameras mit Samsung-Objektiven durchaus gut implementiert. Es gibt die Möglichkeit Fokuspeaking zu aktivieren und/oder eine Fokuslupe zu nutzen. Diese öffnet sich dort, wo der Autofokus-Punkt gesetzt wurde. Nach setzen des Fokus kann man zudem durch DMF (Direct Manual Focus) den gesetzten Fokus überschreiben und nachträglich korrigieren. Dazu dreht man einfach am Fokusring des Objektivs.

Mit Altglas verhält sich die Sache jedoch nicht so gut. Hier kann man zwar auch die bereits genannten Fokussierhilfen nutzen, jedoch öffnet sich die Fokuslupe ausschließlich im Zentrum und lässt sich nicht verschieben. Dies erschwert die Komposition und Fokussierung deutlich.

Fokussierung mit der NX1 kann mit einem Canon FD 300mm F4 L schwierig werden.
Fokussierung mit der NX1 kann mit einem Canon FD 300mm F4 L schwierig werden.

Software / Firmware

Die Firmware ist im Vergleich zur NX30 deutlich aufgebohrt worden und weiterhin findet man sich in der sehr schön gestalteten Oberfläche gut zurecht. Für mich gab es einige nützliche Verbesserungen, diese möchte ich hier kurz beleuchten. Vermutlich habe ich aber auch noch nicht alle (neuen) Möglichkeiten ausfindig gemacht.

  • Im Wiedergabemodus kann man nun direkt RAW-Dateien in JPEG-Dateien umwandeln. Leider kann man jedoch nicht mehrere Dateien gleichzeitig zur Umwandlung markieren.
  • Die AF-Auslösepriorität kann festgelegt werden. Hier kann man zwischen verschiedenen Modi für den Fokus und dem Auslösen wählen.
  • Es gibt nun eine Option, um die Position des AF-Punkt zu speichern. Früher wurde der grundsätzlich zurück in die Mitte gesetzt.
  • Die Optionen für Belichtungsreihen wurden deutlich erweitert. So können nun z.B. fünf Aufnahmen gemacht werden, anstatt nur drei. Es gibt nun zusätzlich auch eine Funktion, um Belichtungsreihen mit unterschiedlicher Schärfentiefe aufzunehmen.
  • Samsung ermöglicht bei der NX1 so viele benutzerdefinierte Tastenbelegungen wie bei noch keiner NX-Kamera zuvor. Dennoch könnte die Optionsvielfalt noch deutlich ausgebaut werden. Einige Tasten/Funktionen können nur getauscht werden, wo ich aber lieber andere Funktionalitäten nutzen würde. Manche Optionen, wie z.B. die Fokus-Peaking-Optionen, kann man überhaupt nicht auf eine Taste legen. Schön aber, dass man nun im Fn-Menü über die Löschen-Taste deutlich schneller in die Optionen zur Tastenbelegung gelangen kann als vorher.
  • Wenn Auto-ISO eingestellt ist, zeigt die Kamera automatisch und sofort, den für das derzeitige Motiv berechneten ISO-Wert an. Außerdem kann man im M-Modus nun bei aktiviertem Auto-ISO die Belichtungskorrektur verstellen.
  • Endlich ist es auch möglich, in der Bildvorschau nach der Aufnahme den Bildausschnitt zu vergrößern und zu verschieben. Hierzu muss die Option „Schnellansicht“ auf „Fotoanzeige und Fokuszoom“ gestellt werden.
  • Ein Fadenkreuz kann in der Mitte des Displays eingeblendet werden.
  • Samsung hat einige interessante Smart-Modi unter dem Titel „Samsung Auto Shot“ ergänzt. Diese sollen dabei helfen, bestimmte sportliche Aktivitäten besser einzufangen. Es gibt die Untermodi „Baseball“, „Jumpshot“ und „Trap Shot“. Baseball löst genau dann aus, wenn ein Ball den schlagenden Spieler erreicht bzw. eine vorher definierte Linie passiert. Trap Shot arbeitet ähnlich, nur dass diese Funktion nicht ganz so speziell ist und auch andere Bewegungsarten erkennen soll. Jumpshot soll bei springenden Menschen genau dann auslösen, wenn die höchste Sprunghöhe erreicht ist. Aus rechtlichen Gründen kann ich hier leider keine Beispielbilder zeigen.

Konnektivität

Hier muss ich mich leider kurz halten. Ich konnte mit meinem Smartphone (HTC One SV) leider keine Verbindung zur Kamera aufbauen. Ich habe es auf verschiedene Arten versucht, aber leider war die Nutzung des Remote Viewfinders oder die Datenübertragung von Fotos in fast allen Fällen nicht möglich. Berichten anderer Nutzer folgend scheint die Funktionalität, wenn die Verbindung aufgebaut werden kann, durchaus sehr ordentlich und auch nützlich zu sein. Die Anwendungen scheinen jedoch auch sonst noch nicht besonders gut getestet zu sein. So sind teilweise abstruse Meldungen (fehlerhafte Übersetzungen?) sichtbar, die mehr verwirren als helfen. Auch ist es nicht besonders intuitiv, dass Samsung der NX1 eine andere App für drahtlose Verbindungen zur Seite stellt als noch der NX30 und den anderen etwas älteren Kameras.
Im Vergleich zur NX30 hat Samsung bei der NX1 einige Funktionalitäten gestrichen. So ist ein direkter Upload zu Flickr, YouTube, Dropbox oder Facebook nicht mehr möglich. Das Verschicken der Bilder per E-Mail ist jedoch weiterhin möglich. Einen faden Beigeschmack hinterlässt jedoch, dass man diese Funktionalität nur nutzen kann, wenn man zustimmt, dass Samsung anonyme Nutzungsstatistiken verschickt.

Bilder schnell mal an Freunde senden? Leider bei mir unmöglich.
Bilder schnell mal an Freunde senden? Leider bei mir unmöglich.

Fazit

Alles in allem ist die Samsung NX1 eine sehr gute Kamera, vielleicht sogar die derzeit am weitesten fortgeschrittene Kamera im spiegellosen Markt. Leider hat die Firmware noch einige kleine Macken. Wenn Samsung diese noch ausbügelt, gäbe es kaum Anlass zur Kritik. Zu nennen wären da insb. die Probleme des Autofokus bei wenig Licht. Die Hardware spielt auf jeden Fall ganz oben mit. Der APS-C-Sensor hat insb. eine herausragende Dynamik, der elektronische Sucher nähert sich schon stark einem optischen Sucher an und auch sonst ist die Technik auf dem aktuellen Stand der Technik. Ich habe die Kamera gerne in der Hand und kann größtenteils gut mit ihr arbeiten. Ein deutlicher Abstrich ist leider der fehlende schwenkbare Bildschirm. Ich kann die Kamera unter der Berücksichtigung der genannten Schwächen aber durchaus empfehlen.

Positiv Neutral Negativ
Sucher Verarbeitungsqualität Konnektivität nicht stabil
Bildqualität des Sensors Einstellmöglichkeiten bzgl. der Tastenbelegung verbessert, aber weiterhin ausbaufähig Display nur klappbar
Knopf, zum dedizierten Wechseln zwischen Sucher und Display Dioptrien-Einstellrad verstellt sich zu einfach
Viele Knöpfe und Einstellräder Autofokus in schlechten Lichtverhältnissen
Regen- und Staubschutz Manueller Fokus mit Altglas (bspw. Fokuslupe nur im Zentrum)
Autofokus in guten Lichtverhältnissen
Tracking
Verschlussgeräusch
Ergonomie und Handling
Belichtungskorrektur einstellbar im M-Modus bei Auto-ISO
Vergrößern und verschieben der Bildvorschau direkt nach der Belichtung

Weitere Beispielbilder

Hinweis: Alle Bilder in diesem Artikel wurden in Lightroom entwickelt.

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10 Comments

  1. „Mit Altglas verhält sich die Sache jedoch nicht so gut. Hier kann man zwar auch die bereits genannten Fokussierhilfen nutzen, jedoch öffnet sich die Fokuslupe ausschließlich im Zentrum und lässt sich nicht verschieben.“

    Das ist auch nicht mit dem 16-50mm F2-2.8 möglich.
    Es gibt keine Möglichkeit, einen Bildausschnitt über die Fokuslupe zu vergrößern und zu verschieben.

    • Hallo Maik,

      das ist nicht ganz korrekt. Es gibt über DMF die Möglichkeit die Fokuslupe außerhalb des Zentrums zu öffnen. Das ist zwar etwas umständlich, aber funktionierte bei mir mit der NX1 und dem 60mm Makro: DMF aktivieren, Fokuspunkt wie gewünscht setzen, Auslöser halb drücken, Fokusring drehen.

      Grüße,
      Matt

  2. In der Anleitung steht folgendes: DMF (Direkter Manueller Fokus)
    Sie können den Fokus manuell durch Drehen des Fokusrings einstellen,
    nachdem der Fokus durch leichtes Drücken von [Auslöser] eingestellt wurde.

    Hier steht nichts darüber, dass man wie bei vielen anderen Kameras, einen Bildausschnitt durch verschieben auswählen kann und anschließend nur den Bildausschnitt vergrößert.

    Wenn das gehen sollte, könntest du bitte mal ein Foto von deinem Display zeigen, wo man das sehen kann?

    VG

    • Dort ist die Anleitung nicht vollständig. Mit nem Bild lässt sich ein mehrstufiges Verfahren wohl kaum aufzeigen, höchstesn im Video. Versuch es einfach mal aus:
      1. Systemobjektiv anschließen, bspw. das Samsung 16-50mm PZ.
      2. DMF in den Einstellungen aktivieren
      3. Fokuspunkt irgendwo hinverschieben
      4. Auslöser halb drücken (AF-Bestätigung muss nicht abgewartet werden)
      5. Am Fokusrad drehen => Die Lupe öffnet sich dort wo das Fokusfeld war.
      Das Verfahren kann, wenn Bedarf besteht das Fokusfeld erneut zu verschieben, einfach ab Schritt 3 wiederholt werden.
      Sind noch Fragen offen?

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