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fuji-xt1_teaser

fuji-xt1_front-left_18-135mm_whitebkMit der Fuji X-T1 stellt der japanische Kamera-Hersteller bereits die fünfte Kameralinie vor, die sich aber in einigen Punkten entscheidend von ihren Schwestermodellen absetzt. Die Fuji X-T1 ist zwischen der X-E2 und dem Spitzenmodell X-Pro 1 angesiedelt und unterscheidet sich in diesen Punkten:

  • Wettergeschützt und frosttauglich bis -10°C
  • Klassische und frei konfigurierbare Bedienung
  • Klassische SLR-Form

Die Fuji X-T1 kommt im März für 1199 € auf den Markt, im Kit mit dem bekannten XF18-55mm werden 1599€ fällig. Drei ebenfalls wettergeschützte Objektive kommen erst im Verlauf des Jahres auf den Markt, das Reisezoom soll dann auch im Kit angeboten werden:

  • Reisezoom XF18-135mm F3.5-5.6R LM OIS WR
  • Standardzoom XF16-55mm F2.8R LM OIS WR
  • Telezoom XF50-140mm F2.8R OIS WR

Für die Objektive sind bislang weder Preise und noch technische Details bekannt.

Fuji X-T1: Design & Bedienung

Bisher hatten die Fuji-Kameras mit X-Bajonett das Aussehen von klassischen Messsucherkameras. Die Fuji X-T1 ist die erste X-Kamera im SLR Design: der Pentaprisma-Buckel beherbergt jetzt den elektronischen Sucher – zu dem später noch mehr.

Fuji X Kameras haben sich schon immer an den Nutzungsgewohnheiten analoger Kameras orientiert, mit denen die meisten engagierten Fotografen noch groß geworden sind. Dieses Prinzip treibt die Fuji X-T1 noch ein ganze Stück weiter: Für nahezu keine Standard-Einstellung ist der Griff ins Menu noch erforderlich.

Die Blende lässt sich wie gelernt am Objektiv verstellen, auf der Oberseite der Kamera befinden sich drei mechanische Einstellräder, zwei davon haben einen zusätzlichen Einstellring:

  • Das Zeiteneinstellrad bestimmt gleichzeitig den Messmodus
  • Das links angebrachte ISO-Rad wählt auch den Serienbildmodus

Beide müssen entriegelt werden, um die A-Stellung zu verlassen, im Gegensatz zur Belichtungskorrektur, für die ich mir dies eher gewünscht hätte.

Hinzukommen noch zwei frei belegbare Einstellräder (eins vorne, eins hinten) und insgesamt sechs frei belegbare Tasten. Belichtungs- und AF-Speicher haben jeweils eine eigene feste Taste bekommen, ebenso wie der Fokus-Assistent.

Was mir gut gefällt: Auch, wenn man die Kamera fest in den Griff nimmt, läuft man nicht Gefahr, mit dem rechten Daumenballen aus Versehen eine WIFI Taste oder ähnliches zu aktivieren.

Insgesamt fühlt sich die Kamera sehr wertig an: Der Body besteht aus einer Magnesiumlegierung, die Einstellräder (und davon gibt es eine Menge – s.o.) sind aus Aluminium gefräst.

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Der als Zubehör verfügbare Batteriegriff erhöht den Bedienkomfort zusätzlich, für Hochformat-Aufnahmen spiegelt er die Funktion von Auslöser, zwei Wählrädern, AE-L, AF-L und Focus-Assist-Taste. Er beherbergt einen zusätzlichen Akku, der bevorzugt geleert wird, bevor der Akku der Kamera genutzt wird.

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Sensor

Den 16MP-Sensor X-Trans CMOS II und den EXR Prozessor II übernimmt die Fuji X-T1 von der X-E2. Insofern werden Bildqualität und High-ISO Fähigkeiten (bis ISO 51.200) denen der Schwesterkamera entsprechen, die angegebenen Werte für AF-Geschwindigkeit und Startzeit nach CIPA Standard sind nahezu identisch.

Mehr Geschwindigkeit gibt es aber bei Serienbildern: Als eine der ersten Kamera ist die Fuji X-T1 auch in der Lage, die Geschwindigkeit von UHS-II SD-Karten zu nutzen. Sie nimmt bis zu 8 Bildern/sec auf – auch bei gleichzeitigem Tracking Focus – und hält das auch einige Sekunden durch, bevor die Kamera es nicht mehr schafft, alle Bilder parallel wegzuschreiben.

Sucher

Es ist zu merken, dass Fuji bei der X-T1 besonderen Wert auf den Sucher gelegt hat – sowohl bei der Hardware als auch der Darstellung:

Die Suchergrößerung ist mit 0,77x deutlich größer als z.B. bei der X-E2. Es ist ein OLED Display mit 2,36 Mio Bildpunkten verbaut, dass durchgehend 54 Bilder/sek wiedergibt und auch nicht bei schlechten Lichtverhältnissen die Wiedergabe reduziert.

Rein subjektiv hat der Sucher eine sehr gute Qualität: Er lässt sich sehr bequem einsehen und zeigt keinerlei Artefakte wie Regenbogeneffekt oder Kantenflimmern. Genaueres können wir erst sagen, wenn wir ihn auch unter kritischen Bedingungen getestet haben.

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Im Sucherbild selber hat sich Fuji auch einiges einfallen lassen: Wechselt man ins Hochformat, wandern auch die Anzeigen im Sucherbild mit und bleiben an Ober- und Unterkante dann des Hochformats.

Über die Display-Taste lässt sich das Sucherbild zwischen drei Modi umstellen: von der vollen Suchergrößerung (0,77) auf übersichtlichere 0,54x oder – sofern man manuell fokussiert – in einen Dualmodus, der neben dem ganzen Motiv getrennt eine Fokussierhilfe (z.B. Schnittbildindikator oder Fokus Peaking) zeigt.

Intervall-Aufnahmen

Neu bei Fuji X Kameras ist die Möglichkeit von Intervall-Aufnahmen: Einstellen lassen sich bis zu 999 Aufnahmen im Abstand von 1 Sekunde bis 24 Stunden. Die Belichtungen werden dabei als einzelne Dateien abgelegt.

WiFi & Connectivity

fuji-xt1_remote_imageZur Kamera gibt es eine neue App für iOS und Android, die allerdings erst ab Anfang Februar verfügbar sein wird – daher konnten wir sie noch nicht testen. Laut Datenblatt bietet die App neben Live-Bild (15Bilder/sec) eine weitergehende Steuerung der Fuji X-T1 an:

  • Alle Belichtungsprogramme (P/S/A/M)
  • Touch-Autofokus
  • Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Filmsimulation
  • Videoaufnahmen
  • Selbstauslöser

Preis, Lieferumfang & Verfügbarkeit

Die Fuji X-T1 kommt im März für 1199 € auf den Markt, im Kit mit dem bekannten XF18-55mm werden 1599€ fällig. Sobald das ebenfalls wettergeschützte Reisezoom Reisezoom XF18-135mm F3.5-5.6R LM OIS WR verfügbar ist, soll es auch im Kit angeboten werden, ein Preis steht aber noch nicht fest.

Zubehör

Im Lieferumfang ist ein Blitz mit Leitzahl 8 (ISO 100) enthalten, optional erhältlich sind der oben angesprochene Batteriegriff (UVP 229€) und ein Handgriff (UVP 109€).

About The Author

Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum. Ihr findet mich auch auf Google+

5 Comments

  1. […] first look / techradar firs look / jgranseth hands on review / photographyblog / f-sunny / German presentation at systemkamera-forum […]

  2. Wow – ich glaub ich geh fremd… die wichtigsten Objektive gibt es auch schon für das X-System zu angemessenen Preisen (obwohl ich mich über ein paar günstige Alternativen freuen würde)…

    Und zusammen mit dem kommenden WR Standardzoom XF16-55mm F2.8R ist das schon mal die für mich ideale Immerdrauf Kombination.

  3. […] im März 2014 kommt die Fuji X-T1 auf den Markt, die mit diesem Standard kompatibel ist. Die X-T1 benötigt die hohen […]

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