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Dies ist der zweite Teil des Erfahrungsberichts zu Fuji X-Pro 1, der sich mit Haptik und Bedienung der Kamera beschäftigt.
Im ersten Teil gab es eine allgemeine Einführung zur Kamera, im dritten Teil geht es um Sucher und Display der Fuji X-Pro 1.

Zwei Tage Florenz mit der Fuji X-Pro1 – das wird im Kalender natürlich rot angestrichen. Neben der Olympus E-M5 weckt die erste Fuji Systemkamera die größte Neugierde, die Gelegenheit die Kamera mit allen Objektiven in einer attraktiven Umgebung zu testen, habe ich gerne angenommen.

Zwei Tage sind keine lange Zeit, um eine Kamera abschließend in allen Aspekten zu bewerten. Ich habe mich darauf konzentriert, die alltäglichen Funktionen der Kamera und des Systems zu testen. Für eine seriöse Beurteilung der Bildergebnisse hoffen wir auf eine Testkamera in den nächsten Wochen, die Jens dann gründlich unter die Lupe nehmen wird.

Ich werde mich von außen nach innen durcharbeiten, folgende Kapitel sollen es werden:

  • Haptik und Bedienung (dieser Teil)
  • Sucher und Display,
  • Objektive,
  • High ISO und AF
  • und meine persönliche Einschätzung der Kamera (Um das schon zu verraten: Ja, ich hätte gerne eine…)

Aber jetzt zum Objekt der Begierde!

Haptik

Beim ersten Kontakt mit der Kamera: Ups, die ist größer als gedacht! Von den Abmessungen entspricht sie bis auf wenige Millimeter einer Leica M9.
Material und Verarbeitung fühlen sich absolut hochwertig an, man merkt, dass Fuji mit den X-Kameras das Premium-Segment im Visier hat.
Die Kamera liegt trotz der eckigen Form gut in der Hand, alle Finger finden sofort ihren Platz. Den Handgriff habe ich auch kurz getestet, allerdings würde ich ihn nicht einsetzen: Die Kamera liegt zwar bequemer in der Hand, der Zeigefinger findet aber den Auslöser nicht mehr.
Die Objektive haben Metallfassungen und sind qualitativ hochwertig verarbeitet, die Blende rastet in Drittelstufen ein und hat eine A-Position, um sie per Programm- oder Blendenautomatik zu steuern.

Mein Urteil zur Haptik: Fuji wird dem eigenen Premiumanspruch voll gerecht!

Grundfunktionen

Alles am richtigen Platz – das ist der erste Eindruck: Nach wenigen Minuten musste ich die Kamera nicht mehr vom Auge nehmen, um alle Grundparameter einzustellen. Die Blende wird am Objektiv eingestellt, für Belichtungszeiten und Belichtungskorrektur gibt es zwei straff eingestellte Einstellräder oben auf der Kamera. Die ISO Einstellung liegt in der Fabrikeinstellung auf der Fn-Taste neben dem Auslöser, so dass die Empfindlichkeit schnell der Lichtsituation angepasst werden kann.
Das Belichtungszeitenrad rastet in der Automatik-Position ein und muss entriegelt werden, damit es sich nicht versehentlich verstellt. Bei Belichtungskorrektur und Blende fehlt eine solche Sperre, zu Anfang bin ich nach Objektivwechsel ungewollt auf der kleinsten Blendenstufe gelandet (statt in der A-Position) und hatte eine Belichtungskorrektur eingestellt.

Nach kurzer Zeit war dies auch kein Problem mehr – eine Verriegelung würde mich wahrscheinlich auch mehr nerven, da sie den Arbeitsfluss mit Kamera am Auge erschweren würde.

Für meinen Geschmack ist die Bedienung der Basisfunktionen vorbildlich gelöst. Wer mit analogen Kameras groß geworden ist, wird sich instinktiv zurecht finden – alles ist dort, wo man es sucht, alles reagiert wie gewohnt, die Kamera muss nicht vom Auge genommen werden

Funktionsknöpfe

Die Kamera hat neben den Grundfunktionen eine ganze Reihe von Tasten, die auf weitere Funktionen der Kamera Zugriff bieten:

Drive / AE / AF

Links neben dem Display sind drei Tasten angeordnet, die im Playback Modus zum Zoomen und Löschen dienen während sie im Foto Modus Drive, AE und AF betitelt sind:

  • Drive bietet den Zugriff auf Einzel-/Serienbild, diverse Bracketing Funktionen, Panorama und Video
  • Die AE-Taste schaltet zwischen Mehrfeld-, Spot- und Durchschnittsmessung
  • über AF lassen sich Lage und Größe des AF Felds bestimmen

Quick Menu

Rechts oben liegt unter der Taste für AF und Belichtungsspeicherung der Q-Button. Er ruft im Display ein Quickmenu mit zwölf Punkten auf, die sich über die Kreuztaste auswählen und das Wählrad ändern lassen. Sobald man die Bedienung über das Wählrad verinnerlicht hat, ist dies in meinen Augen eine gelungene und elegante Methode, um die wichtigsten Parameter ohne lange Klickorgien durch Menubäume einzustellen.

Wählrad

Das Wählrad rechts über dem Display kann übrigens auch als Button fungieren (dies habe ich eher später als früher entdeckt). Fuji hat hier eine nette Funktion eingebaut: Im Playback-Modus zoomt der Druck auf’s Wählrad direkt ins Bild – und zwar an genau die Stelle, an der das AF Feld gemessen hat.
Äußerst praktisch, um schnell die Schärfe des Bildes auf dem Display zu überprüfen!

Kreuztasten

Die Fuji X-Pro 1 hat auch das gewohnte Kreuztasten-Feld, um auf alle Menus zuzugreifen. Im Gegensatz zu anderen Kameras sind die Tasten nicht mit Weißabgleich vorbelegt, lediglich die obere Taste aktiviert den Makro-Modus. Die Menus selber sind übersichtlich strukturiert, so dass sich auch Exotenfunktionen schnell finden lassen.

Kameravorderseite

Vorne auf Kamera befinden sich ein kleiner Schalter für den AF-Modus (S/C/M) und die Umschaltung für den Hybridsucher, der sich wie bei der Fuji X100 blind bedienen lässt.

Zusammenfassung

Es spricht für das Bedienkonzept der Fuji X-Pro 1, dass ich so schnell in der Lage war, mit ihr intuitiv zu fotografieren. Bewährte Konzepte aus der klassischen Fotografie wurden übernommen und intelligent ergänzt, so dass auf alle Parameter schnell zugegriffen werden kann.
Fuji will mit den X-Kameras ins Premium-Segment – die wertige Haptik, die gute Verarbeitung und die logische Bedienung unterstreichen diesen Anspruch.

So weit der erste praktische Teil des Erfahrungsberichts, im nächsten Artikel werde ich auf Sucher und Display eingehen.

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About The Author

Andreas Jürgensen ist Fotoingenieur und lebt in Bonn. Er betreibt das Leica Forum, das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum. Ihr findet mich auch auf Google+

5 Comments

  1. […] Im ersten Teil gab es eine allgemeine Einführung zur Kamera, im zweiten Teil bin ich auf Haptik und Handling der Fuji X-Pro 1 […]

  2. […] Long exposure photography at Flixelpix.com. Second part of the german X PRo 1 review at SystemKameraForum. And the third part is here. Luminous Landscape (Click here) posted the first part of their review. […]

  3. […] Long exposure photography at Flixelpix.com. Second part of the german X PRo 1 review at SystemKameraForum. And the third part is here. Luminous Landscape (Click here) posted the first part of their review. […]

  4. […] otro: Fuji X-Pro1 Review otro: holy F stop: Two weeks with the Fujifilm X-Pro1 (with images) otro: Unterwegs mit der Fuji X-Pro 1 – Haptik und Bedienung – Systemkamera Blog y otro: Unterwegs mit der Fuji X-Pro 1 – Sucher und Display – Systemkamera […]

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