Die Gerüchteküche überschlägt sich ja schon seit ein paar Tagen und mittlerweile kann man wohl davon ausgehen, dass es Anfang Februar wirklich eine neue Olympus-Kamera geben wird. Sie soll OM-D heißen, was darauf hindeutet, dass sie sich vom Aussehen und der Größe am Olympus OM-System orientiert. Die hier abgebildete Kamera ist natürlich nicht das Modell, welches Olympus vorstellen wird, ab so könnte sie vielleicht aussehen. Wer nicht mehr genau weiß, wie Olympus-Kameras aus dem OM-System aussahen: Olympus OM-1n, Olympus OM-2n oder Olympus-OM 4ti. Olympus OM-SLR-Kameras waren immer dafür bekannt, dass sie sehr kompakt (klein) und zuverlässig waren. Leider hat Olympus es seinerzeit versäumt das OM-System AF-tauglich zu machen und in den 90er Jahren lief das System dann leider langsam aus.

Im Augenblick werden folgende Informationen und technische Daten der Kamera heiß gehandelt:

  • Sie soll wie eine Olmypus OM-SLR-Kamera aussehen.
  • Die neue OM-D soll wie schon die alten SLR-Kameras auf der Oberseite Drehräder haben.
  • Es soll die Kamera mit unterschiedlicher Belederung geben
  • Ein zusätzlicher Handgriff, wie schon bei der PEN-E-P3 soll angeboten werden
  • Die Kamera soll über einen komplett neuen Sensor mit 16 MPixel verfügen, dessen Basisempfindlichkeit bei 200 ISO liegt.  Die maximale Obergrenze wird im Augenblick mit 25600 ISO angegeben
  • Die Kamera soll über einen neuen integrierten Image-Stabilizer verfügen, der über 5 Bewegungsachsen verfügt.
  • Ein elektronischer Sucher mit 1,44 Millionen Pixel soll mit an Bord sein.
  • Die OM-D soll über einen extrem schnellen AF verfügen, der DSLRs in den Schatten stellt.
  • Ein Blitz soll eingebaut sein.
  • Sie soll 373 Gramm wiegen.
  • Olympus bezeichnet die Kamera als “High-End”-Modell und sie soll abgedichtet (wetterfest) sein.
  • Das hintere Display soll ein OLED-Display mit 610.000 Pixeln sein, 3 Zoll groß sein und hochklappbar sein.
  • Die Kamera soll in Europa ca. 1000 Euro kosten und ab Ende März verfügbar sein.
  • Der 8. Februar wird zur Zeit als weltweiter Termin zur Vorstellung gehandelt.

Nirgendwo finden wir zur Zeit eine Information über das Auflagemaß. Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass es sich gar nicht um eine Micro FourThirds-Kamera handelt, sondern vielleicht um eine FourThirds-Kamera. Grundsätzlich spricht aber der elektronische Sucher und ein sehr schnelles AF-System eher dagegen, denn die Objektive aus dem FourThirds-System sind eigentlich nur in Verbindung mit Phasen AF schnell.

Bis jetzt wissen wird nur gesichert, dass wirklich was Neues von Olympus kommen wird. Auch hier findet man einen Hinweis von Olympus. Bei 43Rumors ist man der Meinung, dass die Kamera OM-D5 heißen wird und es gibt schon ein erstes Foto, welches einen Teil der echten Kamera zeigen soll:

Lassen wir uns überraschen!

Euer Systemkamera-Forum-Team

Über den Autor

Jens Michael Schuh lebt in Bochum und ist selbständiger Informatiker und Inhaber von TryTec! Microsystems, einem Apple-Systemhaus. Er betreibt zusammen mit Andreas Jürgensen das Systemkamera-Forum und das Fuji X Forum.

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7 Responses

  1. Richard Jan 21, 2012 - Reply

    Kann man sich wahrscheinlich als Kombination der E-P3 mit dem 16 MP Sensor von Panasonic, Klapp-LCD der E-PL3 und eingebautem Sucher im SLR-Stil vorstellen.

    Also eigentlich gar nichts neues, sondern “nur” die Kombination aller Möglichkeiten des mFT-Systems. Wenn Olympus dem Body-IS treu bleibt, hätte diese Kamera eigentlich alles, was man sich schon immer in einem Body gewünscht hat.

    Warten wir’s ab!

  2. Ulrik Jan 26, 2012 - Reply

    In der Abbildung sieht man sogar die von der Olympus OM-1 bekannten Knöpfe zur Spiegelarretierung und zur Umschaltung von X- auf- Birnchenblitzsynchronisation. Beide Features sind für eine MFT-Kamera eher weniger relevant ;-)

  3. Olyfan Jan 26, 2012 - Reply

    Verlorenes Vertrauen baut man sehr schwer wieder auf, Olympus hat sehr viel falsch gemacht die letzten 2 Jahre, also werde ich noch länger im Panasonic Lager bleiben, bye Olympus!

  4. triton76 Jan 26, 2012 - Reply

    was wirklich interessant wäre, ob es ein OM-Bajonett trägt oder es einen ordentlichen Adapter dazu gibt.

  5. Schlicht Jan 26, 2012 - Reply

    Hallo,

    Nun, es ist schön mal endlich wieder was Positives und evtl. Innovatives von Olympus zu hören.

    Leider hat Olympus in den letzten Jahren etwas den Anschluss an andere Kamerahersteller verpasst.

    Ich fotografiere nun seit über 30 Jahren vorwiegend mit Olympus und habe so eine krasse Innovationsflaute bei Olympus nur in den Auslaufjahren der OM-Serie erlebt.

    In Wuppertal haben sich die kleinen Fachhändler außer Saturn und Mediamarkt komplett vom Olympus-Programm verabschiedet.
    Die kompakten Kameras von Olympus können im technischen Vergleich bspw. mit Canon definitiv nicht mithalten.
    Man bekommt dort im µFT-Bereich nur noch Panasonic, diese Kameras seien um einiges besser. Mit der G3 scheint mir nach eigener Begutachtung Panasonic zur Zeit tatsächlich die Nase vorn zu haben, – zumindest was die Bedienung und evtl. den Autofocus angeht. Im technischen Vergleich können die Pen´s mit den Endergebnissen wohl gut mithalten.

    Habe mir vor einem Monat zu meinen beiden Spiegelreflexkameras von Oly die E-PL2 zugelegt und erkenne neben einigen Stärken auch so manche Schwächen – vor allem was den Autofocus beim Video angeht, das Handling, adaptierte FT-Objektive sind extrem langsam, der Bildstabi könnte besser sein, die Hauttöne mit eingebauten Blitz sind anachronistisch….

    Zugegebener Maßen ist sie nicht die neueste Kamera von Olympus und die E-P3, E-PL3 und E-PM1 sind noch weiterentwickelt. Aber im Vergleich zur Panasonic G3?

    Zudem nervt es mich, dass ich mich in Zukunft entscheiden muss, ob ich mir Objektive in FT oder µFT zulegen werde. Ein Standard-Zoom habe ich nun schon doppelt.

    Bin sehr gspannt ob die neu angekündigte Kamera einen FT oder µFt Anschluß hat.

    Gruß HH Schlicht

  6. Herr Ocyan Jan 27, 2012 - Reply

    Auf dem retro-zug fährt Olympus ja nun schon ein paar Jahre, seit Einführung der E-P1. Das hat anfangs offenbar auch ganz gut funktioniert, denn Retro ist gerade angesagt – und solange der Spagat zwischen nostalgischem Design und moderner Technik funktioniert, findet man für solche Produkte einen breiten Markt.
    Aber es braucht auch ein modernes User-Interface. Eine 700-Euro-Kamera mit einem 230k-Display anzubieten, ist einfach ein Witz.
    Von AF-Geschwindigkeit, Rauschverhalten und all dem gar nicht erst anzufangen.
    Wenn all diese Manquos nun in ein weiteres Nostalgie-Gehäuse gepackt werden, wird das nicht viel bringen.
    Ich hatte bis etwa 2004 eine OM 2 als Hauptkamera und nutze sie noch immer gelegentlich, wenn mich die Lust auf analog packt. Man merkt noch nach gut 30 Jahren, das man Qualität in der Hand hat – und sieht es den Bildern an!
    Aber die µFT-Kameras von Oly finde ich absolut nicht überzeugend. Insofern denke ich, wenn eine OM-D tatsächlich rauskommt, dann muß sie auch ein echter Überflieger werden, qualitativ einer Fuji X1 Pro die Stirn bieten und neben dem Retro-Look und dem damit verbundenen Anklang an die großen innovativen Olympus-Zeiten etwas wirklich Neues bringen! Sonst sind sie endgültig weg vom Fenster. Leider.

  7. Karl-Heinz Fuchs Feb 14, 2012 - Reply

    Manchmal kommt es mir vor, als ob man bei Olympus die Quadratur des Kreises schaffen möchte. Retrostyle mit moderner Technik? Gestern war gestern und heute ist heute.
    Nikon geht da mit seiner neuen D 800 den richtigen Weg, Canon sowieso. Hier entwirft man tolle ergonomische Gehäuse mit Handschmeichelfaktor. Weiche fliessende Linien bestimmen den äusseren Charakter dieser Kameras.

    Da war m. E. mit den bisherigen Kameras der E-Serie genau auf dem richtigen Weg und die C 8080 von der Form her schon fast revulutionär.

    Diesen designerischen “Rückfall” in die 1980er Jahre werde ich auf keinen Fall mitmachen. Eher beginne ich da langsam über einenUmstieg zu Nikon nachzudenken. – Diese Pfeiffen….

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