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Alt 28.11.2009, 10:22   #3 (permalink)
robernd
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Standard AW: Video Codierung der GH1 - Das Aha-Erlebnis

Tja,
in meiner Praxis funzt Smart Rendern mit PowerDirector noch immer nicht. Bedingung ist, dass Quell- und Ausgabeformat die gleiche Struktur haben. Das geht natürlich nur, wenn wir die Quellstruktur genau kennen. Deshalb bin ich so verbissen hinter ihr her. Außerdem ist die gleiche Datenrate gefordert. Wie das bei variabler Bitrate gehen soll, ist mir noch unklar.

Etwas (aber noch nicht ausreichend) schlauer bin ich inzwischen. Bislang war ich der Meinung, dass I-Frames und Key-Frames das selbe sind. Offenbar gibt es aber geringe Unterschiede. Elecards StreamEye markiert die üblichen I-Frames rot (siehe erster Beitrag) und die Keys dunkel. Eine GH1-Ausgabe beginnt demnach mit einem I-Frame, das gleichzeitig Keyframe ist. Alle weiteren I-Frames haben die Key-Eigenschaft nicht. Das Schnittprogramm will aber offenbar alle I-Frames als Key haben (zumindest erzeugt es sie beim Rendern so).

Jedes Key-Frame erlaubt offiziell einen Neueinstieg in den Mpeg-Strom beim Abspielen oder Spoolen. Bei I-Frames geht das auch, aber wohl nur praktisch und nicht von den Mpeg-Vätern abgesegnet.

Ich habe mich inzwischen auch mit der Ausgabestruktur der GH1 bei den 720-Zeilen Versionen beschäftigt. Hier umfasst eine GOP 26 Frames, jeweils ein I-Frame gefolgt von 25 P-Frames. Damit setzt sich Panasonic über die Geflogenheit hinweg, dass mindestens jedes 15. Frame ein I-frame sein soll. In der Praxis stört das wohl kaum, weil bei 1080i/25 und auch 720p/50 ungefähr jede halbe Sekunde I-Frame auftaucht.

Die Aneinanderkettung von so vielen P-Frames kann durchaus problematisch sein, weil jedes immer die Differenz zum vorhergehenden enthält. Ich kann mir gut vortellen, dass 25 Differenzen nacheinander auch zu Ungenauigkeiten in der Darstellung führen. Bei einer Struktur mit B-Frames gäbe es solche Differenzen nur 4-5 Mal je GOP.

Mpeg2 und Mpeg4 bzw. H264 sehe ich nicht als Container sondern als Kompressionsstandard (Mpeg4/AVC = Mpeg-4/Part 10 = H264). Die GH1-Aufzeichnungen haben im Originalzustand die Namenserweiterung MTS. Wie die Erweiterung letztlich heißt, ist eigentlich wurscht. Elecard (siehe oben) kennt z.B. weder m2ts noch mts sondern nur m2t, trt und ts.

Jedes Mpeg sieht prinzipiell B-Frames vor, aber sie brauchen nicht unbedingt vorhanden zu sein. Das Level sagt nur etwas über die Bitraten. Für den Videoschnitt wäre ein Stream mit ausschließlich I-Frames ideal. Das entspräche dann MJPEG oder DV. So etwas kann man mit den üblichen Encodern problemlos herstellen. Natürlich ist es nicht Platzsparend.

Ich gehöre zu den Zeitgenossen, in deren Videos höchstens 5% neu zu berechnen wären. Damit hat Smart Rendern oder nicht direkten Einfluss auf die nötige Leistung meines PC und damit auf die Entscheidung Notebook oder Deskop.
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Gruß RoBernd

Geändert von robernd (28.11.2009 um 10:32 Uhr)
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