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Alt 15.06.2009, 14:56   #4 (permalink)
fth
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Standard AW: Olympus Zuiko 18-180 mm f3.5-6.3 oder Olympus Zuiko 70-300mm f4.0-5

Hallo KonFuzius,

bei den von dir genannten beiden Objektiven fällt mir die Wahl nicht schwer: auf jeden Fall das 18-180 mm. Es ist ein geniales Allroundobjektiv, das meiner Ansicht nach deine Ansprüche perfekt erfüllt. Du hälst damit ja schließlich ein Objektiv in Händen, das einem 36-360-mm-Kleinbildzoom entspricht. Das reicht für die meisten (Tele-)Anwendungen dicke. Sollte dir das nicht reichen, kannst du dieses Zoom sogar noch bedenkenlos mit dem 1,4fach-Konverter EC-14 von Olympus kombinieren - eigentlich eine Todsünde bei Superzooms, sofern sie überhaupt mit Konvertern mechanisch koppeln. Bei Olympus funktioniert das! Bereits bei offener Blende (8,9/255 mm) ist die Bildqualität sehr gut, weil sowohl das Grundobjektiv sehr gut ist als auch der rund 500 Euro teure Konverter. Trotz Bildstabi in der Kamera solltest du bei dieser Kombination allerdings wenigstens ein Einbeinstativ unter die Kamera setzen. Das vermeidet Verwacklungsunschärfen und erleichtert die Bildkomposition bei dieser extremen Brennweite.

Das 18-180 mm ist auch im absoluten Nahbereich erstaunlich gut (Nahgrenze 45 Zentimeter, auch bei Brennweite 180 mm, Bildfeld etwa 5 mal 7 Zentimeter). Unter Qualitätsaspekten genügt es, eine Stufe abzublenden, doch müssen sich selbst Aufnahmen mit Blende 6,3 nicht verstecken. (Abblenden um rund eine Stufe gilt generell für alle Brennweiten im Unendlichbereich). Wenn du irgendwann mal weiter in den Weitwinkelbereich vorstoßen willst, empfehle ich das 4-5,6/9-18 mm.

Nach meiner Erfahrung ist das 4-5,6/70-300 eines der wenigen nicht sonderlich praxistauglichen Objektive von Olympus. Das liegt weniger an der Optik - die ist okay - sondern mehr an der Machart und an der viel zu langen Brennweite. Weil das 70-300 keine Stativgondel besitzt, ist die Aufnahmeeinheit ziemlich kopflastig, wenn sie auf einem Einbein- oder besser noch auf einem Dreibeinstativ sitzt. Meiner Erfahrung nach ist das 70-300 mm allerspätestens jenseits der Brennweite 200 mm kein freihandtaugliches Objektiv mehr. Mit einem 500- oder 600-mm-Kleinbildobjektiv kriegt man ohne zusätzliche Stütze kein brauchbares Bild hin, weder vom Standpunkt der Schärfe aus betrachtet noch vom Standpunkt der Bildkomposition aus. Nur weil das Olympus 70-300 mm weniger wiegt als entsprechende Kleinbildoptiken, heißt das nicht, dass es hier anders oder gar leichter ist.

Wie gesagt, für deine Zwecke scheint mir das 18-180 mm goldrichtig zu sein. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Gruß

Frank
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